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Hier ist Ihr Kind in den besten Händen: HAVEL-KIDS

"Der erzieherische Beruf ist kein Frauenberuf! Zudem ist es einfach falsch, dass Pädagog*innen den ganzen Tag nur Kaffee trinken! Wir trinken auch hin und wieder Tee."

"Der erzieherische Beruf ist kein Frauenberuf! Zudem ist es einfach falsch, dass Pädagog*innen den ganzen Tag nur Kaffee trinken! Wir trinken auch hin und wieder Tee."

Foto: Scott Webb / Unsplash

Dipl.-Ing. Barbara Müter-Zwisele, Gründerin und Geschäftsführerin der HAVEL-KIDS, in einem Interview mit der Berliner Morgenpost über Leitbild, Ziele, Vorurteile und pandemiebedingte Komplikationen.

Frau Müter-Zwisele, stellen Sie sich und Ihren Träger doch bitte kurz vor.

Wir, die HAVEL-KIDS, sind ein etablierter, gemeinnütziger und freier Träger in der Kinder- und Jugendhilfe mit Sitz in Berlin-Spandau. Unter dem Dach des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes arbeiten wir gemeinsam mit Eltern und Familien sowie mit Schulen, Kommunen und Unternehmen an einer qualitativ hochwertigen und zukunftsorientierten Kinder- und Jugendarbeit in Berlin. Zudem sind wir ein Mitglied des bundesweiten Unternehmensnetzwerkes "Erfolgsfaktor Familie" und kompetenter Ansprechpartner für die Belange der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Die Einrichtungen der HAVEL-KIDS umfassen eine betrieblich unterstützte Kindertagestätte in Kooperation mit der Vereinigung Wirtschaftshof Spandau e.V. und die ergänzende Förderung und Betreuung an Grundschulen. Des Weiteren unterstützen wir Unternehmen beim Aufbau und Betrieb von Betriebskindergärten und sind dazu in der Flüchtlingsarbeit tätig.

Wie sind Sie zu Ihrer Aufgabe gekommen?

Mein Interesse an der Pädagogik entdeckte ich tatsächlich durch die Erfahrungen mit meinen eigenen drei Kindern. Die Diskussionen über die Reformierung des Bildungssystems regten mich an, selber in diesem Bereich gestaltend tätig zu werden. Meine Erfahrungen aus den Tätigkeiten als langjähriger geschäftsführender Vorstand einer Elterninitiativ-Kita, als Kauffrau und Projektleiterin nutze ich bei den HAVEL-KIDS und lege Wert auf eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Mit welchen Begriffen würden Sie Ihren Träger beschreiben?

Kindzentriert, familienfreundlich, offen, wertschätzend, humorvoll, qualitativ, professionell, engagiert, kreativ, experimentierfreudig und zuverlässig.

Können Sie unseren Lesenden kurz und knapp beschreiben, welche Tätigkeiten Ihre Arbeit genau umfasst?

Als Geschäftsführerin besteht die Hauptaufgabe darin, die zur Verfügung stehenden Ressourcen effizient und nachhaltig zum Wohle aller Kinder und Pädagog*innen zu nutzen, um gesunde und zufriedenstellende Rahmenbedingungen zu schaffen.

Welche Besonderheit macht Ihren Träger zusätzlich aus?

Unter unseren Einrichtungen stellt unsere Kita "Schatztruhe" eine Besonderheit dar. Sie ist eine betrieblich unterstützte Kita, die erste dieser Art in in Berlin-Spandau, die lange Öffnungszeiten sowie eine Samstagsöffnung ermöglicht. Darüber hinaus stehen wir im Rahmen eines Projektes geflüchteten Familien mit Rat und Tat zur Seite. Wir freuen uns, dass eine ausgewogene Balance verschiedener Geschlechter jedes unserer pädagogischen Teams auszeichnet.

Sind Sie außerdem ein Ausbildungsbetrieb?

Ja, das sind wir und tatsächlich erhalten wir dahingehend viele Bewerbungen. Bei uns durchlaufen die angehenden Pädagog*innen eine dreijährige duale Ausbildungszeit, innerhalb dieser sie alle schulisch vermittelten Lerninhalte in der Praxis im engen Austausch mit ihren Mentor*innen sicher erproben und überprüfen können. Uns ist es wichtig, dass es ihnen an nichts fehlt, um bestmöglich zu "wachsen".

Würden Sie den pädagogischen Beruf als beliebt beschreiben?

Ja, denn wenn wir die Aussagen unserer für und mit uns arbeitenden Pädagog*innen auswerten, dann sind es vor allem die Kinder, die humorvollen Kolleg*innen, flache Hierarchien und die kreativen Gestaltungsfreiräume, die ihren Beruf unter anderem beliebt machen. Unsere Aufgabe besteht deshalb auch darin, dafür zu sorgen, dass unsere tollen und kreativen Köpfe weiter diese Freude in sich tragen. Denn sie sind es, die jeden Tag auf`s Neue am Kind sind.

Gibt es Vorurteile, mit denen Sie aufräumen würden?

Unbedingt! Der erzieherische Beruf ist kein Frauenberuf! Zudem ist es einfach falsch, dass Pädagog*innen den ganzen Tag nur Kaffee trinken! Wir trinken auch hin und wieder Tee.

Und wo sehen Sie absolute Vorteile innerhalb des pädagogischen Berufsfeldes?

Das wichtigste ist natürlich die Arbeit mit wundervollen kleinen Menschen. Darüber hinaus sehe ich Vorteile in den freien Gestaltungs- und Entfaltungsmöglichkeiten! Diese Möglichkeiten sind u.a. der "Treibstoff" für teils immens kreative Prozesse, aus denen tolle Ideen und im besten Fall bereichernde sowie sinnstiftende Umsetzungen hervorgehen.

Können Sie sich an ein spezielles Kind erinnern, welches Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist – egal, ob positiv oder negativ?

Es gab einen Jungen, der partout seine Hausaufgaben nicht machen wollte. Stattdessen bevorzugte er es, während der Hausaufgabenzeit Dinge zu unternehmen, die für andere Kinder ablenkend und störend waren. Dank eines verständnisvollen Auftretens in Kombination mit der Frage nach seinem eigentlichen Bedürfnis entstand ein wertvolles Gespräch. Noch an diesem Tag und in darauffolgenden Zeiten gelang es ihm, sich Dank eines Perspektivenwechsels zunehmend eigenständig zu motivieren. Hausaufgaben schienen plötzlich nicht mehr ganz so doof zu sein.

Welche Veränderungen hat die aktuelle Lage auf Ihren Arbeitsalltag?

Aufgrund schneller Veränderungen, die das letzte Jahr mit sich brachte, haben Flexibilität und vorrausschauendes Denken einen absolut wichtigen Stellenwert eingenommen. Insgesamt ist der organisatorische Aufwand gestiegen und es bedarf mehr Abstimmungsarbeiten. Ohne unsere engagierten Pädagog*innen wäre dies alles nicht zu bewältigen gewesen.

Und inwieweit wirkt sich die Pandemie allgemein auf Ihr Berufsfeld aus?

Neben den allseits bekannten Hygieneschutzmaßnahmen mussten die Pädagog*innen viel Aufklärungsarbeit leisten, um den Kindern zu verdeutlichen, weshalb es beispielsweise Kohortentrennungen gibt und somit die Bewegungs- und Handlungsfreiheit eingeschränkt ist. Darüber hinaus schreitet zudem intern der Ausbau digitaler Kommunikationswege voran. Generell bedeutet diese Zeit auch, dass aus der Not heraus immer wieder kreative Ideen entstehen, die etwas zuvor Unmögliches doch realisierbar machen.

Welche (langfristigen) Auswirkungen sehen Sie in Bezug auf die aktuelle Corona-Krise?

Generell lässt sich sagen, dass eine solche Ausnahmesituation langfristiges Umdenken erfordert und somit dauerhafte Veränderungen herbeiführt. Definitiv wird die Digitalisierung, besonders im Hinblick auf Kommunikationsflüsse, flächendeckend zunehmen und somit auch das Lernen als solches beeinflussen. Da vor allem Kinder auf lebensnahe Konstanten angewiesen sind, besteht zusätzlich die Sorge darin, dass manche von ihnen womöglich psychische Belastungen davontragen könnten. Darüber hinaus wird sich zeigen, wie schnell und mittels welcher Methoden kleine bis große Bildungslücken ausgeglichen werden können.

Haben Sie einen ganz persönlichen Geheim-Tipp, den Sie unseren Lesenden mit auf den geben möchten?

Es ist ganz einfach: "Wenn Du es Dir vorstellen kannst und bereit bist, daran zu glauben und zu arbeiten, dann wirst Du es schaffen."

Und was erhoffen Sie sich für 2021?

Dass alles wieder entspannter wird und wir auch mal wieder ausgelassen feiern können – denn ein bisschen Spaß soll das Leben ja schließlich auch machen.

Wir freuen uns auf Sie unter:    

Kontakt

 

 

HAVEL-KIDS Kinderbetreuung gGmbH

Alt-Gatow 31

14089 Berlin

Tel.: +49 30 20 60 39 95 0

E-Mail: kontakt@havelkids.de

www.havelkids.de

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