Reparatur-Geld

Eine Rosinenbomber-Aktie könnte kommen

Unterstützer des Fördervereins Rosinenbomber haben sich erstmals getroffen. Um das nach einer Bruchlandung defekte Flugzeug wieder flugtauglich zu machen, ist wohl ein höherer sechsstelliger Betrag notwendig.

Der neue Förderverein Rosinenbomber e.V. erfährt eine breite Unterstützung. Nach der Bruchlandung des mehr als 60 Jahre alten Luftbrückenflugzeuges am 19. Juni haben sich am Mittwoch auf dem Flughafen Schönefeld erstmals 120 Unterstützer des Vereins getroffen. Ihr Ziel ist es, die Maschine wieder flugtauglich zu machen. Unter den Sympathisanten waren Vertreter der Fluggesellschaft Condor, Schönefelds Bürgermeister Udo Haase, der einen Sitz im Vereinsvorstand übernimmt, Vertreter der Spotterszene - also der Flugzeugbeobachter aus Leidenschaft - und andere Unterstützer aus der Fliegerszene. Prominentestes Mitglied ist der Swing-Musiker und Bandleader Andrej Hermlin.

Hilfe kommt aber auch aus den USA. Dort will die Airlift Association, eine Vereinigung von 480 Veteranen der Luftbrücke, Geld sammeln. Dazu gehört auch der bekannte Candybomberpilot Gail Halvorsen. Beim Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) und Veranstalter der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) will man sich Gedanken machen, wie man den Wiederaufbau unterstützen kann. „Schließlich ist der Rosinenbomber auch ein Symbol für die ILA“, sagt BDLI-Sprecher Christoffer Bach.

Nach Auskunft von Frank Hellberg, Chef von Air Service Berlin, der den Rosinenbomber seit 2001 über Berlin fliegen ließ, wurde überlegt, eine Rosinenbomber-Aktie aufzulegen oder nicht mehr verwendbare Teile des Flugzeugs zu verkaufen, um Geld für den Wiederaufbau zusammenzubekommen. Hellberg sitzt auch im Vorstand des Vereins.

Noch ist die Maschine von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung nicht untersucht worden. „Das ist unbefriedigend“, sagt Hellberg. „Triebwerke, Rumpf und Tragflächen liegen versiegelt im Hangar in Schönefeld.“ Erst, wenn die Teile freigegeben sind, kann mit dem Wiederaufbau angefangen werden. Vereinsvorsitzender Heinz-Dieter Kallbach geht davon aus, dass dafür ein „höherer sechsstelliger Betrag“ nötig ist.