Sozialatlas

20 Millionen Euro extra für Berlins Problemkieze

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Mehr Geld für Berliner Problemkieze

In einigen Stadtteilen herrscht Armut, Bildungsmangel und es gibt verwahrloste Wohnquartiere. Eine neue Förderstrategie des Berliner Senats soll Abhilfe schaffen. In fünf Stadtquartiere soll unter anderem für bessere Ausbildungschancen mehr Geld fließen.

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Die Berliner Kieze mit den größten sozialen Problemen bekommen 2011 noch mehr Geld als zuvor. Die Zahlungen aus dem Projekt "Aktionsräume plus" sollen dann bei 73 Millionen Euro liegen. Zuletzt waren es noch 53 Millionen. So soll die klare Trennung Berlins in arme und reiche Gegenden beendet werden.

Die fünf sozial schwächsten Kieze in Berlin will der Senat künftig gezielter fördern. In dem bereits als „Aktionsräume plus“ bekannten Projekt sollen die Mittel aus den verschiedenen Bund- Länder-Programmen zur Städtebauförderung und zum Stadtumbau gebündelt werden, sagte Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD). Standen im vergangenen Jahr 53 Millionen Euro bereit, sollen es 2011 insgesamt rund 73 Millionen Euro sein, wovon etwa 40 Prozent aus Landesmitteln stammen.

Die Problemkieze sind Kreuzberg- Nordost, Neukölln-Nord, Wedding/Moabit, Spandau-Mitte und Nord- Marzahn/Nord-Hellersdorf. Mit dem Beschluss reagiert der Senat auf die Ergebnisse eines Sozialatlasses, der genaue Daten über die Lebensverhältnisse in den einzelnen Berliner Kiezen geliefert hatte.

Für jedes der fünf Gebiete sollen bis Ende des Jahres Konzepte unter Einbeziehung der Bürger und der Bezirksämter entwickelt werden. Schwerpunkte sollen Bildung und Ausbildung, mehr Arbeitsplätze und Nachbarschaftsprojekte sein. So soll in Wedding/Moabit eine Agentur für Schule und Wirtschaft aufgebaut werden. Die Einrichtung soll benachteiligte Jugendliche besser auf die Berufstätigkeit vorbereiten.

( dpa/sh )