Wetter

Bundesweit ist es in Berlin am wärmsten

Es wird heiß in Berlin, heute und an den kommenden Tagen. Erwartet werden gar Temperaturen von bis zu 35 Grad. Damit schafft es die Hauptstadt auf einen Spitzenplatz im bundesweiten Ranking.

Foto: Massimo Rodari

Es sind die schönsten Tage in Berlin: Wenn schon frühmorgens klar ist, dass es ein heißer Tag wird, wenn mittags die Schwimmbäder gut gefüllt sind. Die Berliner haben den Siebenschläfer-Tag am Sonntag genossen und erwarten jetzt mehr: Denn der Volksmund meint, wenn das Wetter am 27. Juni schön ist, bleibt es so sieben Wochen lang.

Doch die Wetterexperten dämpfen die Vorfreude. „Es ist zwar eine sehr gute Bauernregel, jedoch muss man nicht nur einen Tag betrachten“, sagte Meteorologe Karsten Brandt von Donnerwetter.de am Montag. In den nächsten Tagen wird es in Berlin auf jeden Fall schön: Es bleibt sonnig, die Temperaturen steigen auf bis zu 35 Grad.

Wie gut die Wasserqualität an den Berliner Badestellen ist, ermittelt regelmäßig die Berliner Gesundheitsverwaltung.

In Berlin und Brandenburg droht allerdings in den nächsten Tagen hohe Ozonbelastung. Menschen, die empfindlich auf Ozon reagieren, sollten deshalb starke körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden, empfahl die Gesundheitssenatsverwaltung am Dienstagmittag. Wer kann, sollte in der Stadt möglichst aufs Auto verzichten. Schon für den Nachmittag werden Werte von über 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter erwartet, die bei empfindlichen Personen zu Tränenreiz und Kopfschmerzen führen können, hieß es.

Gegen normale Aufenthalte im Freien – vom Picknick bis zum Schwimmbadbesuch – sei nichts einzuwenden. Ausdauersport wie Joggen sollte hingegen in die frühen Morgenstunden oder auf den späten Abend verlegt werden, wenn die Ozonwerte niedrig sind. Für die gesamte Bevölkerung werden entsprechende Empfehlungen erst bei Werten von über 240 Mikrogramm Ozon ausgesprochen.

Der erste Sommermonat Juni war in Berlin und Brandenburg extrem trocken. So fielen im Großraum Berlin lediglich vier Liter Regen je Quadratmeter, der niedrigste Menge in ganz Deutschland, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag in Offenbach mit. Im langjährigen Durchschnitt fallen im Juni in der Hauptstadt sonst 69 Liter je Quadratmeter. Auch in Angermünde und Cottbus sei es extrem trocken gewesen. Mit zwölf Litern Regen pro Quadratmeter gab es in Brandenburg die zweitniedrigste Niederschlagsmenge des Monats in Deutschland.

Berlin war mit einer Durchschnittstemperatur von 18,1 Grad Celsius auch das wärmste deutsche Bundesland. Da war ein Grad mehr als im langjährigen Durchschnitt. Brandenburg erreichte eine Durchschnittstemperatur von 17,1 Grad Celsius statt sonst 16,5 Grad und war damit das zweitwärmste Bundesland. Die Sonne schien in Berlin 285 Stunden, 57 Stunden mehr als im langjährigen Vergleich. In Brandenburg gab es 282 Stunden Sonne, 59 Stunden mehr als normal.

Aber die Mark stellte auch einen Kälterekord auf: Am 16. Juni gab es in Klettwitz südwestlich von Potsdam mit minus 1,9 Grad Bodenfrost. Dies war laut DWD die tiefste Juni-Temperatur in Deutschland gewesen.