Flugverkehr

Air Berlin und Condor schaffen Freigetränke ab

Auf Kurz- und Mittelstreckenflügen wird es bei Air Berlin und Condor künftig keine Freigetränke für Kunden der Economy Class geben.

An airberlin aircraft takes off at Frankfurt airport July 12, 2013.  REUTERS/Ralph Orlowski (Germany - Tags: TRANSPORT) - RTX11L22

An airberlin aircraft takes off at Frankfurt airport July 12, 2013. REUTERS/Ralph Orlowski (Germany - Tags: TRANSPORT) - RTX11L22

Foto: © Ralph Orlowski / Reuters / REUTERS

Die Fluggesellschaften Air Berlin und Condor lassen sich künftig Essen und Getränke an Bord bezahlen. Air Berlin kündigte am Freitag ein neues „Buy-on-Board“-Konzept für die Economy Class an. Auf der Kurz- und Mittelstrecke müssen Passagiere in Zukunft für die Bewirtung bezahlen, die Umstellung ist noch für dieses Jahr geplant.

Die Thomas-Cook-Tochter Condor gab bekannt, dass Economy-Gäste außer auf der Langstrecke nur noch bis Ende Oktober Wasser, Kaffee und Tee umsonst erhalten. Für andere Getränke und Essen verlangt Condor schon bisher Geld. Zuerst hatte die Fachzeitschrift „fvw“ über die Änderung berichtet.

Air Berlin führt Business Class ein

Bei der mit roten Zahlen kämpfenden Air Berlin ist die Neuerung Teil eines größeren Konzepts: Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft will noch 2016 eine Business Class innerhalb Europas einführen. Auf der Kurz- und Mittelstrecke soll die erste Sitzreihe den Business-Kunden vorbehalten sein. Dazu gehören etwa ein freier Mittelsitz, bevorzugtes Einchecken, die sogenannte Fastlane an der Sicherheitskontrolle, die einen zügigen Sicherheitscheck gewährleistet, mehr Freigepäck, der Vortritt beim Betreten des Flugzeugs, Zutritt zu exklusiven Wartebereichen - sowie kostenlose Speisen und Getränke an Bord.

Im Zuge der Business-Class-Einführung baut die Airline auch ihr Speise- und Getränkeangebot aus. Künftig soll es Kombi-Angebote bestehend aus Snack und Getränk geben. Ab einer Flugdauer von 90 Minuten können Gäste ganze Menüs erwerben. Bei der Bewirtung arbeitet Air Berlin künftig mit dem Sylter Restaurant Sansibar sowie mit der Berliner Brauerei BRLO zusammen.

„Wir befinden uns am Anfang eines tiefgreifenden Wandlungsprozesses, an dessen Ende eine neue, erstarkte Air Berlin stehen wird“, sagte Vorstandsvorsitzender Stefan Pichler. Damit positioniert sich Air Berlin im Premium-Segment.

Zu knapp 89 Prozent ausgelastet im Juli

Air Berlin arbeitet als wichtiger Zubringer für die arabische Fluglinie Etihad, die gut 29 Prozent der Air-Berlin-Aktien besitzt und die seit Jahren angeschlagene deutsche Fluglinie mit frischem Geld in der Luft hält. Im Urlaubsmonat Juli lag die Auslastung von Air Berlin 88,9 Prozent. Trotz der jüngsten Anschläge verzeichne Air Berlin nur einen geringen Rückgang beim weltweiten Passagieraufkommen.