Kriminalität

Berliner Polizei stoppt nach Überfall U-Bahn

Die Polizei hat am Donnerstagabend den Bahnverkehr der Linie U6 für 15 Minuten gestoppt, weil sich in einem Zug vier jugendliche Diebe befanden. Die 15- bis 19-Jährigen hatten zuvor in Tegel einen Juwelier überfallen und wollten mit der U-Bahn flüchten.

Die Polizei hat nach einem Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft in Tegel vier Tatverdächtige im Alter zwischen 15 und 19 Jahren festgenommen. Dank der Zeugenaussage einer Verkäuferin endete die Flucht auf dem U-Bahnhof Borsigwerke. Die Polizei hatte bei der Sofortfahndung die Züge der Linie U6 stoppen lassen. Bei einem Verdächtigen handelt es sich laut Polizei um einen 19 Jahre alten Intensivtäter.

Das Quartett hatte das Geschäft an der Berliner Straße am Donnerstag gegen 17.30 Uhr betreten. Zwei der Räuber verwickelten die 23 Jahre alte Ladeninhaberin in ein Verkaufsgespräch, während die Komplizen damit begannen, Schmuckstücke aus dem Schaufenster einzustecken. Als die Geschäftsfrau dies bemerkte, wurde sie von einem der Täter festgehalten und in eine Ecke gedrückt, während die Komplizen weiter Schmuck an sich rissen und anschließend flüchteten.

Die 23-Jährige rief sofort die Polizei und nannte den Beamten als Fluchtweg die U-Bahnstation Alt-Tegel. Die Beamten ließen den U-Bahnverkehr stoppen und nahmen die vier jungen Männer in einem der Züge in Empfang. Auch die Beute wurde noch im Bahnhof bei ihnen gefunden. Die vier jungen Kriminellen kamen zur Vernehmung zum Raubkommissariat der Direktion1. Der U-Bahnverkehr war für rund 15 Minuten unterbrochen.