Übernachtungszahlen

Berlin-Tourismus trotz Aschewolke kräftig im Plus

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Das Reiseziel Berlin hat trotz der Flugverbote wegen der Vulkanaschewolke aus Island auch im April steigende Gästezahlen verbucht. Dabei hatten viele Touristen keinen weiten Anreiseweg.

Berlin als Reiseziel ist weiter sehr gefragt. Trotz der Flugverbote wegen der Vulkanaschewolke aus Island verbuchte die Tourismusbranche der deutschen Hauptstadt im Monat April ein kräftiges Plus. Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg zählten die Beherbergungsbetriebe der Stadt in diesem Monat knapp 723.000 Gäste, das sind 5,3 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Die Anzahl der Übernachtungen legte sogar noch stärker zu – um 6,2 Prozent auf insgesamt fast 1,7 Millionen.

Rund zwei Drittel der Berlin-Besucher – rund 464.000 – kamen dabei aus anderen Bundesländern, knapp 260.000 reisten aus dem Ausland an. Besonders beliebt war die deutsche Hauptstadt bei Gästen aus Osteuropa. So stieg die Zahl der Einreisenden aus Russland um mehr als 40 Prozent auf 8000. Aus Polen reisten 36 Prozent und aus Tschechien 35 Prozent mehr Besucher an. Am beliebtesten ist Berlin bei den Italienern, die mit 27.000 die größte Besuchergruppe stellten. Es folgen Briten (rund 25.000 Gäste), Holländer (23.000) und Dänen (22.000).

„Die positiven Ergebnisse trotz der massiven Einschränkungen im Flugverkehr haben auch uns überrascht“, sagte Burkhard Kieker, Geschäftsführer der Berlin Tourismus Marketing GmbH. „Sie unterstreichen aber die Stabilität des Wachstums, das wir in den vergangenen Monaten im Berlin-Tourismus beobachten konnten.“ Allerdings blieben die Einschränkungen durch die Aschewolke nicht ohne Auswirkung. Speziell aus Übersee reisten weniger Gäste an.

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