Justizvollzugsanstalten

Elf Häftlinge begingen in Berlin Selbstmord

Zwischen Januar 2008 und November 2009 haben sich in den Berliner Justizvollzugsanstalten elf Häftlinge das Leben genommen. Das teilte Justizsenatorin Gisela von der Aue (SPD) auf eine Kleine Anfrage mit. Weit mehr Gefangene haben es versucht, scheiterten jedoch.

Elf Häftlinge haben sich in der Zeit zwischen Januar 2008 und November 2009 in den Berliner Justizvollzugsanstalten (JVA) das Leben genommen. Das teilte die Berliner Justizsenatorin Gisela von der Aue (SPD) auf eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Sven Rissmann mit. Weitere 38 Personen seien in der gleichen Zeit mit ihrem Selbstmordversuch gescheitert. In den Anstalten würden vielfältige Maßnahmen ergriffen, um Suizid vorzubeugen, schreibt von der Aue. Gefährdete Häftlinge seien entweder mit anderen Personen oder in einer gesicherten Zelle untergebracht. Die Mitarbeiter der JVA würden regelmäßig weitergebildet.

Neben den elf Selbstmorden habe es zwei weitere Todesfälle unnatürlicher Art gegeben. Ein Häftling verunglückte bei Freigang mit dem Motorrad, eine weitere Person erlag einer Überdosis Drogen. Auf natürliche Weise seien in den knapp zwei Jahren sechs Personen gestorben.

( dpa/sei )