Nach "Xavier"

Weiter Probleme auf der Bahnstrecke Berlin-Hamburg

Tag fünf nach „Xavier“: Bahnreisende müssen sich immer noch auf Einschränkungen gefasst machen. Aber es gibt auch gute Nachrichten.

Reisende steigen in Hamburg am Hauptbahnhof in einen ICE nach Berlin ein

Reisende steigen in Hamburg am Hauptbahnhof in einen ICE nach Berlin ein

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

Berlin. Die Bahn kämpft sich langsam aus dem unwetterbedingten Fahrplan-Chaos. Mit Betriebsbeginn an diesem Dienstag soll auf der Verbindung zwischen Dortmund und Hamburg der reguläre Verkehr wieder losgehen. Die Aufräum- und Reparaturarbeiten seien beendet, teilte die Deutsche Bahn mit. Gleiches gelte für die Verbindung Berlin-Leipzig, auf der laut Bahn bereits seit Sonntag Züge wieder ohne Einschränkungen fahren.

Der schwere Sturm „Xavier“ war am Donnerstag über Nord- und Ostdeutschland hinweggezogen. Mehrere Menschen kamen ums Leben. An vielen Bahnstrecken entstand erheblicher Schaden.

Probleme gibt es weiterhin auf der Strecke von Berlin in Richtung Hamburg - sie ist erst ab kommendem Montag (16. Oktober) wieder zweigleisig befahrbar, wie die Bahn mitteilte. Der Fernverkehr werde weiterhin über Stendal (Sachsen-Anhalt) und Uelzen (Niedersachsen) umgeleitet. In der Gegenrichtung von Hamburg nach Berlin rollen die Züge dagegen bereits seit Sonntag wieder auf der planmäßig vorgesehenen Strecke.

Betroffen ist außerdem die Strecke Berlin-Cottbus. Wann dort wieder der Regelbetrieb laufen kann, ist noch nicht klar. Laut der Ostdeutschen Eisenbahn (Odeg) ist zwischen Königs Wusterhausen und Lübbenau ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Im Laufe der Woche solle die Strecke Königs Wusterhausen - Cottbus eingleisig befahren werden - zunächst im Dieselbetrieb, dann elektrisch, so der Bahn-Sprecher.

Die RE 7-Linie ist noch zwischen Flughafen Berlin-Schönefeld und Wünsdorf-Waldstadt unterbrochen. Sie soll im Laufe der Woche freigegeben werden.

Das hat Sturmtief "Xavier" angerichtet
Das hat Sturmtief "Xavier" angerichtet

„Teilweise hatten sich Fundamente der Oberleitungen aus dem Boden gelöst, die komplett neu gebaut werden müssen“, erläuterte die Bahn mit Blick auf die Schäden nach „Xavier“. „Rund um die Uhr arbeiten Spezialkräfte weiter an der Beseitigung der Sturmschäden und der Wiederherstellung der Signal- und Oberleitungsmasten.“ Die Bahn empfiehlt Reisenden, sich vor Fahrtantritt etwa auf bahn.de/aktuell zu informieren.

Im Regionalverkehr gibt es gute Nachrichten für die Pendler zwischen Hamburg und Bremen. Hier fahren wieder Regionalexpress-Züge der Bahngesellschaft Metronom. Die Verbindung sei wieder freigegeben, teilte das Unternehmen am Montagabend in Uelzen mit. Es sei jedoch mit Verspätungen zu rechnen.

Auf der Regionalexpress-Verbindung zwischen Cuxhaven, Stade und Hamburg sollen ab diesem Dienstag mit Betriebsstart auch auf dem Abschnitt zwischen Stade und Hamburg wieder Züge rollen. Dieser Teil war zuvor noch gesperrt.