Wiedervereinigung

Berlin feiert 20 Jahre Gesamtberliner Parlament

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20 Jahre Gesamtberliner Parlament

Mit einem Festakt in der Nikolaikirche haben mehr als 300 Gäste am Dienstag den 20. Jahrestag der Konstituierung des ersten Gesamtberliner Parlaments gefeiert.

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Mit einem Festakt in der Nikolaikirche in Mitte haben mehr als 300 Gäste an den 20. Jahrestag der Konstituierung des ersten Gesamtberliner Parlaments erinnert.

Mit einem Festakt in der Nikolaikirche in Mitte ist am Dienstag an den 20. Jahrestag der konstituierenden Sitzung des ersten frei gewählten Gesamtberliner Abgeordnetenhauses nach der Wiedervereinigung erinnert worden. Zahlreiche Abgeordnete der damaligen Zeit wie auch die Vertreter des derzeitigen Parlaments versammelten sich, darunter die früheren Regierenden Bürgermeister von Berlin, Eberhard Diepgen (CDU), Klaus Schütz und Dietrich Stobbe (beide SPD) sowie die Frau des verstorbenen Ost-Berliner Oberbürgermeisters Tino Schwierzina (1927-2003).

Am 11. Januar 1991 war in der Nikolaikirche das am 2. Dezember 1990 gewählte Abgeordnetenhaus zusammengetreten. Der Termin für die konstituierende Sitzung wurde damals vorgeschlagen, weil sich 40 Jahre zuvor erstmals ein Abgeordnetenhaus von Berlin im Rathaus Schöneberg im Westteil der Stadt versammelt hatte, nachdem demokratische Parlamentarier von Kommunisten in Ost-Berlin ausgesperrt worden waren. In den folgenden Jahrzehnten wurden die Parlamentarier nur im Westen demokratisch gewählt. Die Nikolaikirche ist das älteste Gotteshaus der Stadt.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sagte am Rande der Veranstaltung, die historische Zusammenkunft in der ältesten Kirche Berlins sei ein „Markstein der parlamentarischen Geschichte unserer Stadt“ gewesen. Ebenfalls am Rande des Festaktes erinnerte Diepgen an die Schwierigkeiten der Wiedervereinigung beider Stadthälften. Den damals Regierenden sei daran gelegen gewesen, die Zusammenführung ohne soziale Verwerfungen zu gestalten. Gleichfalls hätten starke psychologische Spannungen beachtet werden müssen. Schließlich habe im Ostteil der Stadt die einstige DDR-Elite gewohnt. Die Westberliner hätten sich während all der Mauerjahre als Bastion der Freiheit verstanden, die es zu verteidigen galt.

( dapd/sei )