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Rundum-Sorglos-Makler

"Ja, ich bin authentisch"

Foto: Maklerbüro Gero Stader

Ehrlichkeit währt am längsten - Nach diesem Leitmotiv betreut Immobilienmakler Gero Stader seine Kunden in Berlin Rudow seit nunmehr fast 20 Jahren. Im Interview mit der Berliner Morgenpost verrät der passionierte Motorradfahrer, worauf es beim Verkauf und Kauf einer Immobilie zu achten gilt und auf welche Methoden Sie nicht hereinfallen sollten.

Herr Stader, eine neue Gesetzgebung sieht ab Herbst 2020 die geteilte Courtage vor. Was bedeutet das für Ihre Kunden?

Bevormundung. Bislang durften meine Käuferkunden wählen, wer für die Provisionszahlung aufkommt. Jetzt schreibt der Gesetzgeber vor, dass der Käufer eine versteckte Grunderwerbsteuererhöhung hinnehmen muss, weil der Verkäufer einen Teil der Provision an mich auskehren muss. Für meine Verkäuferkunden wird sich mein bislang kostenloser Service bei einem Provisionspoker verringern und ich muss mir darüber Gedanken machen, ob ich noch in „Vorleistung“ gehen kann.

Für die Käufer wird es erst einmal etwas leichter, weil sie weniger Eigenkapital mitbringen müssen. Da die Zinssituation aber sowieso schon sehr viele Käufer auf den Plan ruft, die eigentlich nicht durchfinanzieren können, denke ich, die Banken werden hier voraussichtlich ihre Anforderungen anpassen. Eine einseitige Beauftragung vom Käufer oder Verkäufer ist ja theoretisch möglich, erscheint mir jedoch realitätsfern, was wohl auch so vom Gesetzgeber gewollt ist.

Sie bezeichnen sich selbst als Rundum-Sorglos-Maker. Was können die Verkäufer für ihr Geld erwarten, wenn diese Sie beauftragen?

Bislang habe ich kostenlos dem Käufer geholfen, ein neues „Zuhause“ (Mietwohnung, Heimplatz oder auch Eigenheim) zu suchen und dabei parallel dafür Sorge getragen, dass alle erforderlichen Unterlagen für den Verkauf vorliegen, Exposé und Grundrisse erstellt, Angebote für Reparaturen/Sanierungen eingeholt sowie den Verkäufer beraten, wie eine sinnvolle Vorgehensweise beim Verkauf aussieht bis hin zur tatkräftigen Hilfe bei Umzügen.*

*Mehr zu Gero Staders besonderem Leistungsangebot am Ende des Interviews.

Wer ist der klassische Kunde in Berlin ? Auf was müssen Sie als Makler achten ?

Privatkunden, da ich zumeist Privatimmobilien im Süden Berlins vermittle. Als Makler bin ich „Sachwalter des Kunden“. Ich muss auch darauf achten, keine Dienstleistungen zu erbringen, die mich in eine Haftung bringen, weil ich in engagierter Weise hilfreich sein möchte.

Sie packen gerne mit an und haben einem Kunden auch schon beim Umbau einer Terrasse geholfen. Was war bis jetzt das Skurrilste, um das Sie von einem Kunden gebeten worden sind?

Skurriles kommt für mich nicht so oft vor, vieles mache ich auch einfach, weil es mir leichterdings möglich ist und dem Verkäufer nicht. So habe ich einmal in einer Eigentumswohnung in Mitte während der Besichtigungspausen die Fenster gestrichen. Der Fahrweg zum Büro war zu weit und so konnte ich die Zwischenzeit sinnvoll nutzen. Die Verkäufer aus „Westdeutschland“ hatten die Wohnung als Steuersparmodell gekauft und nach zehn Jahren festgestellt, dass es nicht die richtige Anlageform für sie war. Zunächst habe ich den säumigen Mieter aus der Wohnung bugsiert, ihm geholfen, eine andere Bleibe zu finden, dann die Wohnung einigermaßen „vorzeigbar“ gemacht.

Sie beschreiben sich selbst als „pingelig“, inwiefern kommt Ihnen diese Eigenschaft im Job zugute?

Die Kaufinteressenten sind immer wieder erstaunt, wie viel Informationen sie über eine Immobilie schon vor der Besichtigung bekommen, das erzeugt Vertrauen. Meine Intention ist es, alle für den Käufer wissenswerten Informationen vorab weiterzugeben. Bei der Wertermittlung ziehe ich meine eigene Kalkulation, zwei Bankbewertungstools, die Sprengnetter Werteinschätzung sowie die Daten der Internetplattform Immobilienscout heran und zeige dem Verkäufer auf, wie hoch in etwa der zu erwartende Verkaufspreis sein wird und wie wir in die Werbung gehen können. Das ist nicht nur im positiven Sinne „pingelig“, sondern bietet dem Verkäufer die Transparenz hinsichtlich einer möglichen Finanzierbarkeit nebst eines Marktchecks mit individueller Einschätzung des Objekts, bevor ich eine Unterschrift für die Beauftragung erhalte.

Als Beispiel: Aktuell vermarkte ich eine Wohnung in einem sogenannten „Milieuschutzgebiet“. Hierbei erkundige ich mich selbstverständlich vorab, was auf den Käufer zukommt und setze mich im Rahmen der Recherche mit dem Bauamt in Verbindung, um dem Käufer Auskunft über das Prozedere zu geben, was bei einer Renovierung/Sanierung zu beachten bzw. zulässig ist.

Was genau verstehen Sie unter dem „Murks Ihrer Branche“ und was machen Sie besser?

Leider hat der Makler mitunter keinen guten Ruf, weil er oft nicht zuverlässig für beide Seiten arbeitet. Ich habe schon sehr viele Gespräche geführt, in denen die Kunden mir von Maklern berichteten, die sich nicht an getroffene Vereinbarungen gehalten haben. Die potentiellen Käufer hatten eine genehmigte Finanzierung und konnten nicht kaufen, weil der Makler einem anderen Käufer zwischenzeitlich den Vorzug gegeben hat. Verkäufer werden mit unrealistischen Verkaufsversprechen zur Unterschrift bewegt, Mängel werden nicht aufgezeigt, Falschaussagen zur Immobilie gemacht. Ist beispielsweise von einer „weißen Wanne“ die Rede, handelt es sich um ein Mauerwerk aus KSL-Steinen (weiß).

Was mache ich anders ? Das oben Genannte kommt bei mir nicht vor. Wenn mir ein Verkäufer schildert, der Wasserschaden im Keller stamme von einer „einmaligen Überschwemmung“, erfolgt eine genaue Betrachtung meinerseits und gebe dem Käufer dies entsprechend weiter. Somit bewahre ich beide Parteien vor einer möglichen Vertragsrückabwicklung wegen versteckter Mängel. Wünscht ein Käufer eine Finanzierung, kann entweder über mein Büro eine Vermittlung erfolgen oder er bekommt eine schriftliche Reservierung mit einem abgesprochenen Zeitfenster, in der er die genehmigte Finanzierung nachweisen kann. Nach Möglichkeit wird der Notarvertrag vorab als Entwurf zur Verfügung gestellt, um evtl. notwendige Änderungen vor einem Beurkundungstermin vornehmen zu können. Der Kaufvertrag muss dann zum Termin vom Vertrag lediglich verlesen bzw. erläutert werden.

Ihre Leidenschaft ist das Motorradfahren. Kam es schon einmal vor, dass Sie Kunden ein Haus in „Bikermontur“ präsentiert haben?

Ja, ich bin authentisch – so sagen es mir viele nach und somit komme ich auch gelegentlich in Motorradkleidung zur Besichtigung oder zum Notar. Meine Kompetenz und Intelligenz trage ich ja nicht in der Kleidung (lacht).

Wie sieht Ihre persönliche Traumimmobilie aus?

Ein „Drei- oder Vierseitenhof“ irgendwo in einem ruhigen Dorf in der Nähe der Großstadt, ein Steinfußboden im Flur und der großen „Wohnküche“, ein offener Kamin oder ein schöner Ofen als zentrale Heizstelle, moderne Nebenräume, mit Erdwärme-Fußbodenheizung, die auch kühlen kann, alles aus zweischaligem Ziegelmauerwerk, d.h. ohne Kunststoffdämmung, und ein schöner Garten für die eigene Obst- und Gemüseversorgung.

Wir freuen uns auf Sie unter:

Maklerbüro Gero Stader

Geflügelsteig 41

12355 Berlin

 

Tel: 030 - 66 46 28 28

immobilien@gerostader.de

www.gerostader-immobilien.de

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