Volksfest

Feuerwerk zum Ende der Maientage: Suche nach neuem Standort

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dpa
Ein Feuerwerk ist am letzten Wochenende der Maientage in der Hasenheide zu sehen.

Ein Feuerwerk ist am letzten Wochenende der Maientage in der Hasenheide zu sehen.

Foto: dpa

Finale bei den Maientagen: Mit dem Ende des Volksfestes in der Hasenheide am Sonntag stellt sich die Frage nach der Zukunft. Am bisherigen Standort soll es nicht weitergehen.

Berlin. Für Volksfestfans ist es ein echter Einschnitt: Nachdem Buden und Fahrgeschäften bei den Maientagen in Neukölln drei Wochen lang noch einmal auf der Hasenheide ihren Platz gefunden haben, ist die Zukunft offen. Der Jahrmarkt soll umziehen, damit sich die Grünfläche in dem Neuköllner Park erholen kann. Eine Petition der Schausteller setzt sich dafür ein, dass das traditionelle Volksfest gerettet wird und auf das benachbarte Tempelhofer Feld zieht. "Wenn die Neuköllner Maientage aus dem Bezirk verschwinden müssen, fehlt den Menschen ein weiteres Fest, das von allen Bevölkerungsschichten und quer durch alle Kulturen des Bezirks geliebt wird", heißt es in dem Aufruf.

Am Samstagabend gab es zum Abschied ein Feuerwerk, das den Himmel über der Hasenheide zumindest kurz noch einmal zum Leuchten brachte, während die Fahrgeschäfte die Lichter ausgeschaltet hatten. Der traditionsreiche Jahrmarkt war am letzten Abend der 55. Maientage noch einmal gut besucht. Neben Riesenrad und Achterbahn gab es auch Live-Musik. Letzter Festtag war am Sonntag.

Unklar ist, wie es weitergeht. Der Neuköllner Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) erklärte, er wolle die Maientage als großes Volksfest erhalten. Er sei dazu im Gespräch mit verschiedenen Mitgliedern des Senats. "Gerade der Erfolg der diesjährigen Maientage zeigt, wie wichtig solche Veranstaltungen für Berlin sind. Ich freue mich deshalb, dass auch beim Senat das Verständnis wächst." Am liebsten wäre ihm demnach, die Maientage auf dem Tempelhofer Feld fortzusetzen. "Dazu werde ich in den nächsten Wochen weitere Gespräche führen. Bis zum Herbst brauchen wir eine Lösung."

Der Hasenheide gehe es schlecht. "Jahrelange Trockenheit gefährdet die vielleicht wichtigste Grünfläche in Neukölln: 50 Hektar Park mitten in einigen der dichtesten besiedelten Kieze in Berlin." Der Park müsse langfristig als Naherholungsgebiet erhalten bleiben. Deshalb habe sich der Bezirk um ein 5-Millionen-Euro-Projekt beim Bund beworben, um die Hasenheide auf neue klimatische Bedingungen vorzubereiten. "Mehr Schatten, weniger Verdunstung, neue resistentere Baumsorten - das sind einige der Themen, die wir jetzt angehen, um die Hasenheide umzubauen."

© dpa-infocom, dpa:220521-99-375827/3

( dpa )