S-Bahn-Krise

Verkehrsausschuss befragt Bahn-Chef zu S-Bahn

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Bahn-Vorstand Rüdiger Grube musste am Mittwoch dem Verkehrsausschuss des Bundestages Rede und Antwort zur Berliner S-Bahn-Krise stehen. Das von der Bahn vorgelegte Gutachten reichte dem Gremium nicht aus. Ausschuss-Mitglieder äußerten Zweifel daran, dass die Bahn ihre Probleme im Griff hat.

Bahnchef Rüdiger Grube hat den Verkehrsausschuss des Bundestages am Mittwoch über die Konsequenzen aus den Mängeln bei der Berliner S-Bahn informiert. Externe Ermittler hatten am Vortag einen Bericht zur S-Bahn-Krise vorgelegt. Die Gutachter machen vor allem Konstruktionsfehler bei Rädern und Achsen für das monatelange Chaos bei der S-Bahn verantwortlich. Aber auch das Management habe grobe Pflichtverletzungen begangen.

Am Rande der Anhörung Grubes sagte SPD-Verkehrsexperte Uwe Beckmeyer, er sei skeptisch, ob die Bahn ihre Probleme – auch mit ihrer ICE-Flotte – im Griff habe. "Das Thema Sicherheit ist mit dem heutigen Tag noch nicht abgehakt."

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), der ebenfalls vor dem Ausschuss unter Vorsitz von Winfried Hermann sprach, stellte sich dagegen vor Grube. Das Management der Bahn habe inzwischen gehandelt. Ramsauer bestätigte eine geplante Gesetzesänderung mit dem Ziel, die Sicherheit auf dem Schienen-Netz zu verbessern. Er stelle sich vor, die Haftung der Herstellerfirmen über eine Änderung des Eisenbahngesetzes zu verstärken, sagte Ramsauer nach den Beratungen des Verkehrsausschusses.

( dpa/jw )