Klarer Sieg

BR Volleys klettern auf zweiten Tabellenrang

Leichtes Spiel, leichter Sieg für die ersatzgeschwächten BR Volleys: Gegen Unterhaching gewannen sie 3:0.

Einer der leichtesten Siege der Saison für Trainer Cédric Énard und die BR Volleys: Beim 3:0 gegen Unterhaching waren sie kaum gefordert.

Einer der leichtesten Siege der Saison für Trainer Cédric Énard und die BR Volleys: Beim 3:0 gegen Unterhaching waren sie kaum gefordert.

Foto: Andreas Gora / picture alliance/dpa

Die BR Volleys haben mit einem ungefährdeten 3:0 (25:21, 25:8, 25:17)-Erfolg über Neuling TSV Unterhaching Platz zwei in der Tabelle der Volleyball-Bundesliga erobert. Trotz der großen Verletzungssorgen und einer durchschnittlichen Leistung geriet der zehnmalige deutsche Meister nie in Gefahr und feierte in nur 64 Minuten seinen sechsten Bundesligasieg in Folge. Am Sonnabend (16 Uhr) bestreitet er im Sportforum Höhenschönhausen das Derby gegen den VC Olympia.

Trainer Cédric Énard musste Benjamin Patch, Sergej Grankin, Samuele Tuia, Kévin Le Roux und Robin Baghdady ersetzen - eine Ansammlung erstklassiger Spieler. Trotzdem nutzte der Franzose die Chance, Adam Kowalski für Stammlibero Julian Zenger eine Bewährungschance zu geben. Denys Kaliberda, im Dezember nachverpflichtet, stand erstmals in der Startformation anstelle von Tim Carle. Im Mittelblock wurde anstelle von Olympiasieger Éder Carbonera sein brasilianischer Landsmann Renan Michelucci aufgeboten. Und Patch, der sich am Montag im Training einen Bänderriss am Knöchel des linken Fußes zugezogen hatte, wurde vom Brasilianer Davy Moraes vertreten.

Zwischenzeile: Den stärksten Eindruck hinterlässt Kaliberda

Den stärksten Eindruck dieser Drei hinterließ der deutsche Nationalspieler Kaliberda, der auch den Matchball verwandelte. Aber die Hachinger waren auch kein ernsthafter Prüfstein für ein Champions-League-Team wie die Berliner. Sie sind mehr ein Projekt für die Zukunft. Trainiert vom Ex-Nationalspieler Patrick Steuerwald schicken sie fast ausschließlich deutsche Talente ins Bundesligarennen, damit sie lernen. Dazu bekamen sie in Berlin reichlich Gelegenheit.

Anfangs fremdelten die Gastgeber in der wegen Corona leeren Schmeling-Halle mit ihrer ungewohnten Formation. Énard wirkte am Rand des Spielfeldes nicht begeistert. Doch acht Aufschlagfehler der Gäste allein in diesem Durchgang machten den Berlinern ein Verlieren quasi unmöglich. Im zweiten Durchgang war es teilweise vogelwild, was der TSV bot und hatte mit einem geordneten Volleyballspiel nicht mehr viel zu tun. Er ging mit 25:8 an die BR Volleys. Von da an war der Sieg der BR Volleys nur noch eine Formsache. Der Rest war Spaß, besonders für Cody Kessel (12 Punkte) und den zum wertvollsten Spieler gewählten Anton Brehme (11).

"Das war jetzt nicht der Gegner, den wir brauchen, um uns weiterzuentwickeln", kommentierte Volleys-Geschäftsführer Kaweh Niroomand, "aber es ist ganz gut, dass wir so die Gelegenheit hatten, einige Spieler zum Einsatz kommen zu lassen, die sonst nicht so viel spielen." Besonders treffe dies auch auf Kaliberda zu: "Es ist wichtig, dass er in seinen Spielrhythmus kommt. Wir werden ihn noch brauchen." Wenn auch nicht gegen Unterhaching.

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