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Vielfalt, Freiheit und Verantwortung: Dafür steht das Pfefferwerk

"Die Teams haben viele unvorhergesehene Herausforderungen beherzt angepackt und gelöst. Das alles hat den Zusammenhalt bei Pfefferwerk enorm gestärkt."

"Die Teams haben viele unvorhergesehene Herausforderungen beherzt angepackt und gelöst. Das alles hat den Zusammenhalt bei Pfefferwerk enorm gestärkt."

Foto: Hannah Busing / Unsplash

Die Corona-Pandemie hat vor allem in der sozialpädagogischen Berufssparte weitreichende Auswirkungen mit sich gebracht. Verena Mosen aus der Personalentwicklung und Kaj Bergmann aus der Unternehmenskommunikation der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH erzählen im Experten-Interview mit der Berliner Morgenpost, welche Herausforderungen gemeistert werden mussten und was mit einem festen Zusammenhalt bewältigt werden konnte.

Stellen Sie Ihre Organisation doch bitte kurz vor.

Die Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH ist ein freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe und seit Ende vergangenen Jahres auch Träger der Eingliederungshilfe. Unsere 850 Kolleg:innen unterstützen Kinder, Jugendliche und Familien dabei, ihren Lebensweg selbstbestimmt zu gestalten und Schwierigkeiten zu meistern – und zwar in unseren 17 Kitas, in Schulen, in den Hilfen zur Erziehung, im Rahmen von Berufsorientierung und Ausbildung sowie in der Stadtteilarbeit.

Seit wann gibt es die Pfefferwerk Stadtkultur?

Wir „feiern“ in diesem Jahr unser 30-jähriges Bestehen. Feiern in Anführungszeichen, weil wir unsere Jubiläumsparty für unsere Kolleg:innen coronabedingt lieber abgesagt haben. 95 Prozent der Pfefferwerker:innen arbeiten direkt mit Kindern, Jugendlichen und Familien – diese Verantwortung nehmen wir ernst.

Mit Beginn der Pandemie haben wir neben einem betrieblichen Pandemieplan für jede unserer Einrichtungen Hygienepläne erarbeitet, einen Krisenstab gebildet, Schutzmasken genäht, bestellt und verteilt, kiloweise Tests besorgt und ein eigenes Testteam an den Start gebracht, um unsere Kolleg:innen und Klient:innen zu schützen. Es gab bei uns vergleichsweise wenig Infektionen, das wollten wir nicht mit einer Feier auf’s Spiel setzen – auch, wenn die Lage im September bei weitem noch nicht so angespannt war.

Welche Veränderungen hatten die Pandemie und die Lockdownphasen auf den Arbeitsalltag bei Pfefferwerk?

Nach der anfänglichen Schockstarre sind unsere Kolleg:innen sehr schnell wieder ins Arbeiten gekommen. Nur anders.

Mit Kreativität und Herz hielten die Kita-Erzieher:innen Kontakt zu den Kindern und Familien. Die Sozialpädagog:innen unternehmen mit ihren Klient:innen Spaziergänge im Freien. Am Zaun des Familienzentrums hingen kleine Überraschungen für die Nachbar:innen und die Kurse in unseren Jugend- und Nachbarschaftszentren fanden virtuell statt. Überhaupt gab es – wie wohl vielerorts – einen kleinen Digitalisierungsschub, um mobiles Arbeiten zu ermöglichen. Für die Schüler:innen und Auszubildenden stampften unsere Kolleg:innen Konzepte für einen digitalen Unterricht aus dem Boden und füllten Lernplattformen mit selbst gedrehten Videos, um sie auf die Prüfungen vorzubereiten. Videokonferenzen wurden zur Normalität – was wir übrigens bis heute beibehalten haben, wenn die Anfahrtswege weit sind.

Das klingt, als hätten Sie die (bisherige) Krise gut zusammen gemeistert?

Ja, in der Tat. Die Teams haben viele unvorhergesehene Herausforderungen beherzt angepackt und gelöst. Es gab sogar einen Vertretungspool und Erzieher:innen, die durch die Notbetreuung in der Kita nicht unbedingt benötigt wurden, sind in Einrichtungen der Jugendhilfe, die personell unterbesetzt waren, eingesprungen. Das alles hat den Zusammenhalt bei Pfefferwerk enorm gestärkt.

Ist es das, was das Arbeiten bei Pfefferwerk ausmacht?

Unter anderem. Da der berlinweite Fachkräftemangel auch uns zu schaffen macht, haben wir im April 2020 das Projekt „Pfefferwerk innovativ – digital und vernetzt gegen den Fachkräftemangel“ gestartet. In dem aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geförderten Projektes „Rückenwind+“ haben wir uns in einer Arbeitsgruppe damit beschäftigt, was das Arbeiten bei Pfefferwerk eigentlich ausmacht, um daraus so etwas wie eine Arbeitgebermarke zu entwickeln. Herausgearbeitet haben wir die Begriffe Vielfalt, Freiheit und Verantwortung.

Und wie kamen Sie auf die Begriffe Vielfalt, Freiheit und Verantwortung?

Mit externer Begleitung haben die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Arbeitgebermarke“ 20 Interviews mit Kolleg:innen geführt, die auf verschieden lange Zeiträume ihrer Beschäftigung bei uns zurückblicken. Dabei wurden die Begriffe Vielfalt, Freiheit und Verantwortung zum Teil explizit bei der Frage „Was ist für dich typisch Pfefferwerk?“ benannt. Außerdem steckten sie in vielen Antworten auf andere Fragen.

So antworteten Kolleg:innen zum Beispiel auf die Frage „Was unterscheidet das tägliche Arbeiten bei Pfefferwerk von anderen Trägern?“ Folgendes: „Bei Pfefferwerk herrschen innovatives Denken und gute Organisationsprozesse, das habe ich bei anderen Trägern so nicht erlebt. Entweder hatte ich viele Freiheiten, weil es keine Struktur gab oder der Rahmen war so eng, dass ich wenig Spielraum hatte. Bei Pfefferwerk gibt es eine gute Mischung aus beidem.“ Oder: „In meiner Abteilung empfinde ich die tägliche Arbeit als sehr strukturiert und klar. Es gibt einen verlässlichen Rahmen, in dem ich mich sehr frei bewegen kann.“ Und: „Die Menschen hier sind einzigartig, weil sie so verschieden sind und das macht Pfefferwerk auch aus.“

Parallel lief eine wissenschaftlich begleitete Mitarbeiter:innenbefragung, in der einige der gestellten Fragen ebenfalls darauf abzielten, herauszubekommen, warum die Kolleg:innen zu Pfefferwerk kamen und zum Teil auch nach 30 Jahren immer noch bei uns sind. Eine Unterarbeitsgruppe wertete die Interviews und die Fragebögen aus. Die herausgearbeiteten Begriffe wurden in verschiedene Gremien vorgestellt, besprochen und als Arbeitgebermarke „Team Pfefferwerk: Freiheit | Vielfalt | Verantwortung“ verabschiedet.

Das Besondere ist, dass diese Werte nicht nur für das Arbeiten bei Pfefferwerk, sondern auch für die Arbeit mit und für unsere Klient:innen gleichermaßen gelten.

Herzlichen Dank für diesen interessanten Einblick!

Wir freuen uns auf Sie:

 

 

Kontakt

 

 

Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH

Christinenstr. 18/19, Haus 14

10119 Berlin

Tel: 030 / 44383 – 0

Mail: info@pfefferwerk.de

Web: www.pfefferwerk.de

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