Überfall am EC-Automaten

Täter gibt Messerangriff auf Polizisten zu

Ein als Intensivtäter geltender 18-Jähriger soll Anfang Januar einen Polizisten außer Dienst vor einem Geldautomaten in Berlin-Reinickendorf niedergestochen haben. Der Beamte erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Die Ermittler erkannten den mutmaßlichen Täter auf der Straße und griffen zu.

Zivilfahnder der Berliner Polizei haben am Donnerstagabend um 20 Uhr einen 18-Jährigen im Ortsteil Wedding festgenommen. Der Mann soll am 3. Januar 2010 einen Polizeibeamten außer Dienst an einem Geldautomaten an der Residenzstraße im Bezirk Reinickendorf niedergestochen haben.

Polizeibeamte erkannten den Verdächtigen an der Seestraße und griffen zu. Der Mann war in einem Auto unterwegs. Nach Informationen von Morgenpost Online ist der aus der Türkei stammende 18-Jährige der Polizei bereits wegen zahlreicher Straftaten bekannt und wird als Intensivtäter geführt. In den Monaten vor dem Raubüberfall soll er allerdings nicht mehr auffällig geworden sein. Nachdem sich zuletzt ein dringender Tatverdacht gegen den 18-Jährigen ergeben hatte, wurde dessen Wohnung an der Drontheimer Straße in Wedding von SEK-Beamten durchsucht, der Verdächtige blieb jedoch zunächst verschwunden.

In seiner Vernehmung räumte der Tatverdächtige den versuchten Raubmord ein. Gegen ihn wurde inzwischen Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des versuchten Mordes erlassen.

Das Opfer, der 47 Jahre alte Polizeioberkommissar Detlef P., erlitt bei dem Überfall drei Stichwunden. Ein Messerstich hatte auch das Herz getroffen. Das Opfer wurde in einer mehrstündigen Operation gerettet.