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Endodontie

„Der natürliche Zahn ist immer mehr wert als ein Implantat“

Dr. Dietrich Gericke hat sich vor zehn Jahren auf Zahnwurzel-Behandlungen (Endodontie) spezialisiert. Im Interview erklärt er, warum das fast immer besser als Zahnziehen ist. Er rät auch zur Wiederholung einer Wurzelbehandlung.

Herr Dr. Gericke, warum sind Zahnwurzel-Behandlungen sinnvoll?

Sie sind sehr oft eine Alternative zum Zahnziehen oder zum Implantat. Der eigene, natürliche Zahn ist immer mehr wert als ein Implantat, wenn er noch eine gewisse Grundsubstanz hat. Denn der natürliche Zahn hat einen sehr dichten Verbund mit dem Knochen. Damit werden die starken Druckkräfte abgeleitet, die auf einen Zahn täglich einwirken. Bei aller Technik, die es heute bei Implantaten gibt, erreicht man nicht das natürliche Original. Ein Implantat oder eine Brücke bleiben immer nur die zweitbeste Lösung. Zahnerhalt ist immer besser.

Warum sollte man einen Endodontologen aufsuchen?

Zu mir kommen Patienten, bei denen eine Wurzelbehandlung gemacht werden muss, aber auch Patienten denen die Wurzelspitze entfernt oder ein Zahn gezogen werden soll. Bevor man sich einen Zahn ziehen lässt, empfehle ich immer den Besuch beim Spezialisten, weil man Zähne heute sehr oft noch retten kann. Endodontologen sind auf die Behandlung der Zahnwurzel spezialisiert, ich selbst bin seit mehr als zehn Jahren darauf spezialisiert. Untersuchungen zeigen, dass die Wurzelbehandlungen beim Spezialisten viel, viel höhere Erfolgschancen haben.

Was ist beim Endodontologen anders?

Die Erfahrung ist neben der hochspezialisierten technischen Ausstattung ganz entscheidend. Ich sehe unter dem Mikroskop regelmäßig Wurzelkanäle, die ein Zahn laut älterer Lehrmeinung gar nicht oder nur in Ausnahmefällen hatte. Werden diese übersehen, mindert das den Erfolg der Behandlung natürlich erheblich.

Manchmal kommen die Schmerzen nach Wurzelbehandlungen wieder. Was ist dann zu tun?

Man muss natürlich die Ursache genau klären. Wenn es sich tatsächlich um eine erneute Entzündung der Zahnwurzel handelt, rate ich zu einer Wiederholung der Wurzelbehandlung, also einer Revision. Denn auch in so einem Fall sollte man versuchen, den natürlichen Zahn zu retten. Glücklicherweise sind Revisionsbehandlungen heute nur sehr selten nötig, da die Erfolgsaussichten bei der Erstbehandlung enorm hoch sind. Es kann aber aufgrund der doch sehr komplizierten Anatomie eines Zahnes vorkommen, dass beim ersten Eingriff ein Wurzelkanal übersehen wurde oder man nicht ganz bis zur Wurzelspitze runtergekommen ist. Leider kann es auch passieren, dass auf anderem Weg Bakterien neu in den Zahn eindringen, zum Beispiel nach dem Verlust einer Füllung oder Krone, oder wenn diese nicht mehr intakt ist.

Wie läuft die Behandlung der Zahnwurzel ab?

Im Normalfall dauert diese ein bis zwei Stunden. Wir decken den Zahn mit einem Kofferdam ab, das ist eine Art OP-Tuch, das den Zahn isoliert und vom restlichen Mundraum abschirmt. Dadurch kommen Spülflüssigkeiten nicht in den Mund beziehungsweise Bakterien nicht aus der Mundhöhle in das Innere des zu behandelnden Zahnes. Nach der Eröffnung des Zahns wird mit den speziellen Instrumenten des Endodontologen der Zahn von innen gereinigt und erkranktes Gewebe entfernt. Das findet mit feinen Instrumenten statt, die sich der individuellen Biegung innerhalb der Zähne anpassen. Dies erfolgt unter ständiger mikroskopischer Kontrolle. Der Zahn wird innen aufwändig gespült und gereinigt, auch mit Ultraschall und Laser, um vorhandene Bakterien abzutöten. Danach wird die Zahnwurzel abgedichtet, damit keine Bakterien mehr eindringen können. Bei einer Revisionsbehandlung wird das wiederholt.

Wie unangenehm ist die Behandlung?

Die Behandlung der Zahnwurzel ist heute gar nicht mehr unangenehm. Sie ist und muss auch für den Patienten absolut schmerzfrei sein, anders könnte ich als Präzisionsarbeiter gar nicht tätig werden. Ich muss sicher sein, dass er ruhig und entspannt liegt. Ich erreiche das mit der perfekten Betäubung und bin darin auch versiert, diese zu erreichen. Manchmal kommt es sogar vor, dass Patienten so entspannt sind, dass sie bei mir einschlafen.

Was ist nach der Behandlung zu beachten?

Wenn es ein Zahn im Oberkiefer ist, kann der Patient danach gehen, essen und trinken, da ist sofort alles gut. Im Unterkiefer muss man etwas vorsichtiger sein, weil meistens die Zunge mit betäubt wird, und man aufpassen muss, sich nicht auf die Zunge zu beißen. Im Normalfall tut es ein wenig weh, ähnlich einem kleinen Schnitt am Finger, der auch während des Heilungsprozesses noch empfindlich ist. Dies verschwindet aber schnell von alleine wieder.

So erreichen Sie uns:

 

 

Kontakt

 

 

 

Dr. Dietrich Gericke

Zahnarztpraxis für Endodontie im Ärztehaus „Rudolf Virchow“

Reichenberger Str. 3

13055 Berlin

Tel: 030 971 15 25

Fax: 030 325 16 521

Mail: endomaster.berlin@googlemail.com

www.master-endodontie-berlin.de

Schwerpunkte

 

Wurzelbehandlung

Prothetik

Endodontie

 

Termine

 

 

 

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Di: 8:00 - 19:00 Uhr

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