Flexity

Neue Straßenbahn bekommt Fahrgast-Design

Berlin bekommt 2011 die neue Straßenbahn "Flexity" - entworfen unter anderem von Fahrgästen. Die nämlich haben der BVG in Befragungen gesagt, was sie an der neuen Tram nicht so richtig gelungen finden. Und nach diesen Wünschen wird die Flexity nun umgebaut.

"Insgesamt 69 größere und kleinere Änderungen sind realisiert worden", sagt Klaus-Dietrich Matschke, Straßenbahn-Chef bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Denn obwohl die erstmals im September 2008 in Dienst gestellte Flexity viel Lob von Fachleuten und Fahrgästen erntete, hatten Befragungen doch in einigen Punkten Nachbesserungsbedarf ergeben. Auffälligste Änderung für die Fahrgäste sind die neuen Haltegriffe im Zug 4001. Sie sind viereckig statt rund, aus stabilem Metallguss statt aus Kunststoff und so groß, dass sich an ihnen mindestens zwei Fahrgäste festhalten können.

Änderungen gab es auch in der Gestaltung der sogenannten Multifunktionsbereiche, die für Rollstuhlfahrer, Kinderwagen, Gepäck und Fahrräder gedacht sind. "Die Bereiche sind jetzt deutlich mit dem Rollstuhlfahrer-Signet am Boden gekennzeichnet. Zum anderen haben wir die Stellplätze und Anlehnpolster neu gestaltet, sodass Rollstuhlfahrer sicherer und bequemer unterwegs sind", so Matschke. Im März beginnt die Serienfertigung der Flexity im sächsischen Bautzen. Die BVG hat bei Bombardier 99 Flexity-Bahnen in vier Versionen bestellt.

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.