Tarifkonflikt

Streik bei Easyjet - Flüge in Schönefeld gestrichen

Beschäftigte der Fluggesellschaft Easyjet haben am Donnerstagmorgen am Airport Berlin-Schönefeld die Arbeit niedergelegt. 16 Flüge wurden gestrichen. Davon betroffen waren mehrere Hundert Passagiere, sagte ein Unternehmenssprecher.

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Beschäftigte der Fluggesellschaft Easyjet haben am Donnerstagmorgen am Airport Berlin-Schönefeld die Arbeit niedergelegt. 16 Flüge wurden gestrichen. Davon betroffen waren mehrere Hundert Passagiere, sagte ein Unternehmenssprecher.

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Im Tarifkonflikt um die Bildung eines Betriebsrates hat die Gewerkschaft Ver.di die rund 300 Easyjet-Beschäftigten am Flughafen Berlin-Schönefeld am Donnerstagmorgen zu einem Warnstreik aufgerufen. Wegen der um 5.30 Uhr begonnenen und bis 10.30 Uhr geplanten Arbeitsniederlegung wurden 16 Flüge (acht Flieger ab Berlin und die Rückflüge) gestrichen. Betroffen waren u.a. Verbindungen nach Basel, Mailand, Brüssel, Kopenhagen, Rom, London und Neapel. Der Streik traf mehrere Hundert Passagiere, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft. Ein Teil davon konnte umgebucht werden. Weitere Ausfälle im Tagesverlauf seien nicht zu erwarten.

Nach Gewerkschaftsangaben ist auch nach sieben Verhandlungstagen keine Einigung über einen Mitbestimmungstarifvertrag für das Cockpit- und Kabinenpersonal von Easyjet erzielt worden. Ver.di-Verhandlungsführer Holger Rößler sagte, man lasse sich nun nicht mehr länger hinhalten.

Der Streit zwischen der Geschäftsführung in London und den Beschäftigten am deutschen Stammsitz in Berlin schwillt bereits seit Monaten. Boden- und Luftpersonal wollen einen gemeinsamen Betriebsrat wählen. Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hatte geurteilt, dass für die im Flugbetrieb beschäftigten Arbeitnehmer eine Vertretung nur durch Tarifvertrag errichtet werden könne.