Falsche Weichenstellung

Tram-Zusammenstoß löst Verkehrschaos aus

In Friedrichshain sind zwei Straßenbahnen zusammengestoßen – vermutlich wegen einer falschen Weichenstellung. Zum Glück wurde niemand ernsthaft verletzt. Doch rund um den Unfallort bildeten sich Staus.

Ein schwerer Unfall mit zwei Straßenbahnen in Berlin-Friedrichshain hat am Mittwoch den Berufsverkehr in Berlin- Friedrichshain weitgehend zum Stillstand gebracht. Nach Angaben der Feuerwehr gab es keine Verletzten. Einzig eine Tram-Fahrerin habe wahrscheinlich einen Schock erlitten. Sie wurde von Rettungskräften behandelt und in ein Krankenhaus gebracht. Ihr Zug stand nach der Kollision mit einem anderen Zug der Linie M6 quer auf der Straße. Rund um den Unfallort auf der Landsberger Allee/Ecke Petersburger Straße bildeten sich Staus.

Unfallursache war nach Angaben der Feuerwehr eine falsch gestellte Weiche. Deshalb sei an der Haltestelle eine Tram der Linie M6 seitlich gegen die andere gefahren und habe diese vom Gleis gestoßen. Auch rund eine Stunde nach dem Unfall stand einer der Wagen mehrere Meter parallel zu den Gleisen auf der Straße. Eine andere Straßenbahn wurde bei dem Zusammenstoß schwer beschädigt, konnte aber noch selbstständig vom Unfallort weggesteuert werden.

Am späten Nachmittag versuchte ein Bergungstrupp der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), die Straßenbahnzüge wieder in die Gleise zu setzen. Unter anderem war auch ein Kranwagen vor Ort. Nach Erkenntnissen der Polizei war die Unfallursache ein Wagen, der sich von einer der Bahnen gelöst hatte. Möglicherweise habe aber auch etwas in den Schienen gelegen und den Zug entgleisen lassen, sagte ein Polizist. Ein genaues Bild habe man aber auch noch nicht, fügte er hinzu. Die Polizei musste die Petersburger Straße und die Landsberger Allee weiträumig absperren. Die Verkehrsbehinderungen dauerten auch am frühen Abend noch an.