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Steuerberaterin

Wann Rentner steuerpflichtig werden

Vor mehr als zehn Jahren wurde die Rentenbesteuerung reformiert, sodass wesentlich mehr Rentner in die Besteuerung kommen. Wen das betrifft und worauf besonders zu achten ist, erklärt Steuerberaterin Tina Meßerschmidt.

Frau Meßerschmidt, wie oft haben Sie inzwischen Rentner als Klienten?

Tina Meßerschmidt: Es werden zumindest immer mehr seit der Einführung der teilweisen Besteuerung der Renten im Jahr 2005. Seit ich mich 1990 selbstständig gemacht habe, betreue ich nicht nur Rentner, sondern auch alle möglichen anderen Mandanten, etwa Angestellte, Handwerksbetriebe, GmbHs oder Aktiengesellschaften. Für viele Rentner werden Steuerfragen aber jedes Jahr neu ein Thema.

Warum ist das so?

Im Zweifel hat man als Rentner einmal davon gehört, dass Renten besteuert werden, aber danach nicht daran gedacht, dass sich die relevanten Grenzen jedes Jahr ändern. Im Jahr 2005 wurde eingeführt, dass 50 Prozent der Bruttorente versteuert werden müssen. Danach kamen jedes Jahr zwei Prozentpunkte hinzu. Jetzt liegen wir bei einem Anteil von 74 Prozent der Rente, die zu versteuern ist. Der andere Anteil bleibt steuerfrei. Aber mit jeder Rentenerhöhung, sei sie nun klein oder groß, kann es jedes Jahr von neuem passieren, dass man in die Steuerpflicht gelangt. Viele machen sich nicht klar, dass eben auch schon magere 50 Euro mehr im Jahr etwas ändern können.

Als grobe Faustregel: Ab wann ist denn ein Rentner derzeit steuerpflichtig?

Für das Jahr 2018 liegt der Grundfreibetrag für Ledige bei 9.000 Euro und für Verheiratete bei 18.000 Euro. Auch wenn Steuerpflichtige über dem Grundfreibetrag liegen bedeutet dies nicht, dass Steuern anfallen. Beispielsweise durch Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und Behinderten-Pauschbeträge kann der Gesamtbetrag der Einkünfte gesenkt werden.

Wie schlimm ist es, wenn jemand versäumt hat, für die Rente eine Steuererklärung abzugeben?

Dies kann zum Teil empfindliche Strafzahlungen nach sich ziehen, das möchte wahrscheinlich jeder gerne vermeiden. Wenn eine Steuererklärung abzugeben ist, prüfe ich immer auch, ob bereits in den Vorjahren Steuern angefallen wären. Denn es kann sein, dass derjenige schon vor vielen Jahren eine Erklärung hätte einreichen müssen und es einfach nicht gewusst hat. So kann auch für diese Jahre noch eine Steuererklärung eingereicht werden, damit er sich nicht strafbar macht.

Die Erklärung nachzureichen, hebt das dann wieder auf?

Ja, anders als bei einem prominenten Fall vor einigen Jahren muss man dann aber wirklich alles komplett angeben, dann geht man straffrei aus. Die Selbstanzeige heilt das Versäumnis.

Worauf müssen Rentner noch achten?

Neben der Rentenbesteuerung werden auch Kapitalerträge älterer Klienten immer mehr zu einem Schwerpunkt meiner Tätigkeit. Es geht dabei um angespartes Kapitalvermögen, das über dem Freibetrag liegt. Hier ist es wichtig, über die Günstigerprüfung herauszufinden, ob die Betreffenden Steuern zurückbekommen können, wenn bereits Kapitalertragssteuer einbehalten wurde. Hier ist zu prüfen, ob die bereits abgeführten Kapitalertragssteuern tatsächlich zum Zuge kommen oder nicht doch der eigentliche, viele geringere Steuersatz. Wenn das so ist, kann man mit einer Erstattung rechnen. Ein alleinstehender Rentner, der ein Jahreseinkommen zwischen 10.000 Euro und 13.000 Euro hat, liegt mit seinem Steuersatz zwischen ca. 1,8 und 5,9 Prozent. Die einbehaltene Kapitalertragsteuer in Höhe von 25 Prozent liegt somit deutlich über dem individuellen Steuersatz, sodass mit einer Erstattung zu rechnen ist.

Was kostet denn eine erste Einschätzung zur Steuerpflicht bei Ihnen?

Die Steuerberatervergütungsverordnung gibt das genau vor. Wenn jemand zu mir kommt und alle benötigten Unterlagen dabei hat, kann die Bearbeitung sehr schnell gehen. Das wird dann nur ein geringes Entgelt, was sich jeder Rentner leisten kann und sollte, wenn er unsicher ist, ob eine Steuererklärung einzureichen ist.

Wir freuen uns auf Sie unter:

 

 

Kontakt

 

 

 

Tina Meßerschmidt

Länderallee 27

14052 Berlin

 

Tel: 030 3 05 16 80

info@tina-messerschmidt.de

www.tina-messerschmidt.de

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