Nahverkehr

Berlin bekommt mehr Busspuren

Thomas Fülling

Damit Busse der BVG nicht so oft im Stau stehen, will der Senat das Busspurnetz weiter ausbauen.

Wie Verkehrsstaatssekretärin Maria Krautzberger jetzt ankündigte, wird auf der Potsdamer Straße zwischen U-Bahnhof Kleistpark und Schöneberger Ufer beidseitig ein sogenannter Bussonderfahrstreifen angeordnet. Auch auf der Großbeerenstraße (Mariendorf) soll in Höhe Daimlerstraße auf einer Länge von 60 Metern eine entsprechende Spur markiert werden. Geprüft werde auch, ob auf der Leipziger Straße in Mitte zwischen Charlottenstraße und Spittelmarkt wie auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine Busspur sinnvoll ist.

In Berlin hat sich nach Senatsangaben der Bestand an Busspuren von 30 auf inzwischen 100 Kilometer vergrößert. Die gesonderten Trassen für Linienbusse, die meist zu den Hauptverkehrszeiten nicht vom normalen Autoverkehr, wohl aber von Taxis, Krankenwagen und Fahrrädern genutzt werden dürfen, haben den Zweck, dass BVG-Fahrgäste schneller durch die Stadt kommen. Vor allem Berufstätige sollen angeregt werden, statt mit dem eigenen Pkw mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit und zurück zu fahren.

Im Alltag funktioniert das oft nicht wie gewünscht, weil Busspuren häufig durch regelwidrig parkende Autos blockiert sind. Mit Kontrollen und Abschlepp-Anordnungen wollen die Behörden verstärkt gegen Falschparker vorgehen. Eine ständige Überwachung der Spuren etwa mit technischen Hilfsmitteln sei aber nicht vorgesehen, so Krautzberger.