Vorschlag

Kleinstaaterei auf Berlins vereisten Gehsteigen

Berlins Politikern wird allmählich bewusst, dass die vereisten Gehsteige nicht länger hinzunehmen sind, denn sie sind lebensgefährlich. Berlins CDU-Vize Thomas Heilmann hat sich nun für einen "Eis-Gipfel" ausgesprochen.

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Berlins CDU-Vize Thomas Heilmann fordert für Berlin einen „Eisfreigipfel“. Auf dem Gipfel sollte die zeitraubende „Räumungs-Kleinstaaterei“ der Schneeräum-Firmen beseitigt werden, sagte Heilmann im Gespräch mit Morgenpost Online. Das fordere auch der Berliner CDU-Vorsitzende Frank Henkel seit längerem. Denn die meisten Firmen würden ihre Zeit nicht damit verbringen zu räumen oder zu streuen, sondern damit, von Einsatzort zu Einsatzort zu gelangen.

Heilmann: „Die Parzellen werden so getauscht und zusammengefasst, dass ganze Straßenzüge en bloc geräumt werden. Man braucht die Versicherungen am Tisch genauso wie den Hauseigentümerverein und den Verband der Wohnungsgesellschaften. Nicht alle werden gleich überall zustimmen, aber schon eine teilweise Zusammenfassung der Maschinenpflege schafft Kapazität für zusätzliches Räumen.“

Der Eisfreigipfel könne auch entscheiden, wo es Ausnahmen vom Salzeinsatz geben soll. Heilmann: „Bei Straßen haben wir es ja auch gelernt. Fünf Jahre lang war jedes Salz in Berlin verbannt, die Eistage führten ins Verkehrschaos und zu vielen Unfällen. Jetzt gibt es geringen Salzeinsatz in Hauptstraßen. So ginge es auch für die Fußgänger. Die bedrohlichsten Stellen und Gegenden ohne Bäume werden gemeinsam gesucht und mit Ausnahmegenehmigungen gesichert.“