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WLAN - Grüne und Piraten wollen Wowereit helfen

Berlin bekommt vielleicht doch noch ein kostenloses WLAN-Netz – zumindest will sich der Regierende Bürgermeister Wowereit nun dafür stark machen. Die Berliner Grünen-Fraktion und die Piratenpartei sind begeistert.

Für ein kostenloses WLAN in Berlin bieten Grüne und Piraten dem Senat ihre Hilfe an. Die Grünen-Fraktion begrüßte den Meinungsumschwung des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) für ein freies WLAN-Angebot in Berlin. „Wir haben im Frühjahr gemeinsam mit der Berliner IT-Community mögliche Umsetzungsszenarien diskutiert und bieten Klaus Wowereit gern unsere konzeptionelle Unterstützung für ein solches Projekt an“, erklärte der Abgeordnete Stefan Ziller am Freitag. Die inzwischen über drei Jahre dauernde Diskussion habe gezeigt, dass Rot-Rot allein nicht in der Lage sei, ein solches Zukunftsprojekt auf dem Weg zu bringen.

Wowereit hatte am Mittwoch auf einer Bezirkstour durch Reinickendorf angekündigt, dass er einen neuen Versuch für einen kosten- und drahtlosen Internetzugang in Berlins Innenstadt unternehmen wolle. Bei einem Besuch des Motorola-Werkes zeigte sich der Regierungschef angetan von dem Konzept des Unternehmens. Es hatte für einen Netzbetreiber in Aachen in nur acht Monaten ein flächendeckendes WLAN-Netz aufgebaut. Bisher war ein WLAN-Netz in Berlin an Bedenken von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge- Reyer (SPD) gescheitert. Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) hat sich dagegen dafür stark gemacht.

Die Piratenpartei bot Wowereit an, ihre Netzkompetenz zur Verfügung zu stellen. Sie habe sich bereits mit dem „Piratenfreifunk“ am Aufbau eines kostenlosen und für jeden zugänglichen WLANs in Berlin beteiligt, erklärte die Partei am Freitag. Zudem forderte sie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf, den Weg für ein freies WLAN in Berlin frei zu machen und die Entwicklung nicht weiter zu behindern. Viele Piraten in Deutschland hätten Freifunkgeräte aufgestellt und ließen so ihren politischen Forderungen nach einem freien Internet Taten folgen.

( dpa/ap )