Hans Altendorf

Birthler-Direktor mit umstrittenem Vorleben

Hans Altendorf ist seit 2001 Direktor der Stasi-Unterlagenbehörde. Dabei war er selbst einst ein linker Polit-Aktivist, der sich von kommunistischen Diktaturen einspannen ließ. Zu seinen Mitstreitern zählten Agenten des DDR-Geheimdienstes und des sowjetischen KGB.

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Der Direktor der Birthler-Behörde, Hans Altendorf, hat in den 70er-Jahren in einer westdeutschen Gruppierung mitgewirkt, die vom Verfassungsschutz als „kommunistische Tarnorganisation“ bezeichnet wurde. Morgenpost Online liegen entsprechende Dokumente aus staatlichen Archiven in Berlin, Hamburg und Köln vor. Unter anderem befindet sich Altendorfs Name über Jahre zusammen mit hochkarätigen Kadern der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) auf Briefbögen der „Konferenz der Mitglieder des Weltfriedensrates in der BRD“. Beim Weltfriedensrat handelte es sich laut Verfassungsschutz-Berichten um die aktivste und bedeutendste Frontorganisation zur Unterstützung der sowjetischen Außenpolitik.

Altendorf nahm bislang keine Stellung zu seiner Angehörigkeit im Weltfriedensrat. Einer seiner Mitstreiter dort war der Wirtschaftsprofessor Gerhard Kade, der für für die DDR-Staatssicherheit als IM „Super“ und für das KGB als Agent „Robust“ spionierte. Ebenfalls in den 70er-Jahren wirkte der Behörden-Direktor im Arbeitsausschuss der Initiative „Weg mit den Berufsverboten“ mit. Dieser Ausschuss wurde über die Deutsche Friedensunion (DFU) mit SED-Geldern finanziert.