Europa League

Gladbach scheitert - Frankfurt folgt „Wölfen“ in K.o.-Phase

Borussia Mönchengladbach scheiterte im Gruppenfinale der Europa League gegen Istanbul Basaksehir.

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Ausgerechnet Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach hat in der Fußball-Europa-League den kompletten Durchmarsch des Bundesliga-Trios in die K.o.-Phase platzen lassen. Während Eintracht Frankfurt dem VfL Wolfsburg (1:0 gegen AS St. Etienne) zum Vorrundenabschluss sogar trotz einer peinlichen 2:3 (2:1)-Heimpleite gegen Vitoria Guimaraes in die Runde der besten 32 folgte, scheiterten die Fohlen im Gruppenfinale gegen Istanbul Basaksehir durch ein unerwartetes 1:2 (1:1).

Damit sind die Rheinländer der erste Totalausfall der deutschen Eliteklasse nach den Gruppenspielen der laufenden Europacup-Saison. Bei der Auslosung der Zwischenrunde am Montag (13.00 Uhr) in Nyon ist neben Wolfsburg und Frankfurt auch Bayer Leverkusen nach seinem Vorrunden-K.o. in der Champions League in der Trommel.

Mönchengladbach verspielte den fest eingeplanten Sprung in die nächste Runde fünf Tage nach dem 2:1-Triumph gegen den deutschen Meister Bayern München in der Schlussphase. Zwar brachte Marcus Thuram (32.) die Mannschaft von Trainer Marco Rose wie erhofft in Führung und damit auf Kurs in Richtung des noch benötigten Punktes, doch noch vor der Pause schlugen die Türken durch Irfan Kahveci (44.) zurück und rissen die Überflieger vom Niederrhein durch Enzo Crivelli (90.) noch aus allen Europacup-Träumen. In der Nachspielzeit hatte Thuram mit einem Kopfball an den Pfosten zudem großes Pech.

Frankfurt kann das Spiel drehen

In Frankfurt drehten Danny da Costa (31.) und Daichi Kamada (38.) das Spiel nach der frühen Führung der Portugiesen durch Rochinha (8.) vor der Pause vorübergehend für die Hessen. Al Musrati (85.) und Marcus Edwards (87.) verhinderten aber in der Schlussphase noch Frankfurts vierten Vorrundenerfolg. Lediglich aufgrund der Schützenhilfe von Gruppensieger FC Arsenal durch ein 2:2 (0:0) beim Eintracht-Rivalen Standard Lüttich nach 0:2-Rückstand blieb der Halbfinalist der vergangenen Saison trotz der unnötigen Niederlage im Wettbewerb.

Paulo Otavio trifft für Wolfsburg

Die „Wölfe“ schlossen die Gruppenphase im Schongang ab. Für die Gastgeber traf drei Tage vor Mönchengladbachs Auftritt bei den Norddeutschen der Brasilianer Paulo Otavio (52.) zum Erfolg. Insgesamt hielten sich die Spieler von VfL-Coach Oliver Glasner jedoch spürbar zurück, nachdem die Niedersachsen die Qualifikation für die nächste Runde schon vorzeitig unter Dach und Fach gebracht hatten. Der Gruppensieg blieb den Gastgebern aber verwehrt.