Volleyball

BR Volleys rechnen mit hochmotivierten Gegnern

Der Titelverteidiger geht als Favorit in die Saison. Die Berliner müssen ohne ihre verletzten Neuzugänge Patch und Reichert auskommen.

Volleys-Manager Kaweh Niroomand gibt als Ziel die Meisterschaft aus

Volleys-Manager Kaweh Niroomand gibt als Ziel die Meisterschaft aus

Foto: pa

Berlin. Als haushoher Favorit bestreiten die Berlin Volleys am Samstag (1900 Uhr) ihr erstes Saisonspiel in der Volleyball-Bundesliga beim Aufsteiger Grizzlys Giesen. Vor der Partie in der Hildesheimer Volksbank-Arena warnt Trainer Cedric Enard jedoch ganz allgemein vor hochmotivierten Gegnern. «Alle Mannschaften werden sich ganz besonders anstrengen, um uns als deutschen Meister zu schlagen», sagt der Franzose.

Die BR Volleys müssen in den ersten Wochen ohne ihre verletzten Neuzugänge Benjamin Patch und Moritz Reichert auskommen. «Beide sollten bei uns eine tragende Rolle übernehmen», sagte Manager Kaweh Niroomand. Auf der im Volleyball so wichtigen Diagonalposition wird der 2,05 Meter große Kyle Russell den aus Valencia geholten Patch ersetzen. Für die beiden Plätze im Außenangriff stehen Enard nach dem Ausfall von Reichert mit Adam White, Samuel Tuia und Egor Bogachev nur noch drei Spieler zur Auswahl.

Benjamin Patch hatte unlängst bei der WM in Italien und Bulgarien mit den USA die Bronzemedaille gewonnen. Der 24-Jährige war kurz danach in Berlin ins Training bei seinem neuen Verein eingestiegen. Dabei zog er sich eine Meniskusquetschung sowie einen Sehnenanriss im Knie zu. «Das ist eine typische Verletzung, wie sie bei zu hoher Belastung entsteht», sagte Niroomand.

Niroomand kritisiert Weltverband

Schon mehrfach hatte der Volleys-Manager den Vorwurf geäußert, der Weltverband nehme bei seinen Terminplanungen für internationale Wettbewerbe zu wenig Rücksicht auf die Belastbarkeit der Spieler und auf die Interessen ihrer Vereine. Allerdings sind die BR Volleys überzeugt davon, die Spielerausfälle vorübergehend kompensieren zu können. «Wir haben genügend gute Leute und einen Kader, der in der Lage ist, wieder um den Titel mitzuspielen», sagte Niroomand.

Dass bei sieben Neuzugängen anfangs noch nicht alles rund laufen kann bei den Volleys, ist den Verantwortlichen bewusst. «Individuell sind wir sicher nicht schlechter besetzt als in der vergangenen Saison. Aber Spieler wie Robert Kromm oder Paul Carroll als Persönlichkeiten zu ersetzen, das muss erst noch wachsen», erklärte der Manager.

Zuspieler Sebastian Kühner, der neue Mannschaftskapitän, hat nach der Saisonvorbereitung immerhin schon ein gutes Binnenklima im Kader ausgemacht: «Die Leute sind alle so motiviert, dass man nur noch die grobe Richtung vorgeben muss».

Mehr über die BR Volleys:

„BR Volleys wollen immer gewinnen“

Anlauf zur zehnten Meisterschaft

Volleys-Boss Kaweh Niroomand – „Der Sport ist politisch“

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.