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Flächen Management

Gesamtstädtische Steuerung – in all ihren Aspekten

Noch immer befinden sich viele Grundstücke und Gebäude der Hauptstadt im Eigentum des Landes Berlin. Aber was passiert mit den Liegenschaften? Darum kümmert sich im Rahmen politischer Vorgaben die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH – kurz: die BIM. Wir haben mit der Pressesprecherin Johanna Steinke über die zahlreichen Aufgaben der BIM gesprochen, unter anderem darüber, wie man viele Millionen Euro einspart und dafür sorgt, dass Berlin Berlin bleibt.

Die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH wurde 2003 als eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Landes Berlins gegründet. Vor der Gründung der BIM wurden die Landesimmobilien, vor allem Ämter und Verwaltungen, dezentral bewirtschaftet. Ziel war es, durch die Zentralisierung in einem Träger, einen Überblick über die Immobilien zu bekommen – mit Schwerpunkten auf Themen wie Sanierungsstau, Facility Management und Wirtschaftlichkeit.

So werden beispielsweise über das Mieter-Vermieter-Modell vom Land genutzte Immobilien von der BIM an die jeweiligen Verwaltungen oder Ämter vermietet. Der Vorteil: mehr Transparenz über die wirklichen Kosten von Gebäuden und Mietflächen. Über eine optimierte zentrale Steuerung und Flächenoptimierungsprojekte gelingt es der BIM, dem Steuerzahler viel Geld zu sparen.

Wachstum und Zusammenlegung mit dem Liegenschaftsfonds

In den nachfolgenden Jahren übernahm die BIM zahlreiche weitere Grundstücke und Gebäude in ihr Management, unter anderem die Gerichtsimmobilien, Polizei- und Feuerwehrimmobilien, Berufsschulen und Oberstufenzentren sowie Kultur- und Justizvollzugsimmobilien.

Im Jahr 2015 fusionierte die BIM mit der Liegenschaftsfonds Berlin GmbH & Co.KG. Die Aufgabe des Liegenschaftsfonds bestand im Verkauf landeseigener Liegenschaften, welche nicht für eigene Zwecke benötigt wurden, um auf diesem Wege den Landeshaushalt zu sanieren. Mit der 2013 beschlossenen neu ausgerichteten Liegenschaftspolitik haben sich die Rahmenbedingungen stark verändert: heute wird nicht mehr verkauft. Stattdessen werden vermehrt Konzeptverfahren durchgeführt. Der Name ist dabei Programm, d.h. das beste Konzept steht im Mittelpunkt.

Die Vergabe erfolgt im Rahmen des Erbbaurechtes. Ein wesentliches Ziel dieses Vorgehens: Berlin soll bezahlbar bleiben. Künstler sollen weiterhin hier wohnen und arbeiten und soziale Projekte eine Chance haben.

Gesamtstädtische Steuerung

Die gesamtstädtische Steuerung der Unterbringungsbedarfe der Verwaltung ist in den nächsten Jahren eine der wichtigsten Aufgaben der BIM. Berlin wächst und die Verwaltung muss zwangsläufig mitwachsen. Dafür wird Raum benötigt. „Es werden in Berlin massiv Flächen gebraucht – in großer Konkurrenz zu allen anderen Bedarfen“, sagt Johanna Steinke.

Nicht jeder ist damit einverstanden, wenn, statt einem Jugendclub oder einer Kita, einer Behörde der Vorzug gegeben wird. Die Alternative wären aber teuere Anmietungen der dringend benötigten Flächen auf Kosten des Steuerzahlers. Es ist eben nicht immer einfach.

Clusterung

Um zu entscheiden, welche Immobilien für welchen Zweck am besten geeignet sind, wurde das Clusterungs-Verfahren eingeführt. Senatsverwaltungen und der Bezirk, in dem das jeweilige Grundstück verortet ist, entscheiden hierbei gemeinsam über die künftige Nutzung. Dabei werden über 5700 landeseigene Objekte beurteilt und es wird entschieden, ob sie zukünftig für Wohnen, Gewerbe, Bildung, Kultur oder Verwaltung benötigt werden. Die BIM koordiniert diesen Prozess, stellt die elektronische Plattform zur Verfügung und berät mit ihrer immobilienwirtschaftlichen Kompetenz.

Partizipatives Verfahren am Beispiel Alte Münze

Im Rahmen des partizipativen Verfahrens werden interessierte Teile der Bevölkerung besonders intensiv in Grundstücks- oder Quartiersentwicklungen miteinbezogen. Was das bedeutet, erklärt Johanna Steinke anhand des derzeit laufenden Verfahrens um die zukünftige Nutzung der Alten Münze. Dieses Verfahren steuert die BIM im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Am Anfang stehen politisch gesetzte Rahmenbedingungen. So soll die Alte Münze kulturell genutzt werden und sich dabei möglichst finanziell selbst tragen. Aber wie soll das konkret aussehen? Hierzu werden drei öffentliche Foren und vier geschlossene Workshops durchgeführt, in denen ein Gremium von vierzig Personen zusammenarbeitet.

Neben 20 Personen aus der Senatsverwaltung, der BIM, aus Künstlerzusammenschlüssen und aus Projekt-Planer-Gruppen, konnten sich interessierte Berliner*innen für die zwanzig weiteren Plätze frei bewerben. Aus circa 140 Bewerbungen wurden die Teilnehmer*innen ausgelost.

Und dann ging's los. Zusammen mit allen beteiligten Partnern werden u.a. die Fragen diskutiert welche Räume sich für welche Art der Gastronomie anbieten, wie der Bewerbungsprozess für die Flächen gestaltet werden kann, nach welchen Kriterien ausgewählt wird sowie welche Künstler*innen wo und zu welchen Bedingungen optimal arbeiten können. Die Entwicklung des Nutzungskonzeptes ist eine groß angelegte, aufregende und eben auch partizipative Aufgabe. Vor wenigen Jahren noch wäre die Alte Münze verkauft und der Nutzungsmix damit mit Sicherheit ein ganz anderer geworden.

Die Dinge ändern sich eben manchmal auch zum Besseren. Und so wird's auch weitergehen: Das Haus der Statistik am Alexanderplatz und das Dragoner Areal nahe Mehringdamm sind die nächsten spannenden Orte, an denen die Berliner*innen ihre Stadt wieder mitgestalten können. Und die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH trägt ihren Teil dazu bei.

Wir freuen uns auf Sie unter:

BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH

Keibelstraße 36

10178 Berlin

 

Tel.: 030 90 166 1660

info@bim-berlin.de

www.bim-berlin.de

Schwerpunkte:

 

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