Polizei und Feuerwehr

Blaulicht-Blog: Betrunkene behauptet, dass sie Corona hat

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr von Montag, 23. März 2020.

Ein leuchtendes Blaulicht ist auf dem Dach eines Funkstreifenwagens zu sehen.

Ein leuchtendes Blaulicht ist auf dem Dach eines Funkstreifenwagens zu sehen.

Foto: dpa

+++ Frau bespuckt Polizisten und sagt, dass sie Corona hätte +++

Gegen ein Ehepaar aus Berlin ist am Wochenende eine Strafanzeige gegen das Infektionsschutzgesetz erstattet worden. Das Paar hielt sich in einem Garten in Neustrelitz auf. Laut Verordnung dürfen sich aber keine Touristen mehr in Mecklenburg-Vorpommern aufhalten. Während der polizeilichen Maßnahmen beleidigten sie die Beamten mehrfach. Die 39-Jährige war stark alkoholisiert und bespuckte die Beamten zudem mit dem Hinweis, dass sie Corona hätte. Das Ehepaar ist abgereist und hat sich am Folgetag telefonisch bei den Polizisten entschuldigt. Die Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Nötigung wurden trotzdem aufgenommen.

+++ Unbekannte attackieren U-Bahn-Fahrgast +++

Unbekannte haben am Sonntagabend einen jungen Mann in einer U-Bahn der Linie U8 verletzt. Wie die Polizei mitteilte, bestiegen der 22-Jährige und seine 15 Jahre alten Freundin gegen 18.15 Uhr in Kreuzberg am Kottbusser Tor einen Zug in Richtung Alexanderplatz, als ein Mann vom Bahnsteig aus versucht habe, mit der 15-Jährigen zu flirten. Nachdem der 22-Jährige den Flirtenden aufgefordert hatte zu gehen, stieg eine offensichtlich zum Flirtenden gehörende Männergruppe in den Zug und attackierte den 22-Jährigen. Auf der Fahrt bis zum Alexanderplatz hielten die Unbekannten den jungen Mann fest, fügten ihm einen Kopfstoß zu und schlugen ihn. Am Alexanderplatz gelang dem Paar die Flucht. Polizeikräfte alarmierten Sanitäter, die den Verletzten, der unter anderem einen Nasenbeinbruch erlitten hatte, in ein Krankenhaus brachten. Die Ermittlungen dauern an.

+++ Radfahrer stirbt bei Unfall - nach Sturz von Lkw erfasst +++

Ein 44 Jahre alter Radfahrer ist am Montag in Potsdam nach einem Sturz von einem Lkw erfasst worden und dabei ums Leben gekommen. Der Radfahrer und der Lastwagen waren am Montagmorgen im Stadtteil Babelsberg unterwegs, wie die Polizei mitteilte. Warum der Mann von seinem Rad stürzte, war zunächst unklar. Er erlag seinen schweren Verletzungen laut Polizei noch an der Unfallstelle. Der Lkw-Fahrer stand den Angaben zufolge unter Schock und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei sucht nun Zeugen des Unfalls. Die Rudolf-Breitscheid-Straße sei im Unfallbereich bis etwa 10.00 Uhr gesperrt gewesen. Auch zu Einschränkungen im Straßenbahnverkehr sei es gekommen.

+++ Nachbar beschwert sich über Musik - Mann bedroht ihn mit Kettensäge +++

Mit einer Kettensäge soll ein Mann in Bad Belzig (Landkreis Potsdam-Mittelmark) einen Nachbarn bedroht haben, weil der sich bei ihm über zu laute Musik beschwert hatte. Ein 62-Jähriger habe sich am Samstagabend zweimal bei seinem jüngeren Nachbarn (37) über die Lautstärke beklagt, berichtete die Polizei am Montag. Bei seiner zweiten Beschwerde habe der 62-Jährige aufgebracht mit den Fäusten gegen die Wohnungstür geklopft. Daraufhin sei ihm der 37-Jährige mit einer Kettensäge in der Hand gegenübergetreten und habe ihn damit bedroht. Der ältere Mann rief die Polizei, der jüngere gab an, die Säge nicht angeschaltet und nur zum Selbstschutz in die Hand genommen zu haben, wie die Beamten berichteten.

+++ Vier Menschen bei Auffahrunfall verletzt +++

Vier Menschen sind am Montagmorgen bei einem Auffahrunfall in Kolkwitz (Landkreis Spree-Neiße) leicht verletzt worden. Insgesamt fünf Fahrzeuge, darunter ein LKW und ein Transporter stießen gegen 7.00 Uhr hintereinander aus ungeklärter Ursache bei Klein Gaglow zusammen, wie die Polizei mitteilte. Die B169 war wegen der Rettungs- und Bergungsarbeiten für rund drei Stunden gesperrt. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an. Es entstand ein Sachschaden von mindesten 40 000 Euro.

+++ Nach Tötungsdelikt in Basdorf: Mann stellt sich in Prag +++

Zwei Wochen nach dem Fund einer Leiche im Wandlitzer Ortsteil Basdorf (Barnim) hat sich ein Mann bei der Polizei in Prag zu dem Tötungsdelikt bekannt. Die Aussage des bisher nicht identifizierten Mannes stimme mit den Ermittlungen der Mordkommission überein, wie die Polizei am Montag mitteilte. Demnach ließen sich dem Mann Spuren am Tatort zuordnen. Das Amtsgericht Frankfurt (Oder) erließ einen europäischen Haftbefehl. Wann der Mann ausgeliefert wird, war am Montag noch unklar. Der Tote war am 9. März aufgrund von Blutspuren im Treppenhaus in einer Wohnung in der Straße Am Markt gefunden worden.

+++ Auto und Führerschein beschlagnahmt +++

Polizisten haben am Sonntagnachmittag in Tempelhof einen Wagen und den Führerschein eines 27 Jahren alten Mercedes-Fahrers beschlagnahmt. Wie die Polizei mitteilte, fuhr ein Polizist außer Dienst gegen 17.30 Uhr auf dem Tempelhofer Damm in Richtung Mariendorfer Damm, als ihn ein Mercedes mit überhöhter Geschwindigkeit überholt haben soll. In der Folge soll der Fahrer wiederholt ohne zu blinken die Fahrstreifen gewechselt haben. An der Kreuzung Tempelhofer Damm/Friedrich-Karl-Straße/Ordensmeisterstraße soll der 27-Jährige Mercedes-Fahrer auf den Fahrstreifen für Linksabbieger gewechselt und dort bei roter Abbiegeampel gefahren sein. Der Polizist entschied sich, den Fahrer an der Kreuzung Mariendorfer Damm/Ullsteinstraße anzuhalten und gab sich als Polizeibeamter zu erkennen. Im Fahrzeug sollen sich noch die beiden Brüder des 27-Jährigen befunden haben, wovon der 19-Jährige der Halter des Mercedes war. Polizisten erwirkten eine richterliche Anordnung zur Beschlagnahme des Fahrzeuges und des Führerscheines des 27-Jährigen. Neben den Ordnungswidrigkeitenanzeigen fertigten die Beamten zudem eine Strafanzeige gegen den Fahrer wegen des Verdachts des verbotenen Kraftfahrzeugrennens. Die Ermittlungen dauern an.

+++ Autofahrer musste reanimiert werden +++

Ein 56 Jahre alter Autofahrer ist am Sonntagabend in Mitte aus mutmaßlich gesundheitlichen Gründen von der Fahrbahn abgekommen. Wie die Polizei mitteilte, beobachteten Zeugen, wie der Mercedes-Fahrer kurz vor 19.30 Uhr an der Kreuzung Torstraße/Rosa-Luxemburg-Straße trotz grüner Ampel nicht weiterfuhr. Nachdem die Fahrerin hinter ihm hupte, soll der Mercedes langsam angerollt und mit geringer Geschwindigkeit rechts gegen ein Gehweggeländer gefahren sein. Der 56-Jährige war nicht ansprechbar, sodass Polizeibeamte die Seitenscheibe des Fahrzeuges einschlugen, um die Zentralverriegelung zu lösen und den Fahrer aus dem Fahrzeug zu holen. Hierbei verletzte sich ein Polizeioberkommissar leicht an der Hand. Da bei dem 56-Jährigen nur ein schwacher Puls festgestellt werden konnte, leiteten die eingesetzten Polizeikräfte, unter Beisein eines zufällig anwesenden Arztes, Reanimationsmaßnahmen ein. Diese setzten Kräfte der Feuerwehr fort, bis der 56-Jährige so kreislaufstabil war, dass er in ein Krankenhaus zu stationären Behandlung gebracht wurde. Für den Zeitraum der Rettungsmaßnahmen und der Verkehrsunfallaufnahme war die Torstraße in Richtung Karl-Liebknechtstraße gesperrt. Hiervon betroffen war auch der Busverkehr der Linie 142.

+++ Diebestour gestoppt - Zwei Männer festgenommen +++

Polizisten haben in der Nacht zu Montag in Adlershof zwei Männer nach versuchten Diebstählen aus Fahrzeugen vorläufig festgenommen. Wie die Polizei mitteilte, hörte ein Paar gegen 22 Uhr die Alarmanlage eines in der Zinsgutstraße geparkten Mercedes Sprinters und sah vom Balkon aus zwei Personen, die mit einem Renault-Kombi vom Ort flüchteten. Rund 15 Minuten später ertönte einige Straßen weiter in der Otto-Franke-Straße ebenfalls die Alarmanlage eines Mercedes Sprinters. Auch hier entfernte sich nach Zeugenangaben ein Kombi vom Tatort. In beiden Fällen waren die Hecktüren der Sprinter aufgebrochen worden. Polizeikräfte entdeckten kurz darauf einen Renault-Kombi auf einem Parkplatz in der Nähe und nahmen die beiden Insassen fest. Es handelt sich hierbei um zwei Männer im Alter von 29 und 30 Jahren. Sie stehen im Verdacht, die Einbrüche in die Sprinter begangen zu haben. Beute machten sie offenbar nicht. Die Festgenommenen wurden in ein Polizeigewahrsam gebracht und der Kriminalpolizei übergeben

+++ Unfall in Lichtenberg - Fünf Verletzte, darunter Baby +++

Bei einem schweren Unfall im Lichtenberger Ortsteil Alt-Friedrichsfelde sind am Sonntag zwei Männer, eine Frau und zwei Kinder verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Unfall gegen 17.55 Uhr auf der Straße Alt-Friedrichsfelde, als ein 80 Jahre alter Suzuki-Fahrer in Richtungs Rhinstraße unterwegs war. Der Mann fuhr dort auf einen im Halteverbot stehenden Mitsubishi auf. Bei dem Aufprall wurden die vier Insassen des Mitsubishis, ein 26-Jähriger, eine gleichaltrige Frau, ein fünfjähriges Mädchen und ein drei Monate altes Baby verletzt. Sie wurden zu Behandlungen in ein Krankenhaus gebracht wurden. Der 80-Jährige erlitt Kopf- und Rumpfverletzungen und kam zur ärztlichen Versorgung in eine Klinik, die er anschließend wieder verlassen konnte. Die Polizei ermittelt zum Unfallhergang.

+++ Mann in Neukölln mit Messer verletzt +++

In der Nacht zu Montag ist ein Mann in Neukölln unter anderem mit einem Messer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, geriet der 33-Jährige kurz vor 23 Uhr auf dem Bahnsteig des U-Bahnhofs Boddinstraße mit drei unbekannten Männern in einen Streit. Im weiteren Verlauf wurde der 33-Jährige an den Haaren in Richtung eines Ausgangs gezogen und dann mit Schlägen, einer Flasche und einem Messer angegriffen. Anschließend flüchteten die Unbekannten. Rettungskräfte brachten den 33-Jährigen mit Schnittverletzungen am Hals, Stichverletzungen am Rücken und am Gesäß sowie Kopfverletzungen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Die Kriminalpolizei ermittelt.

+++ Wohnungsbrand in Steglitz - Mieter festgenommen +++

In Steglitz ist es am Sonntagabend zu einem Wohnungsbrand gekommen. Wie die Polizei mitteilte, wurden die Einsatzkräfte gegen 21.40 Uhr zu dem Feuer in einem Zimmer der im zweiten Obergeschoss gelegenen Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Karl-Stieler-Straße alarmiert. Noch während der Löscharbeiten nahmen Polizeikräfte den Mieter der Wohnung vorläufig fest, da der Verdacht bestand, dass er den Brand vorsätzlich gelegt haben könnte. Der 32-Jährige wurde zur erkennungsdienstlichen Behandlung und Blutentnahme in ein Polizeigewahrsam gebracht. Ein Brandkommissariat ermittelt.

+++ Auto brennt auf Supermarktgelände in Schöneberg +++

Bei einem nächtlichen Brand auf einem Supermarkt-Parkplatz in Schöneberg ist ein Auto zerstört worden. Der Wagen fing am frühen Montagmorgen kurz vor 2 Uhr auf dem Supermarktgelände am Vorarlberger Damm Feuer, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Die Brandbekämpfer konnten die Flammen unter Kontrolle bringen und löschen. Verletzt wurde dabei niemand. Die Brandursache war am Morgen noch unklar.

In der Hauptstadt werden nachts immer wieder Fahrzeuge meist durch Brandstiftungen zerstört oder beschädigt, am vergangenen Freitag ein Wagen in Tegel.

+++ Brandenburger Autofahrer durchbrechen Kontrollstellen +++

Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern ermittelt gegen zwei Autofahrer aus Brandenburg, die Kontrollstellen für das Einreiseverbot durchbrochen haben und unerlaubt ins Land gefahren sind. Wie ein Polizeisprecher am Montag sagte, ereigneten sich beide Vorfälle am Samstag auf der Bundesstraße 109 bei Rollwitz (Vorpommern-Greifswald) und auf der Bundesstraße 96 nahe Neustrelitz. Niemand sei dabei verletzt worden. Die Flüchtenden seien nicht verfolgt worden, da die Kennzeichen und die Halter der Fahrzeuge bekannt seien. Den Tatverdächtigen wird Missachtung von Haltesignalen und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen.

In Mecklenburg-Vorpommern besteht im Zusammenhang mit dem Vorgehen gegen das Coronavirus ein Einreiseverbot für Einwohner anderer Bundesländer, wenn sie nicht zur Arbeit in den Nordosten müssen. Rollwitz grenzt an die Uckermark, Neustrelitz an die Region Oberhavel. Am Wochenende waren im Süden des Landes rund 6000 Autos kontrolliert worden, wobei etwa jedes zehnte Fahrzeug wieder umkehren musste. Betroffen waren rund 1000 Passagiere.

+++ Unbekannter raubt Tankstelle in Potsdam aus +++

Nach einem Überfall auf eine Tankstelle im Potsdamer Stadtteil Babelsberg fahndet die Polizei nach einem unbekannten Täter. Der Mann habe am Sonntagabend die Tankstelle betreten und die Verkäuferin mit einem Messer bedroht, teilte eine Sprecherin mit. Dann habe er das Geld aus der Kasse genommen und sei zu Fuß in unbekannte Richtung verschwunden. Zuerst hatte die „Märkische Allgemeine Zeitung“ über den Fall berichtet. Wie viel Geld der Täter erbeutet hatte, war zunächst nicht bekannt.