Berliner Verkehrsbetriebe

BVG für Touristen - So fahren Sie durch Berlin

U-Bahn, Tram oder Bus: Mit der BVG kommen Touristen in Berlin überallhin. Alle wichtigen Infos zu Touristenstrecken und -tickets.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bringen Touristen überallhin in Berlin

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bringen Touristen überallhin in Berlin

Foto: Andrea Warnecke / picture alliance / dpa

Die Beliebtheit Berlins ist in den vergangenen Jahren stetig angestiegen. Während 2010 noch knapp neun Millionen Touristen in die Hauptstadt kamen, waren es 2015 bereits mehr als zwölf Millionen. Knapp 40 Prozent der Menschen, die Berlin besuchen, kommen aus dem Ausland. Da die deutsche Hauptstadt flächenmäßig weitläufig ist und die Sehenswürdigkeiten teilweise mehrere Kilometer weit auseinanderliegen, nutzen viele der Besucher die öffentlichen Verkehrsmittel. Mit seinen insgesamt 3000 Fahrzeugen führen die Berliner Verkehrsbetriebe täglich bis zu 2,7 Millionen Fahrten durch. Sie ist damit der größte kommunale Verkehrsbetrieb Deutschlands.

>>> Alle wichtigen Infos rund um die BVG, Störungen bei der Bahn und dem Fahrplan der öffentlichen Verkehrsmittel in Berlin

Tourist sein in Berlin - Welches Ticket ist das richtige?

Neben der Möglichkeit sich einen Einzelfahrschein, ein Tages- oder Wochenticket zu kaufen, haben Touristen in Berlin auch eine Auswahl an verschiedenen Touristen-Fahrkarten.

>>> Eine Übersicht über alle Ticket-Möglichkeiten der BVG gibt es hier

Mit der Welcomecard können Berlin-Besucher nicht nur alle öffentlichen Verkehrsmittel samt BVG-Fähren benutzen, sondern erhalten zusätzlich Rabatte bei 200 verschiedenen touristischen Partnern in der Stadt. Zudem dürfen bei einem solchen Ticket drei Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren kostenlos mitfahren. Dabei gibt es unterschiedliche Varianten: Die Welcomecard ist für 48 Stunden, 72 Stunden, für vier, fünf oder auch sechs Tage erhältlich. Besucher müssen sich zudem zwischen zwei Tarifbereichen entscheiden: AB oder ABC. Eine Welcomecard ist ab 19,50 Euro erhältlich.

Eine andere Möglichkeit ist die Berlin Citytourcard. Mit diesem Ticket können alle öffentlichen Verkehrsmittel im Stadtgebiet - Tarifbereich AB - oder in ganz Berlin und Umland - Tarifbereich ABC - genutzt werden. Genauso wie bei der Welcomecard dürfen bei einem Ticket drei Kinder zwischen sechs und 14 Jahren kostenlos mitfahren. Auch hierbei gibt es die Möglichkeit zwischen den verschiedenen Zeitdauern für die Fahrkarte zu wählen. Bei der Citytourcard erhalten die Besucher noch einen Faltplan der Stadt und Ermäßigungen von mindestens 15 Prozent bei 10 Top-Attraktionen der Stadt. Eine Citytourcard ist ab 17,50 Euro erhältlich.

Berlins Sehenswürdigkeiten in einer Bus-Tour

Im Touristenflyer der BVG sind alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt aufgeführt. Zudem finden sich darin auch die Streckennetze der öffentlichen Verkehrsmittel. Wen in keinen der Sightseeing-Busse steigen möchte, hat in Berlin die Möglichkeit die öffentliche Buslinie 100 zu nutzen - denn diese fährt einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten ab. Die Linie startet am Zoologischen Garten und endet am Alexanderplatz. Dazwischen wird die Gedächtniskirche, das Haus der Kulturen der Welt, das Brandenburger Tor, der Bebelplatz und auch der Berliner Dom angefahren. Damit gilt die Buslinie 100 als heimliche Touristenlinie.

Auch die Buslinie 200 fährt eine ähnliche Route ab und besucht dabei weitere wichtige Berliner Orte. Dabei geht es auch am Botschaftsviertel, an der Philharmonie und der Komischen Oper vorbei. Wer also keine Lust auf eine gewöhnliche Sightseeing-Bus-Tour hat, kann mit den BVG-Bussen auch einiges von Berlin sehen.

Berliner U-Bahn-Betreiber: Sind generell gut für Krisensituationen aufgestellt

Berliner U-Bahn-Betreiber: Sind generell gut für Krisensituationen aufgestellt

Der Berliner Alexanderplatz ist einer der Dreh- und Angelpunkte des öffentlichen Nahverkehrs in Berlin. Täglich nutzen Zehntausende von Fahrgästen diesen Bahnhof auf dem Weg zur Arbeit oder zum Shoppen. Doch nach den Anschlägen in Brüssel fährt auch hier ein mulmiges Gefühl mit, auch wenn die Berliner sich noch sicher fühlen: O-TON KATHRIN TABLER, BVG-FAHRGAST ("Aber weil man es irgendwie einfach verdrängt. Aber es bleibt einem nichts anderes übrig. Also ich fühle mich schon noch sicher in Berlin.") O-TON FRAU JAHN (OHNE NENNUNG DES VORNAMENS), BVG-FAHRGAST "Man muss das immer so weitermachen wie bisher und sich nicht einschüchtern lassen. Aber das wird ja nicht. Ich sage ja: Ich bin Jahrgang '60, und wenn man das alles so nachvollzieht, ist schon krass, was jetzt hier so abgeht.") Bei Sicherheitsüberlegungen spielen Massenverkehrssysteme wie die U-Bahn eine Rolle. Die Berliner Verkehrsbetriebe fühlen sich generell gut auf Ausnahmesituationen vorbereitet, sagte BVG-Specherin Petra Reetz am Mittwoch in Berlin: O-TON BVG-SPRECHERIN PETRA REETZ ("Das wichtige, was man mit seinen Mitarbeitern machen kann, man kann machen, wie reagiere ich in einer Krise, weiß ich, was meine Aufgabe ist. Und das, denke ich, haben wir gut im Griff; also einfach zu wissen: Meine Aufgabe ist jetzt, das zu tun. Und wenn das gut funktioniert in einem solchen System, dann ist das natürlich gerade auch wenn Chaos entsteht oder Panik entsteht, eine ganze Menge wert. Und dafür üben und trainieren wir mit unseren Kollegen. Und ich denke, da sind wir auch gut aufgestellt.") Reetz sagte auch, dass das -Bahnnetz der bundesdeutschen Hauptstadt sich im Vergleich auch durch eine Besonderheit auszeichne O-TON BVG-SPRECHERIN PETRA REETZ ("In Berlin ist die U-Bahn ungewöhnlich dicht unter der Fahrbahn. Das heißt, die Wege sind kurz. Und damit sind auch die Fluchtwege kurz.") In allen Bahnhöfen sowie in den Fahrzeugen seien zudem Überwachungskameras installiert, und auf jedem Bahnsteig befinde sich eine Notrufsäule. Bei deren Nutzung werde man mit der Leitstelle verbunden. Insgesamt herrsche unter den Fahrgästen eine größere Achtsamkeit, das zeige sich in Reetz' Augen auch durch den Anstieg gemeldeter Gepäckstücke ohne Besitzer.
Berliner U-Bahn-Betreiber: Sind generell gut für Krisensituationen aufgestellt

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