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Achtsamkeitstraining, MBSR/MBCT, Hyponse & Coaching

„Achtsamkeit fördert die Gesundheit und Lebensqualität“

Walter Dieban ist Heilpraktiker und Achtsamkeitstrainer. In einem persönlichen Interview erzählt er über seine Techniken und Herangehensweisen, wie er seinen Klienten dabei hilft, mehr Freude und Gelassenheit in ihr Leben zu bringen.

Herr Dieban, als Heilpraktiker haben Sie sich insbesondere dem Thema Achtsamkeit verschrieben. Was genau verstehen Sie unter „Achtsamkeit“?

Achtsamkeit und Meditation sind für mich eine Lebensart, sozusagen die „Kunst zu leben“. Eine aufmerksame Haltung zu haben, immer wieder im Moment sein, zu bemerken, wenn es nicht so ist und dieses als Gelegenheit wahrnehmen, in den Moment zurückzukommen. Dem „Jetzt“ die Aufmerksamkeit schenken und das, ohne zu werten und zu urteilen. Wohlwollend anzunehmen was jetzt ist, immer wieder von Augenblick zu Augenblick. Auf diese Art können wir ein tieferes Verständnis von uns selbst und unseren gewohnheitsmäßigen Reaktionsweisen entwickeln.

Achtsamkeit eröffnet uns einen Weg zur Balance zwischen „Sein und Tun“. Mehr Entspannung, Gelassenheit und Konzentration sind Begleiterscheinungen, die sich förderlich auf die Gesundheit und Lebensqualität auswirken.

Sie lehren vorwiegend die achtsamkeitsbasierte Stressreduktion MBSR nach Jon Kabat-Zinn. Was kann man sich darunter genau vorstellen? Wie läuft so etwas ab?

Ein MBSR-Kurs oder Coaching kann im Einzel-, Paar-, und Gruppensetting stattfinden. Allen Settings liegt eine achtwöchige Struktur zugrunde, mit einem wöchentlichen Treffen von anderthalb bis zweieinhalb Stunden, je nach Setting. Achtsamkeit ist ein Trainingsprogramm für unseren Geist und beinhaltet meditative Übungen in Ruhe und Bewegung. MBSR bietet praktische Übungen im Umgang mit Stress, schmerzhaften Emotionen, körperlichen Schmerzen oder schwierigen Kommunikationssituationen.

Die Inhalte der Kurstermine bauen modulartig aufeinander auf, so dass jede Kurseinheit die Voraussetzung für die nachfolgende darstellt. Eine regelmäßige Teilnahme ist deshalb wichtig. Das regelmäßige Praktizieren der im Kurs erlernten Übungen zu Hause ist die Voraussetzung dafür, eine stabile Achtsamkeitspraxis zu entwickeln.

„Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ – das hört sich zunächst einmal ganz simpel an. Kann das nicht jeder ganz einfach für sich selbst zu Hause durchführen?

Im Prinzip ja, vor allem in den heutigen Zeiten von Online-Kursen. Ich selbst bin gerade dabei einen Online-Kurs zu produzieren. Doch die meisten von uns wissen, wie schwer es ist sich eine neue Disziplin allein anzueignen und mit den Stolpersteinen umzugehen. In der Gruppe und durch das Kurs-Programm kann direkt erfahren werden, wie andere damit umgehen. Manchmal denken Teilnehmende, dass sie etwas falsch machen oder es nicht richtig funktioniert. Hier kann ich als Begleiter unterstützen, dass es mit zur Übung gehört mit den Unwägbarkeiten zu arbeiten. Der persönliche Austausch und die Begleitung von einem erfahrenen Achtsamkeitslehrer unterstützten den Lernenden auf dem Weg.

Haben Sie vielleicht eine kleine „Achtsamkeits-Kostprobe“ für unsere Leser?

Vielleicht genau jetzt einen „Stopp“ einzulegen, indem Sie die Aufmerksamkeit auf den Atem lenken, nur beobachten wie dieser ein- und ausströmt. Die Augen können Sie dabei schließen und alles andere darf in den Hintergrund treten. Und falls Sie abgelenkt werden von Gedanken, Erinnerungen, Planungen und dieses bemerken, sich mit einem inneren Lächeln wieder dem Atem zuwenden. Nach ein bis zwei Minuten wieder die Augen öffnen und schauen, wie Sie sich jetzt fühlen und Ihre Umgebung wahrnehmen. Ich nenne diese Übung „Einatmen – Ausatmen – Lächeln“.

Sie bieten auch mehrwöchige MBSR-Kurse an. Wie laufen diese in der Regel ab und was können die Teilnehmer davon erwarten und für sich mitnehmen?

Die Praxis der Achtsamkeit hilft uns, ein tieferes Verständnis für die eigenen körperlichen und seelischen Reaktionen zu entwickeln, vor allem auch im Umgang mit schwierigen Situationen. In den achtwöchigen Kursen lernen die Teilnehmenden unter anderem sich selbst, andere und ihre Umwelt bewusster wahrzunehmen, ihre stressfördernden Gedanken und Bewertungen zu reflektieren und gegebenenfalls zu verändern und die Ursachen ihres Stresses zu erkennen sowie gelassenere Umgangsweisen zu entdecken.

In Stichworten gesagt:

  • klar und gelassen in Stresssituationen sein,
  • besser mit schwierigen Emotionen umgehen,
  • Körper und Geist entspannen,
  • ruhiger, konzentrierter und zufriedener werden.

Neben Kursen und Einzelcoachings zum Thema Achtsamkeit widmen Sie sich auch der Hypnose. In welchen Bereichen und zu welchen Zwecken wenden Sie diese Methode an?

Hypnosetherapie wende ich zur Kurzzeittherapie an. Hier gibt es viele Anwendungsmöglichkeiten, meine Schwerpunkte sind hier auch die Stressbewältigung wie Lernstress oder Ängste, darunter zum Beispiel Prüfungs- und Versagensangst oder Flugangst. Hypnose ist auch gut einsetzbar in der persönlichen und beruflichen Entwicklung und Entfaltung.

Wie läuft in der Regel eine Hypnosesitzung ab?

Grundsätzlich gehört zur ersten Hypnosesitzung ein Vorgespräch, die Anamnese. Hier geht es darum herauszufinden, was schon alles getan wurde und das Anliegen gemeinsam zu definieren. Was soll sich konkret für die Person verändern? So kann ich die Person kennenlernen und individuell die Hypnose auf sie ausrichten.

Dann kommt die eigentliche Hypnose, die ganz auf die Person zugeschnitten ist. Die Klienten können sich auf einem Liegesofa entspannen und mit ihrem Unterbewusstsein Kontakt aufnehmen. Ich begleite die Klienten in und durch die Trance und unterstütze sie wohlwollend durch ihren Prozess zu gehen.

Am Ende der Hypnose leite ich die Trance aus und es gibt danach Zeit, das Erlebte zu reflektieren. Nach der Hypnose fühlen sich viele Klienten positiv, wach und klar und haben ein Gefühl von Leichtigkeit und Stärke.

Ist es möglich, jeden Menschen zu hypnotisieren oder gibt es auch Fälle, bei denen es nicht funktioniert?

Wir Menschen befinden uns täglich mindestens zweimal in einem hypnoseähnlichen Zustand, nämlich in der Einschlaf- und Aufwachphase, kurz vorm Einschlafen bzw. nach dem Aufwachen. Auch wenn wir ein Buch lesen oder einen Film schauen kommen wir in einen tranceähnlichen Zustand.

Das sind gute Voraussetzungen für die Hypnose. Nach meiner Erfahrung lassen sich fantasievolle Menschen besonders gut hypnotisieren.

Es gibt vielleicht circa zwei bis drei Prozent, die nicht hypnotisierbar sind. Personen, die über ihre vollen geistigen Fähigkeiten verfügen, bereit sind, sich auf die Hypnose einzulassen, etwas in ihren Leben lösen oder verändern möchten lassen sich generell hypnotisieren.

Kontraindiziert ist Hypnose bei Menschen mit Erkrankungen wie Demenz, Alzheimer und akuten psychotischen Zuständen.

Ein weiteres Thema aus Ihrem Portfolio ist die Familienaufstellung. Vielen mag dieser Begriff vielleicht geläufig sein, aber was kann man darunter eigentlich genau verstehen und wie läuft so etwas ab?

Mit Hilfe der Familienaufstellung bzw. systemischer Aufstellungsarbeit kann hinter das innere Bild von schwierigen, belastenden Lebenssituationen geschaut werden. Mit einer Aufstellung werden die Verstrickungen und Dynamiken, die sich hinter den problematischen Situationen verbergen, sichtbar gemacht. Es entsteht eine neue Perspektive durch das Sichtbarmachen und Bewusstwerden der eigenen inneren Haltung zum Thema.

Um ein Anliegen herauszuarbeiten beginnt jede Aufstellung mit einem Vorgespräch. Gemeinsam finden der Klient und ich heraus, welche Personen, Elemente in der Aufstellung aufgestellt werden und wie wir beginnen. Allein das Offenlegen des eigenen Anliegens kann zu Erkenntnissen bzw. Aha-Momenten führen.

Dann wählt der Klient für jede Vertreterposition sogenannte Stellvertreter aus und stellen sie intuitiv, aufmerksam und achtsam im Raum auf.

Die Stellvertreter werden während der Aufstellung nach ihren Wahrnehmungen, Befindlichkeiten und Gefühlen von mir befragt. Verdeckte Verbindungen, Dynamiken und Energien werden so für den Klienten sichtbar und fühlbar.

Durch eventuelle Positionswechsel, Rituale und Lösungssätze entstehen Möglichkeiten für Klärungen, neue Perspektiven, Haltungen und Handlungsmöglichkeiten. Im Erleben ihrer Aufstellung entstehen für die Klienten neue Sichtweisen für eine gute Lösung.

Für wen ist eine Familienaufstellung sinnvoll?

Aufstellungsarbeit kann Menschen sinnvoll unterstützen bei:

  • Persönlichen Entscheidungssituationen
  • Persönlicher Potentialentfaltung
  • Familiären Schwierigkeiten
  • Wiederkehrenden Konflikten
  • Körperlichen und seelischen Krankheiten
  • Traumabewältigung
  • Trennung/Scheidung
  • Krisen/Konflikten in Paar-Beziehungen
  • Kindheitstrauma
  • Auffälligkeiten bei Kindern
  • Schicksalsbewältigung
  • Umgang mit Tod
  • Ängsten

Abschließend Hand auf Herz und frei heraus: Drei Dinge, die Sie in Ihrem Bereich auszeichnen?

Ich bin ein guter Zuhörer, der zugewandt ist, mit Humor und Präsenz meine Klienten mitfühlend auf ihren Weg begleitet, ohne in eine Richtung zu drängen, aber auch herausfordert. Wichtig ist mir, dass meine Klienten mit ihrem Potenzial in Verbindung kommen und sich voll zu ihrer Freude entfalten können.

So erreichen Sie uns:

 

Walter Dieban Achtsamkeitstrainer & Coach

Praxis in der Remise

Schillerstr. 40

10627 Berlin

 

Tel: 030 37309955

walter@dieban.net

www.mbsr-berlin.info

Schwerpunkte:

 

Schlafstörung

Stress

Prüfungsängste

Paarberatung

Coaching

Trauma