Personalie

Stühlerücken bei Berliner Treberhilfe geht weiter

Das Personalkarussell bei der Berliner Treberhilfe dreht sich weiter. Wie die Gesellschaft mitteilte, hat Dietrich Fenner die Geschäftsführung verlassen.

„Die Gesellschafter und Dietrich Fenner haben sich einvernehmlich zu diesem Schritt entschlossen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Berliner Treberhilfe. Damit ist Frank Biskup, der am 2. Juli vom Aufsichtsrat in die Geschäftsführung gewechselt hatte, nun alleiniger Geschäftsführer des Unternehmens, das im Februar 2010 mit der „Maserati-Affäre“ in negative Schlagzeilen gekommen war.

Auch im Aufsichtsrat gab es eine Neubesetzung. Zum neuen Mitglied wurde auf Vorschlag Biskups Harald Witt berufen. Er tritt Biskups Nachfolge in dem Gremium an und war auch von ihm vorgeschlagen worden. Witt sei in der Vergangenheit leitender Ministerialbeamter in Brandenburg gewesen.

In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Personalwechsel an der Spitze der Treberhilfe gegeben. Das Unternehmen leistet in Berlin und mit einer Tochtergesellschaft in Brandenburg Straßensozialarbeit und betreut junge Obdachlose. Das gemeinnützige Unternehmen war in die Schlagzeilen geraten, weil sich ihr damaliger Geschäftsführer Harald Ehlert einen teuren Maserati als Dienstwagen leistete. Zudem verstärkten ein hohes Geschäftsführergehalt und Ehlerts Wohnung in einer Dienstvilla in Caputh Vorwürfe, das Unternehmen werde wie ein Selbstbedienungsladen geführt. Gegen Ehlert ermittelt die Berliner Staatsanwaltschaft wegen des Anfangsverdachts auf Untreue.