City West

2500 Teilnehmer bei Demo gegen Rassismus und AfD

Weniger Menschen als erwartet protestieren in Berlin gegen Rassismus und die AfD. Bis zum Abend blieb es friedlich.

Foto: Thomas Peise

Die City West war von Sonnabendmittag an für einige Stunden von etwa 2500 Demonstranten belagert, die gegen Rassismus protestierten. Einen Tag vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern wollten die Demonstranten aber vor allem zum Widerstand gegen die AfD aufrufen. Vertreter der Linken, SPD, Grünen und Piraten nahmen ebenso an der lautstarken Protestveranstaltung teil, wie auch Verdi-Gewerkschafter, Angehörige von Attac sowie Gruppen, die sich für die Rechte Homosexueller einsetzen. Auch die Ablehnung des geplanten Handelsabkommens TTIP wurde auf Transparenten thematisiert.

Die Veranstaltung hatte gegen 14 Uhr mit einer Kundgebung am Adenauerplatz in Charlottenburg begonnen. Der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, betonte in einem Grußwort, die AfD hetze Menschen, die sich um ihre Zukunft sorgen, aufeinander. Der Vorsitzende des Zen­tralrates der Muslime, Aiman Mazyek, kritisierte, die AfD fördere Vorurteile gegen Muslime und verbreite so eine „sehr gefährliche Stimmung“. Die Bundesvorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Cornelia Kerth, erklärte, die AfD sei „Türöffner für Rassismus und Nationalismus“.

Die linksautonomen Teilnehmer des Umzugs, der am Lützowplatz endete, waren nicht wie sonst üblich in Schwarz, sondern in Lila und Weiß gekleidet. Bis auf das Zünden von ein paar Nebeltöpfen und das Besprühen von Wahlplakaten blieb die Demonstration, zu der weniger Teilnehmer kamen als erwartet, laut Polizei weitgehend friedlich. Die Polizei hatte insgesamt 1100 Einsatzkräfte eingesetzt, davon kamen rund 180 aus anderen Bundesländern, wie etwa Hessen.

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