"Letzte Generation"

Klima-Aktivisten blockierten Autobahn zum Berliner Flughafen

| Lesedauer: 2 Minuten
Teilnehmer eines Klimaprotests blockieren auf der A113 kurz vor der Ausfahrt zum Flughafen Berlin Brandenburg (BER) ·Willy Brandt· den Verkehr.

Teilnehmer eines Klimaprotests blockieren auf der A113 kurz vor der Ausfahrt zum Flughafen Berlin Brandenburg (BER) ·Willy Brandt· den Verkehr.

Foto: Christoph Soeder/dpa

Aktivisten der Klimaschutz-Bewegung "Letzte Generation" haben am Freitagmorgen die Autobahn von Berlin zum Flughafen BER blockiert.

Berlin. Klimaschutz-Demonstranten haben die Autobahn von Berlin zum Flughafen blockiert. Mehrere Männer und Frauen saßen am Freitagvormittag auf der Straße kurz vor der Abfahrt zum Flughafen, wie Reporter berichteten und auf Fotos der Initiative „Letzte Generation“ zu sehen war. Es kam zu einem längeren Stau.

Die Klimaprotest-Initiative teilte mit, ihre Mitglieder seien mit mehreren Autos nebeneinander auf der Autobahn immer langsamer gefahren, vor der Abfahrt hätten sie gehalten, die Autos quer gestellt, seien mit Warnwesten und Transparenten ausgestiegen und hätten sich auf der Straße festgeklebt.

Ein 31-Jähriger konnte nur vom Asphalt gelöst werden, indem die Fahrbahndecke aufgeschnitten wurde. Dann wurde ein Stück Asphalt herausgestemmt. Der Mann kam leicht verletzt ins Krankenhaus. Die Autobahnmeisterei besserte den Schaden anschließend aus.

Der Stau begann bereits in Adlershof, denn ab dort war die Autobahn bis zum Flughafen gesperrt. Passagieren wurde empfohlen, die Bahn zu nutzen.

Klima-Demonstranten hatten Protest am Flughafen angekündigt

“Das ist erst der Anfang der Flughafen-Unterbrechungen”, kündigt die Gruppierung an. In "stern TV" hatte die Aktivistin Carla Rochel am 6. November derartig weit greifende Blockaden begründet. Sie wünsche sich, dass dies nicht nötig wäre, aber es gehe nicht um einen Beliebtheitswettbewerb “sondern darum, dass der Gesellschaft bewusst wird, dass wir in eine Klimakatastrophe rasen“.

Die Gruppe fordert mehr Maßnahmen gegen den Klimawandel, etwa ein Tempolimit auf Autobahnen und billigen Nahverkehr. Seit Anfang des Jahres laufen die Blockaden in vielen deutschen Städten. Die Polizei hat Hunderte Strafverfahren wegen Nötigung und Widerstand eingeleitet.

Die Gruppe „Letzte Generation“ blockierte in den vergangenen Wochen fast täglich Straßen. Heftige Kritik gab es, als am 31. Oktober ein Spezialfahrzeug der Berliner Feuerwehr während einer Blockade in einem Stau stecken blieb. Das Fahrzeug sollte bei der Bergung einer lebensgefährlich verletzten Radfahrerin helfen. Die Frau starb einige Tage später.

Lesen Sie auch:

Verurteilte Kohlekraft-Gegner bleiben in Haft

"Letzte Generation": Was bringt der Protest der Aktivisten?

„Letzte Generation“: Warum ich die Wut der Gruppe verstehe

( dpa )