Halensee

Wildes Roma-Camp an der Heilbronner Straße geräumt

Das Roma-Zeltlager in Halensee drohte zu einer endlosen Geschichte zu werden. Der Eigentümer hat das Camp nun räumen lassen.

Der Eigentümer hat nun das wilde Camp auf dem Grundstück an der Heilbronner Straße räumen lassen.

Der Eigentümer hat nun das wilde Camp auf dem Grundstück an der Heilbronner Straße räumen lassen.

Foto: Steffen Pletl

Seit Mittwoch sind auf dem etwa 200 Meter langen und 70 Meter breiten brachliegenden Gelände an der Heilbronner Straße Arbeiter in Schutzanzügen damit beschäftigt das Gelände unmittelbar neben den Bahngleisen zu räumen. Bisher kampierten dort offenbar 60 Obdachlose aus Rumänien. Die provisorischen Behausungen aus Brettern und Planen werden nun abgerissen, der Müll entfernt. Zwei große Müllcontainer sind bereits mit allerlei Unrat gefüllt.

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Das Gelände sorgte für Unmut. Anwohner und Gewerbetreibende in Halensee forderten die Schließung. Händler beschwerten sich darüber, dass die Bewohner des illegalen Camps Kunden belästigten. Anwohner störten sich an der Verwahrlosung. Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf berief sich darauf, dass der Eigentümer das Gelände räumen müsse.

Hygienischen Bedingungen unzumutbar

Der Eigentümer des Areals hatte die Anwesenheit der Obdachlosen geduldet. Doch in den zurückliegenden Monaten hatte sich die Situation auf dem Areal zugespitzt. Die hygienischen Bedingungen waren unzumutbar, auch für die Anwohner der benachbarten Häuser. Von Seiten des Bezirkes gab es die Aufforderung an die Bewohner des Camps, das Areal zu verlassen.

"Zum Schluss haben sich hier lediglich fünf bis sechs Leute aufgehalten", sagt der zuständige Sozialstadtrat Carsten Engelmann (CDU). Zahlreiche Gespräche hätten in der Vergangenheit dazu geführt, dass etwa 20 der dort ehemals 60 kampierenden Menschen das Angebot zur finanziellen Unterstützung ihrer Rückreise angenommen hatten. Pro Person sind dafür 119 Euro bereit gestellt worden. Wo allerdings sich die in Berlin verbliebenen Menschen jetzt aufhalten sei nicht bekannt.

Der Eigentümer des Grundstücks wurde aufgefordert die Brache von dem sich dort türmenden Unrat zu befreien und das Areal auch hin zur Seite der Bahnanlagen mit einem Zaun zu schützen. Das geschieht derzeit. Unklar ist, was der Eigentümer mit dem Gelände vorhat.