Film-Denkmal

Jetzt hat Berlin einen Boulevard der Stars

40 Sterne - und es sollen noch mehr werden: In Berlin wurde am Abend der Boulevard der Stars eröffnet.

Fast wie in Hollywood: Berlin hat jetzt einen Boulevard der Stars, auf dem prominente Filmschaffende mit einem Stern verewigt sind. Filmproduzent Artur Brauner, der auch einen Stern auf dem Boulevard hat, schnitt bei der Eröffnungszeremonie zusammen mit Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) das Band durch. Wowereit sagte, der Boulevard werde sicherlich eine große Attraktion in Berlin. Er wünsche dem Projekt und der Filmstadt Berlin alles Gute. Von jedem der 40 Sterne stieg ein Strauß roter Luftballons auf.

An der Feier nahmen zahlreiche Prominente teil, darunter die neuen Sterne-Stars Doris Dörrie, Wim Wenders, Dominik Graf und Armin Mueller-Stahl. Weitere Geehrte sind Mario Adorf, Wolfgang Petersen, Corinna Harfouch, Romy Schneider, Hildegard Knef, Bruno Ganz, Werner Herzog und Götz George.

Angelegt wurde der "Boulevard der Stars" auf dem Mittelstreifen der Potsdamer Straße. Er erinnert an den "Walk of Fame" auf dem Hollywood Boulevard in Los Angeles. Für die Besucher gibt es "magische Kameras", in denen der Geehrte über dem ihm gewidmeten Messingstern zu schweben scheint. In die Platte ist jeweils das Autogramm eingraviert, das sich Besucher mit Bleistift und Papier abpausen können.

Während der Berlinale im Februar war bereits für Marlene Dietrich (1901-1992) ein Stern enthüllt worden. Der Boulevard am Filmmuseum soll wie sein Vorbild ein wachsendes Denkmal sein. Im nächsten Jahr sollen zehn neue Sterne hinzukommen. Auf dem Hollywood Walk of Fame in Los Angeles sind derzeit rund 2500 Filmschaffende verewigt. Der Boulevard kann den Angaben zufolge auf bis zu 150 Sterne ausgeweitet werden.

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