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Schneetief "Daisy" legt Züge in Berlin lahm

"Daisy" war dann doch nicht so furchtbar - das Sturmtief ließ zwar reichlich Schnee über Berlin niedergehen, die Folgen aber hielten sich in Grenzen. Jedoch wurde die Bahn lahm gelegt: Züge des Regional- und Fernverkehrs blieben liegen, auch bei der S-Bahn kam es zu Ausfällen. Am Wochenende soll es weiter schneien - Berlin kann noch bis zu zehn Zentimeter Neuschnee bekommen.

Am Abend gab es im Bahn-Fernverkehr Verspätungen von bis zu zwei Stunden, außerdem wurde die Bahnstrecke zwischen Berlin und Cottbus gesperrt. Am Vormittag war es bei der Bahn zu Behinderungen im Regional- und Fernverkehr nahe dem Bahnhof Spandau gekommen. Nachdem mehrere Weichen eingefroren waren, stauten sich die Züge auf der Strecke. Betroffen waren laut Bahn die Linien Berlin-Hamburg, Berlin-Amsterdam, Berlin in Richtung Köln/Düsseldorf sowie die RE 6 Wittenberge-Neuruppin-Hennigsdorf-Spandau und die RB 10 Nauen-Berlin.

In der Nacht zu Sonnabend war in der Hauptstadt nur wenig Neuschnee gefallen, während des Tages schneite es jedoch fortdauernd. Auf den Straßen rollte der Verkehr nach Angaben der Polizei unbehindert. An der Bornholmer Straße kam der Verkehr auf der Ringbahn am Samstag gegen 10 Uhr kurzzeitig zum Erliegen, weil eine Weiche zugeweht worden war. Auf der S-Bahnstrecke nach Potsdam kam es zu Weichenstörungen. Auf Berlins Flughäfen war die Lage "vergleichsweise entspannt", sagte Flughafensprecher Ralf Kunkel - einige Flüge nach München und Frankfurt allerdings wurden gestrichen.

Der Deutsche Wetterdienst kündigte für die Nacht zum Sonntag weitere Schneefälle an. Es seien in Berlin bis zu zehn Zentimeter Neuschnee möglich, so Meteorologe Hans-Werner Voß.