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bbw Hochschule: Das Gründerzentrum

„Die beste Zeit ist jetzt!“

Am Anfang steht immer die Idee. Das bbw Startup Center hilft dabei, dass diese Realität wird.

Am Anfang steht immer die Idee. Das bbw Startup Center hilft dabei, dass diese Realität wird.

Foto: bbw Hochschule

„Starte jetzt!“ Christian Grosser, Leiter des Gründerzentrums der bbw Hochschule, animiert und betreut Gründungsinteressierte dabei, ihre Vorhaben zu verwirklichen. Im Interview mit der Berliner Morgenpost erzählt der Experte von Stolpersteinen, wie diese überwunden werden können und häufige Kommentare, die es gilt, zu ignorieren.

Herr Grosser, stellen Sie sich und Ihre Einrichtung doch bitte kurz vor.

Mein Name ist Christian Grosser und ich bin Leiter des Gründerzentrums der bbw Hochschule, auch bekannt als bbw Startup Center. Die bbw Hochschule ist eine der größten privaten Hochschulen in Berlin und Brandenburg und ist so eng wie keine andere Hochschule mit der Wirtschaft der Region Berlin-Brandenburg und den hiesigen Unternehmensverbänden (UVB) vernetzt. Diese Verbindung prägt das besonders anwendungsbezogene Profil der Hochschule. Ausgehend von der praxisnahen Lehre der bbw Professor:innen und Dozierenden mit enger Anbindung an Wirtschaftsunternehmen sowie eigenen Gründererfahrungen bietet das Gründerzentrum die Möglichkeit, sich über die gründungsrelevanten Themen bedarfsgerecht zu informieren und individuell gecoacht zu werden, beispielsweise zu den Voraussetzungen und Möglichkeiten der Förderung, Finanzierung, Investorensuche, Markteintritt, Verantwortung, Risiko und Team.

Wie sind Sie zu Ihrer Arbeit gekommen?

In rund 20 Jahren Arbeit als selbstständiger beziehungsweise freiberuflicher Unternehmensberater habe ich unter anderem unzählige Unternehmensgründungen begleitet. In den letzten sieben Jahren lag mein Beratungsschwerpunkt bei Gründern, Startups und KMU (Klein- und mittelständische Unternehmen). Seit über fünf Jahren unterstützte ich die bbw Hochschule beim Auf- und Ausbau der Forschungsaktivitäten. Als sich die Möglichkeit bot, beim BMWi eine Förderung für den Aufbau eines Gründerzentrums zu erhalten, lag dieser Schritt nahe.

Bei Ihrem Know-How klingt es so, als wären Sie selbst Gründer...

Ja, das stimmt auch tatsächlich. Abgesehen davon, dass zahlreiche Unternehmensgründungen begleitet habe, habe ich auch bereits mehrere Unternehmen selbst oder mitgegründet.

Und warum haben Sie sich für einen Beruf als Berater und Betreuer für angehende Startup-Gründer:innen entschieden?

In der Beratung ist kein Projekt wie das andere. Es kommt keine Langeweile auf: Bei jedem Projekt muss man sich als Unternehmensberater auf neue Projektpartner, andere Situationen und neue Herausforderungen einstellen. Zudem erhalte ich auch oft einen Einblick in verschiedene Unternehmenskulturen und unterschiedlichste Themenbereiche. Aus der Vielzahl an unterschiedlichen und individuellen Projekten ergibt sich eine große Abwechslung, die es einem selbst ermöglicht, in kurzer Zeit eine Menge dazuzulernen. Vor allem das Umfeld der Innovationen ist geprägt von einer hohen Dynamik und Schnelllebigkeit, die das Geschehen sehr spannend gestalten.

Als Berater für Gründer und Startups kann ich meine Expertise sowie Methodenwissen an junge Unternehmer:innen weitergeben und so von Anfang an dabei unterstützen, den richtigen Weg einzuschlagen. Etablierte (und ältere) Unternehmen sind in ihrem Weg sehr oft schon ein-, wenn nicht sogar festgefahren. Und als Fördermittel-Experte kann ich den Gründern zudem dabei helfen, das einzuwerben, was sie in der Startphase häufig am meisten benötigen: Geld.

Können Sie unseren Lesenden kurz und knapp beschreiben, welche Tätigkeiten Ihre Arbeit genau umfasst?

Im Gründungzentrum begleiten wir von der (Gründungs-)Idee bis zum gegründeten Unternehmen. Wir unterstützen bei der ersten Finanzierung durch staatliche Fördermittel oder private Investments. Wir geben ein bedarfsgerechtes Coaching in allen gründungsbezogenen Fragenstellungen. Dies kann die Unterstützung bei der Ausarbeitung von Pitch-Decks sein, aber auch Hilfestellung in der Team-Zusammensetzung oder -arbeit. Außerdem vermitteln wir erste Kontakte zu etablierten Unternehmen als mögliche Pilotkunden.

Wo sehen Sie Vorteile innerhalb Ihres Berufes?

Überall quasi. Es wird ein hohes Maß an Abwechslung geboten, da jedes (Innovations-)Projekt anders ist. Innerhalb des Bereichs Innovationsmanagement herrscht auch eine hohe Dynamik und Schnelllebigkeit. Zudem erhält man viele Einblick in verschiedene Themen und Unternehmenskulturen, was einem sowohl persönlich als auch beruflich ungemein weiterhilft. Und speziell für das Startup-Umfeld lässt sich sagen, dass man hier mit hochdynamischen und interessanten Menschen unterschiedlichster Couleur zusammenarbeiten darf, die für ihre Ideen brennen und Dinge bewegen – gar verändern – möchten.

Das klingt sehr abwechslungsreich, umfassend und vor allem vielseitig. Können Sie das bbw-Gründerzentrum dennoch mit einigen Begriffen kurz beschreiben?

Wenn ich es auf den Punkt bringen müsste, würde ich unser tolles, dynamisches Team in den Vordergrund stellen. Wir sind zwar ein junges, aber dennoch hoch erfahrenes Team, da jede:r ein weitreichendes Know-how aus verschiedenen Bereichen mitbringt. Zudem zeichnen wir uns durch Flexibilität und unserer Offenheit für Neues aus. Wir arbeiten anwendungsorientiert, praxisnah und stehen über die bbw Hochschule und den Unternehmensverbänden (UVB) im engen Austausch mit der Wirtschaft und Akademie

Und was sehen Sie als Alleinstellungsmerkmal, welches Sie von anderen vergleichbaren Einrichtungen abhebt?

Die bbw Hochschule versteht sich als Hochschule der Wirtschaft für die Wirtschaft. Diese Wirtschaftsnähe als eine besonders enge Verbindung zwischen akademischem Anspruch und Praxisorientierung leben auch wir im Gründerzentrum und entwickeln diesen Ansatz in Richtung der Startup-Unternehmen weiter.

Die Gründung eines eigenen Unternehmens wird von Außenstehenden eher kritisch beäugt. Gibt es Vorurteile, mit denen Sie gern aufräumen würden?

Häufig hören Gründer:innen schnell Sätze wie „Das klappt niemals!“, “Das geht doch schief!“ oder „Das kann so gar nicht funktionieren.“ Deswegen habe ich folgende Ratschläge.

Liebe Gründer*innen: Sofern diejenigen nicht selbst ausgewiesene Experten in diesem Bereich sind – oder auch selbst wenn doch –, ignoriert diese Sätze und versucht es. Macht es! Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Wer Sicherheit möchte, sucht sich einen Job in einem Konzern oder in einer Behörde und wird dementsprechend auch kein:e Gründer:in.

Mindestens genauso oft kommen Aussagen wie „Das kenne ich irgendwo her.“, „Gibt es das nicht schon?“ oder „Was ist daran neu? Das ist ja gar nicht innovativ.“ Doch diese sind vor allem eins: Typische Sprüche aus der Kategorie „Ich habe nichts zu sagen, tue es aber dennoch.“ Oder auch gern von Neidern ausgesprochen. Auch hier wende ich mich wieder direkt an diejenigen, die diese Sätze oft genug gehört haben.

Liebe Gründer*innen: Falls ihr nicht gerade Grundlagenforschung betreibt oder an der nächsten Sprunginnovation arbeitet, dann ist doch eigentlich fast alles schon „irgendwie bekannt”. Wenn man lange genug sucht, gibt es immer irgendwo jemanden auf der Welt, der diese Idee genauso oder zumindest ähnlich Idee schon einmal gedacht hat. Allerdings seid ihr gerade jetzt und hier an dieser Stelle. Besinnt euch auf eure Stärken, sucht euch eure USP (Alleinstellungsmerkmale) und dann raus zu den Kunden!

Können Sie sich an einen Studierenden erinnern, der Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist?

Alle bis dato von uns betreuten Studierenden waren oder sind auf ihre Weise besonders und haben Eindruck hinterlassen. Wir freuen uns besonders über den engen Kontakt, der auch noch nach unserer Betreuung und Unterstützung herrscht. Oft unterstützen auch die Alumni, die gegründet haben, die aktuellen Studierenden. Auf unseren Events findet daher immer ein enger Austausch statt.

Welche Veränderungen hat die aktuelle pandemiebedingte Situation auf Ihren Arbeitsalltag?

Aus der persönlichen Beratung sowie verschiedenen Präsenzveranstaltungen wurden nahezu vollständig Online-Meetings. Leider bleibt dabei viel Zwischenmenschliches auf der Strecke.

Auch unser schöner CoWorking-Space kann leider (noch) nicht so genutzt werden, wie wir uns das gewünscht hatten. Das Team des bbw Startup Centers ist allerdings sehr flexibel, was die Online- oder Offline-Meetings angeht. Unabhängig von der pandemischen Situation halten wir viel vom freien Arbeiten. Das heißt, dass die Mitarbeiter:innen von überall aus an Meetings teilnehmen können.

Gibt es Vor- oder Nachteile, die Sie beobachten können?

Ein Vorteil ist die schnelle Entwicklung und Implementierung von Online-Tools, die man auch in einem Leben nach der Pandemie – ja, wir glauben weiterhin fest daran – nutzen kann. Die Digitalisierung hat einen enormen Schwung bekommen und für viele Unternehmen ist mobiles Arbeiten zur Normalität geworden. Wenn sich aufgrund der persönlichen Präferenz ausgesucht werden kann, ob das Meeting online oder in Präsenz sattfindet, dann sind wir in einer Business-Welt angekommen, die richtig Spaß machen und leichter in den Alltag integriert werden kann.

Welche (langfristigen) Auswirkungen sehen Sie in Bezug auf die aktuelle Corona-Krise?

Was den persönlichen Kontakt und persönliche Interaktionsmöglichkeiten sowie Veranstaltungen angeht: hoffentlich keine.

Andererseits hat die Corona-Krise der Digitalisierung in Deutschland zu einem enormen Schub verholfen. Vieles ist nun möglich, was vorher noch nahezu undenkbar schien – zumindest in dieser Größenordnung: Remote Arbeit, mobiles Arbeiten oder Home Office ist für viele Bereiche Alltag geworden, es finden Online-Lehren mit Studierenden aus der ganzen Welt statt, Dienstreisen werden durch virtuelle Konferenzen ersetzt.

Dazu lassen sich auch neue, primär digitale Geschäftsmodelle und damit enorm viel Potential für neue, junge Unternehmen entdecken.

Haben Sie einen ganz persönlichen Geheim-Tipp, den Sie angehenden Gründer:innen – und nun auch unseren Lesenden – mit auf den Weg geben möchten?

Um es mit den Worten des irischen Schriftstellers Samuel Beckett zu sagen: „Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.“

Wenn sich eine (Gründungs-)Idee als falsch erweist oder das eigene Startup scheitert, ist dies kein Grund, aufzugeben. Scheitern ist keine Schande. Wichtig ist, daraus zu lernen, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen und es neu zu versuchen.

Und was erhoffen Sie sich für das restliche Jahr?

Das wir wieder ein Stück weit zur Normalität finden. Dass größere Treffen sowie Reisen wieder möglich werden, sodass wir die gründungsinteressierten Studierenden, national sowie international, bei uns im Gründerzentrum – im „Haus der Wirtschaft“ – begrüßen dürfen.

Herzlichen Dank für diesen interessanten Einblick!

Wir freuen uns auf Sie:    

Kontakt

 

 

bbw Hochschule

Leibnizstraße 11 - 13

10625 Berlin

Telefon: 030 - 319 909 50

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