Frank Zanders Gänseessen

Promis servieren Gänsebraten für 2800 Berliner Obdachlose

Frank Zander lud Berliner Obdachlose zum Gänseessen in Estrel-Hotel. Es gab auch Schlafsäcke, Haareschneiden und eine Musikshow.

Berlin. Weihnachtsmänner, Engel und jede Menge Plätzchen und Gänsebraten. Am Montagmittag hatte Frank Zander zum 21. Mal zu seiner Weihnachtsfeier für Obdachlose und Bedürftige eingeladen. Zur Begrüßung schüttelte der Schlagersänger persönlich den ersten 1000 Gästen im Estrel Convention Center in Neukölln die Hand. „Ich bin gerne mittendrin“, sagte er. "Wie Menschen plötzlich aufleben und sich freuen ist unglaublich."

3000 Bedürftige hatte die Familie Zander zu Weihnachtsessen und Musik eingeladen. Bedient wurden sie dabei von Prominenten wie Boxtrainer Ulli Wegner, den Politikern Gregor Gysi und Franziska Giffey und den Künstlern Claudia Jung und Rudolf Bahro. „Mehr als 3000 Gäste geht leider nicht. Mir ist es wichtig, auch Obdachlosen eine Lobby zu bieten“, sagte der Schlagersänger.

Auch Schauspielerin Ursula Karusseit wollte am Montag helfen. „Ich will nicht immer nur nehmen, sondern auch geben“, sagte sie und servierte mit ihren Kollegen Gänsebraten für die Gäste. Eine Einstellung, die auch die Moderatorin des Abends, Britta Elm, unterstützt. „Ich will den Menschen für ein paar Stunden ihre Würde zurückgeben“, sagte sie. Diese Achtung vor anderen Menschen wolle sie auch ihrer zwölfjährigen Tochter deutlich machen, die sie dieses Jahr begleite, sagte sie, bevor sie zusammen mit Moderator Uly Köhler die Bühne betrat. Die Gäste begannen zu klatschen und stimmten die ersten Lieder an. „Das ist mein wahres Weihnachtsfest“, sagte Frank Zander.

Kostenlos Haareschneiden und Hilfe für die Tiere

Außerdem gab es Geschenke und eine musikalische Show. Im Vorfeld der Feier hatten Zander, Familie und Freunde Schlafsäcke, Süßigkeiten, Jacken, Bücher und Spielsachen gesammelt. Mehrere Lkw-Ladungen an Spenden waren zusammengekommen. Außerdem konnten sich die Gäste am Rande der Feier von Friseuren wieder kostenlos die Haare schneiden lassen. Ein Tierarzt behandelte bei Bedarf die Tiere. Nach Schätzungen der Stadtmission leben in Berlin etwa 6000 Menschen auf der Straße.

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