Prozess

Tödliche Familienfehde: Vater und Sohn vor Gericht

Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts.

Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts.

Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Am Mittwoch müssen sich drei Männer vor dem Berliner Landgericht für den Tod eines 42-Jährigen verantworten. Er starb durch Kopfschüsse.

Berlin. Nach tödlichen Schüssen auf einen 42 Jahre alten Mann beginnt am Mittwoch um 10 Uhr vor dem Berliner Landgericht der Prozess gegen drei Angeklagte. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass eine jahrelange Fehde zwischen zwei Familien in einen gemeinschaftlichen Mord gipfelte.

Angeklagt sind ein 52-jähriger Vater und sein 34-jähriger Sohn sowie dessen 29-jähriger Cousin. Der Sohn soll Anfang Oktober 2021 vor einer Shisha-Bar in Berlin-Wedding auf das Opfer geschossen haben. Der 42-Jährige sei durch zwei gezielte Schüsse in den Kopf getötet worden. Die beiden Mitangeklagten hätten den Angriff abgesichert.

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Kopfschuss während offenem Vollzug: Vater und Sohn bilden kriminelles Duo

Der mutmaßliche Schütze und sein Vater befanden sich den Angaben zufolge zur Tatzeit im sogenannten offenen Vollzug und durften das Gefängnis tagsüber verlassen. Beide verbüßten jeweils drei Jahre Haft wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung.

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Die Strafe hatten sie wegen eines Angriffs auf den 42-Jährigen im Oktober 2018 nach einer Hochzeitsfeier erhalten. Damals kam eine Schwester beziehungsweise Tochter der beiden Männer durch einen Schuss ums Leben. Dieser hatte sich aus einer Waffe gelöst, die ein anderer Sohn des 52-Jährigen nicht ausreichend gesichert hatte.

( dpa )