Kreuzberg/Neukölln

Schlägerei - Sicherheitskräfte räumen Prinzenbad

| Lesedauer: 2 Minuten

Foto: picture alliance / dpa / picture alliance / dpa/dpa

Erneut ist in Berlin Badegästen die Hitze offenbar derart zu Kopf gestiegen, dass sie gewalttätig wurden. Ein kleines Mädchen wurde verletzt, der Badebetrieb beendet.

Das Prinzenbad in Kreuzberg ist am Freitag nach einer Schlägerei geräumt worden. Nach Angaben der Polizei waren mehrere Jugendliche in Streit geraten und hatten einander geschlagen. Zu dem Zeitpunkt gegen 18.45 Uhr befanden sich noch rund 5000 Gäste in dem Bad. In kürzester Zeit sammelte sich eine größere Menschenmenge aus Schaulustigen und Sympathisanten um die Streitenden. Bei diesem Tumult geriet ein vierjähriges Mädchen zwischen die Fronten und wurde durch einen Stoß in den Bauch leicht verletzt. Als sich der Sicherheitsdienstes näherte, ließen die Kontrahenten voneinander ab und tauchten in der Menge unter. Die Verantwortlichen beendeten daraufhin den Badebetrieb vorzeitig. Den Lautsprecherdurchsagen folgten die etwa 5000 Besucher, von einigen Unmutsäußerungen abgesehen, problemlos.

Die Sicherheitskräfte alarmierten auch die Polizei. Diese suchte das Gelände des Sommerbades ergebnislos nach den Tatbeteiligten ab und leitete anschließend zwei Strafermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein.

Gut einen Woche zuvor war bei sommerlicher Hitze das Freibad am Columbiadamm in Neukölln geräumt worden. Am Samstagnachmittag eskalierten hier Streitereien und drohten zu Schlägereien zu werden. Ausgangspunkt war eine Gruppe von 60 Jugendlichen gewesen, in der es nach einem Streit zu Handgreiflichkeiten gekommen war. Dabei wurde ein Sicherheitsmann durch Schläge und Tritte leicht verletzt. Polizisten rückten mit Helmen und Sicherheitswesten an und beruhigten die Lage. Weil aber die Sicherheit aller gefährdet war, mussten die Besucher das Schwimmbad verlassen. Um 18 Uhr wurde es vorzeitig geschlossen.

Kontrollen an Badeseen

Polizisten und Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollierten am Freitag gemeinsam die Ausflugsgebiete Schlachtensee und Krumme Lanke in Zehlendorf. In der Zeit zwischen 18 und 23 Uhr überprüften die Polizisten insgesamt 16 Personen, vorwiegend Jugendliche. Immerhin sieben Strafermittlungsverfahren wurden eingeleitet wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittel- und das Waffengesetz - einer der Überprüften hatte einen Schlagring bei sich. Mitarbeiter des zuständigen Ordnungsamtes überprüften im gleichen Zeitraum 41 Personen im Rahmen des Jugendschutzgesetzes und ahndeten 20 Verstöße gegen das Rauchverbot in Waldgebieten, 14 Verstöße gegen die Hunde-Verordnung sowie sieben Verstöße gegen das Grillverbot im Bereich von Grünflächen.

( dpa/sh )