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Prophylaxe

Durch gesunde Zähne zu weniger Erkrankungen

Zahnfleischerkrankungen wie Parodontitis und Periimplantitis können schwerwiegende Folgen haben und andere Krankheiten begünstigen. Priv.-Doz. Dr. Nicole Pischon erklärt die Behandlungsmöglichkeiten in ihrer Praxis.

Frau Dr. Pischon, Sie haben einen Lehrauftrag an der Universitätsmedizin-Charité, waren dort lange Jahre kommissarische Leiterin der Abteilung für Parodontologie und haben sich als niedergelassene Zahnärztin auf Parodontitis und Periimplantitis spezialisiert. Was sind das für Erkrankungen?

Bei der Parodontitis handelt es sich um eine Entzündung des Zahnhalteapparates, die sehr weit verbreitet ist. Die meisten Fälle treten ab dem 50. Lebensjahr auf. Sie entsteht durch Plaquebakterien auf den Zähnen. Parodontitis kann bis zum Verlust von Teilen des Kieferknochens und der Zähne führen. Außerdem legen wissenschaftliche Untersuchungen inzwischen nahe, dass Entzündungen im Mundbereich Diabetes, Rheuma sowie Herz- und Kreislauferkrankungen fördern können. Als Periimplantitis bezeichnet man die Entzündung von Gewebe, das ein Zahnimplantat umgibt. Auch hiervon sind sehr viele Menschen betroffen. Hier führen Plaquebakterien auf der Implantatoberfläche zu Entzündungen des umliegenden Gewebes, dem Verlust des Kieferknochens und im schlimmsten Fall zum Verlust des Implantats.

Wie lassen sich die Erkrankungen behandeln?

Leider sind die ersten Anzeichen für die Erkrankungen, etwa Neigung zu Zahnfleischbluten, oft eher undeutlich. Wenn Zähne sich schon verschoben haben oder wackeln, handelt es sich schon um ein fortgeschrittenes Stadium. Als Spezialisten erkennen wir die Erkrankungen in unserer Praxis aber sehr früh und bieten dann eine Therapie auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand an. Zunächst werden die Zähne und Implantate an mehreren Terminen gereinigt. Dabei werden sie von Zahnstein befreit, mit Ultraschall und weiteren Geräten gereinigt, poliert und mit Fluor versetzt. Danach geht es unter örtlicher Betäubung tiefer an die Beläge an den Wurzeloberflächen und besonders harte Auflagerungen heran. Die Zähne und das Zahnfleisch werden danach von unseren speziell ausgebildeten Dentalhygienikerinnen regelmäßig kontrolliert, beispielsweise durch die Messung der Zahnfleischtaschen. Es wird auch weiter professionell gereinigt. Bei der Periimplantitis ist die Reinigung allerdings deutlich schwieriger, weil Implantate heute eine raue Oberfläche haben, von der Bakterien schwieriger zu entfernen sind.

Was ist bei schon weit fortgeschrittenen Erkrankungen?

Wenn auch die Knochendefekte schon sehr weit sind, versuchen wir den Knochen bestmöglich wieder aufzubauen. Dazu setzen wir Ersatzmaterialien und spezielle Proteine ein. Ziel ist bei uns immer der ästhetische Zahnerhalt. Sollten schon Zähne verloren gegangen sein, ersetzen wir sie durch Implantate. Verloren gegangenes Zahnfleisch kann ich in meiner Praxis auch wieder aufbauen und durch Transplantationen ersetzen.

Was können Patienten tun, damit es nicht so weit kommt?

Nach dem Beginn der Parodontal- und der Periimplantitis-Behandlung müssen die Patienten regelmäßig zur Nachsorge in unsere Praxis kommen. Je nach Schweregrad kann das alle drei oder sechs Monate sein. Allerdings erhöht das erheblich die Chance, die natürlichen Zähne zu erhalten. Hilfreich ist natürlich auch ein regelmäßiges Screening auf Parodontitis, das wird leider oft versäumt, obwohl die Kassen es bezahlen. Die Behandlung von Parodontitis sollte aber auf jeden Fall erfolgen und auch ernst genommen werden. Denn sehr oft nehmen auch andere Erkrankungen ab, wenn die Entzündung im Mundraum aus dem Körper genommen ist. Durch die Reduktion der Keimbelastung hat das Immunsystem wieder die Chance, andere Erkrankungen selbst zu bewältigen.

Wir freuen uns auf Sie unter:

 

 

 

 

 

Kontakt

 

 

 

 

 

 

Zahn- und ProphylaxeCenter

Priv.-Doz. Dr. med. dent. Nicole Pischon

Karl-Marx Straße 24

12529 Schönefeld OT Großziehen

Tel: 03379 5829 488

info@zahnarzt-pischon.de

www.zahnarzt-pischon.de

 

 

 

Schwerpunkte

 

Parodontologie

Periimplantitis

Prophylaxe/Dentalhygiene

Implantattherapie

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