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Fachanwälte

Arbeitsrecht und Familienrecht

BREDEHORN RECHTSANWÄLTE ist eine in den Rechtsgebieten Arbeitsrecht und Familienrecht hochspezialisierte Anwaltskanzlei mit Sitz in Berlin. Die Rechtsanwälte Frau Ulrike und Herr Dr. Dennis Bredehorn verfügen über viele Jahre anwaltlicher Berufserfahrung. Wir haben mit den beiden Anwälten über wichtige Themen ihrer jeweiligen Fachgebiete gesprochen.

Arbeitsrecht

In der Sozietät ist Dr. Dennis Bredehorn als Partner für das Arbeitsrecht zuständig. Er berät und vertritt Arbeitnehmer (auch Führungskräfte, leitende Angestellte und Geschäftsführer) in sämtlichen Fragen des Arbeitsrechtes und zwar vom Abschluss des Arbeitsvertrages über Vertragsänderungen während des laufenden Arbeitsverhältnisses bis hin zur Beendigung desselben etwa durch Kündigung oder Aufhebungsvertrag. Im Falle einer – vielleicht auch erst drohenden – Kündigung durch den Arbeitgeber nimmt er eine Chancen- und Risikobewertung vor und stimmt anschließend mit dem Klienten das weitere strategische Vorgehen ab. Dies kann entweder eine gerichtliche Auseinandersetzung oder das außergerichtliche Verhandeln der Konditionen für eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses sein.

Kündigung des Arbeitsvertrages – Fristen beachten!

Auf die Frage, was ein Arbeitnehmer nach einer Kündigung des Arbeitsvertrages besonders beachten sollte, hebt Dr. Dennis Bredehorn zwei Aspekte hervor: Will der Arbeitnehmer die Kündigung gerichtlich angreifen, muss er innerhalb von drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung eine Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht erheben. Diese Frist nicht zu verpassen, ist absolut entscheidend. Lässt sich der Arbeitnehmer in den ersten drei Wochen nach Kündigung auf Gespräche über die Abwicklung des Arbeitsverhältnisses ein, besteht die Gefahr, dass die drei Wochen verstreichen – und dann ist es zu spät für die Kündigungsschutzklage. Deshalb sollte man solche Gespräche nach der Kündigung vermeiden und stattdessen sofort zum Anwalt gehen.

Keine schriftlichen Erklärungen abgeben!

Gleichermaßen empfiehlt es sich unbedingt, keine schriftlichen Erklärungen nach Ausspruch einer Kündigung gegenüber dem Arbeitgeber abzugeben oder gar eine Vereinbarung über die Abwicklung des Arbeitsverhältnisses abzuschließen. Solche Schriftstücke enthalten nämlich oft Formulierungen, in denen der Arbeitnehmer auf Rechte verzichtet, während ihm gleichzeitig Ansprüche "eingeräumt" werden, die ihm ohnehin zustehen. Die Zahlung einer Abfindung enthält eine solche Vereinbarung in der Regel nicht. Deshalb sollte sich der Arbeitnehmer im Fall einer Kündigung schnell vom Anwalt beraten lassen. Auch wird dem Arbeitnehmer oft die Möglichkeit genommen, die Wirksamkeit der Kündigung gerichtlich überprüfen zu lassen. Darüber hinaus besteht noch das Risiko, beim Bezug von Arbeitslosengeld bis zu zwölf Wochen gesperrt zu werden. Daher ist mit dem Abschluss einer Abwicklungsvereinbarung Vorsicht geboten.

Erhebung einer Kündigungsschutzklage – viele Kündigungen sind nicht wirksam

Was viele Arbeitnehmer nicht wissen: Die Voraussetzungen für die Wirksamkeit einer Kündigung werden vom Arbeitgeber oft nicht eingehalten. Es lohnt sich in den meisten Fällen – viel öfter als man denken sollte –, eine Kündigung auf ihre Wirksamkeit überprüfen zu lassen. Denn der Gesetzgeber hat für die Durchsetzbarkeit einer Kündigung hohe Hürden aufgestellt: Die Einhaltung der zutreffenden Kündigungsfristen ist wichtig, die ordnungsgemäße Anhörung des Betriebsrates, die Schriftformerfordernis und der Ausspruch der Kündigung durch den Kündigungsberechtigten. Aber hier hört es noch nicht auf: Die Kündigung muss auch rechtmäßig sein, das heißt sozial gerechtfertigt. Der allgemeine Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz ist aber nur gegeben, wenn das Arbeitsverhältnis mehr als 6 Monate in dem Betrieb oder Unternehmen bestanden hat und dort in der Regel mehr als 10 Arbeitnehmer beschäftigt werden. Der Arbeitgeber trägt im Übrigen die Darlegungs- und Beweislast für das Vorliegen der Kündigungsgründe. Sehr oft unterschätzen gekündigte Arbeitnehmer, wie gut ihre Chancen vor Gericht sind.

Anspruch auf Abfindung?

Eine folgenreiche Fehleinschätzung vieler Arbeitnehmer ist laut Dr. Bredehorn die Annahme, es bestünde ein gesetzlicher Anspruch auf eine Abfindung. Dies ist bis auf seltene Ausnahmen unzutreffend! Selbst vor Gericht müssen beide Parteien ihre Zustimmung zu einem Abfindungsvergleich geben. Nur wer das weiß, kann sich auch vorstellen, dass die Bereitschaft des Arbeitgebers eine Abfindung zu zahlen, im Wesentlichen von der Verhandlungsposition des Arbeitnehmers abhängt. Diese wiederum setzt sich vor allem aus den Aspekten "Erfolgsaussicht der Kündigungsschutzklage", "Leistungsfähigkeit des Arbeitgebers" sowie "Sozialdaten des Arbeitnehmers" zusammen. Oftmals wird bei der Bestimmung der Höhe einer Abfindung auf folgende Faustformel zurückgegriffen: Abfindungshöhe = 50 % eines durchschnittlichen Bruttomonatsgehalts multipliziert mit der Anzahl der Beschäftigungsjahre. Aber das ist nur ein grober Anhaltspunkt. Welche Abfindung tatsächlich erzielt wird, hängt vom Verhandlungsgeschick und eben von der Verhandlungsposition ab. Es empfiehlt sich also unbedingt der Gang zum Rechtsanwalt, statt sich auf nebulöse "Rechte" und "Formeln" zu verlassen, die es rechtlich verbindlich schlichtweg nicht gibt.

Familienrecht

Rechtsanwältin Ulrike Bredehorn ist als Partnerin der Sozietät für das Familienrecht zuständig. Als Fachanwältin für Familienrecht verfügt sie über langjährige Berufserfahrung im nationalen und internationalen Familienrecht. Sie übernimmt die gerichtliche Vertretung in Scheidungsverfahren und allen anderen Familienrechtsangelegenheiten in Berlin und Brandenburg.

Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind das Scheidungsrecht, das Unterhaltsrecht und das Familienvermögensrecht (einschließlich des Ehegüterrechts und des Ehevertragsrechts). Der Fokus liegt hierbei gerade auch in der außergerichtlichen Beratung insbesondere bei der Vermögensauseinandersetzung (z.B. zum Erhalt von Betriebsvermögen, Immobilien) und der Abfassung von Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarungen.

Trennung ohne Scheidung: Vorteile oder Nachteile?

Es gibt vielfältige Gründe, warum sich Paare nach einer Trennung nicht sofort scheiden lassen wollen, zum Beispiel wegen gemeinsamer Kinder, Angst vor hohen Scheidungskosten oder zur Vermeidung des Versorgungsausgleichs. Frau Rechtsanwältin Bredehorn erklärt, dass eine Trennung ohne anschließende Scheidung allerdings Risiken birgt, die auf jeden Fall beachtet werden sollten. Im Rahmen eines anwaltlichen Beratungsgesprächs erläutert sie, ob eine Scheidung wirklich notwendig ist und welche Punkte es in dieser Lebenssituation zu beachten gilt. Auch wenn sich die Ehegatten einig sind, muss jeder dennoch bei einer Trennung damit rechnen, dass der andere Partner irgendwann doch den Scheidungsantrag einreicht. Spätestens nach drei Jahren muss die Ehe dann im Falle der Einreichung des Scheidungsantrags durch einen Partner, gegebenenfalls auch gegen den Willen des anderen, geschieden werden. Verhindern lässt sich die Scheidung also nicht.

Da eine Trennung in der Regel Ansprüche begründet, sollten u.a. folgende Aspekte beachtet werden:

- Trennungsunterhalt muss gezahlt werden

Für die Zeit zwischen Trennung und Scheidung soll der Trennungsunterhalt die finanzielle Absicherung der Partner sicherstellen. Das Recht auf Trennungsunterhalt kann – anders als beim späteren nachehelichen Unterhalt – weder durch eine schriftliche noch durch eine notarielle Erklärung aufgegeben werden.

- keine andere Ehe möglich

Erst nach einer rechtskräftigen Scheidung ist eine erneute Eheschließung möglich.

- lange Trennung hat Auswirkung auf den nachehelichen Unterhalt

Zu beachten ist, dass die gesamte Zeit zwischen Trennung und rechtskräftiger Scheidung als Ehezeit gilt. Eine lange Trennungszeit kann deshalb Auswirkungen auf das Bestehen, die Höhe und die Dauer des nachehelichen Unterhalts haben.

- durch die Trennung endet nicht der Güterstand

Wer keinen notariellen Ehevertrag abgeschlossen hat, lebt automatisch im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Bei einer Scheidung kann er von seinem Ehegatten die Hälfte des während der Ehe erwirtschafteten Vermögens verlangen. Der Stichtag für die Berechnung des Zugewinnausgleichs ist der Tag des Zugangs des Scheidungsantrages.

- lange Trennung hat Auswirkung auf den Versorgungsausgleich

Mit der Scheidung wird in der Regel auch der Versorgungsausgleich durchgeführt. Dadurch werden die während der Ehezeit erworbenen Rentenanwartschaften (gesetzliche, private Rentenversicherung und betriebliche Rente) unter den Ehegatten ausgeglichen. Auch hier kommt es auf den Tag der Zustellung des Scheidungsantrages an. Die Trennung selber führt nicht bereits zur Durchführung des Versorgungsausgleichs.

- Beachten Sie die 6-Monats-Regel

Zieht ein Partner aus der gemeinsamen Wohnung aus, verliert dieser sein Nutzungsrecht an der Wohnung, wenn er nicht innerhalb von sechs Monaten nach dem Auszug mitteilt, dass er wieder in die Wohnung zurückkehren möchte (§ 1361 b Abs. 4 BGB). Selbst wenn dem Partner die Wohnung allein gehört, kann er nach Fristablauf nicht mehr in die Wohnung zurück. Vor dem Auszug sollte man sich anwaltlich beraten lassen.

- Kindesunterhalt

Ab der Trennung ist in der Regel Kindesunterhalt zu zahlen. Falls eines der Elternteile bereits ausgezogen ist und einer von beiden Kindesunterhalt nicht durch Erziehung und Pflege erbringt, ist dieser zur Zahlung des Kindesunterhaltes verpflichtet. Für die Bestimmung der Höhe des Kindesunterhaltes gilt die sogenannte Düsseldorfer Tabelle. Diese enthält Leitlinien für den Unterhaltsbedarf von Unterhaltsberechtigten.

Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass es nicht günstiger ist, sich nicht scheiden zu lassen. Bei einer Scheidung mit einer vorangegangenen langen Trennungszeit kann es vielmehr zu persönlichen und finanziellen Nachteilen kommen.

Wer sich zu diesen oder anderen Themen beraten oder vertreten lassen will, ist in der BREDEHORN-KANZLEI herzlich willkommen! Die Kanzlei ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln (U- und S-Bahn, Bus) gut zu erreichen. Vereinbaren Sie einen Termin!

Wir freuen uns auf Sie unter:

BREDEHORN RECHTSANWÄLTE

Walther-Benjamin-Platz 6 /

10629 Berlin

Tel: 030 - 45 08 65 37

info@bredehorn-kanzlei.de

www.bredehorn-kanzlei.de

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