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Stadler Radreise Etappe 2

In vier Tagen an die Ostsee - Teil 2

Von Joachimsthal nach Nechlin – die zweite Etappe auf dem Radweg an die Ostsee hat es in sich. Ein Highlight: sportlich als auch kulinarisch.

Motiviert fährt Redakteur Martin Hildebrandt für Zweirad Stadler ans Meer.

Motiviert fährt Redakteur Martin Hildebrandt für Zweirad Stadler ans Meer.

Foto: Martin Hildebrandt

Von wegen Ruhe auf dem Land. Am frühen Morgen der zweiten Etappe des Berlin-Usedom-Radwegs öffnen wir die Fenster, um die ersten Sonnenstrahlen zu genießen. Dabei kommt uns ein ohrenbetäubendes Kreischen und Trompeten entgegen. Es erinnert an die Wildnis in Afrika, ist exotisch und doch vertraut: „Guten Morgen, Brandenburg!“

Hier krakeelen Kraniche, Singschwäne und Wildgänse, die rund um den Griminitzsee rasten. Mit lautem Geschrei begeben sie sich jetzt auf die Futtersuche. All das lässt sich vom Frühstücksraum des Seehotels Schorfheide aus beobachten - im Wintergarten mit Blick auf eine naturbelassene Wiese am See. Der Anblick ist fast zu schön, um weiterzufahren. Aber viele Orte auf der zweiten Etappe versprechen schön zu werden, daher heißt es Abschied nehmen.

Fast 90 Kilometer liegen an diesem Tag des Zweirad Stadler Radweg-Checks vor uns. Da heißt es, so früh wie möglich los. In kurzer Zeit sind die Taschen gepackt. Erstaunlich, wie wenig Platz Funktionskleidung einnimmt. Die Windjacke, die bereits am Vortag für ein wohliges Gefühl gesorgt hat, lässt sich auf ein faustgroßes Knäuel zusammenpressen. Auch die Radhosen benötigen in den Fahrradtaschen wenig Raum. Das kleine Maß spart viel Zeit: Schnell ist alles für die Weiterfahrt verstaut. Und dank des Klicksystems sind die Taschen einfach und sicher am Gepäckträger befestigt.

Viele Profis kontrollieren nun das Rad, prüfen die Bremsen, ölen die Kette. Insbesondere, wenn es über Nacht geregnet hat, ist so ein Check ratsam. Im Falle des Bulls Urban 11S Beltdrive ist das aber nicht notwendig. Die hydraulischen Scheibenbremsen sind stets einsatzbereit und auch die 11-Gang-Nabenschaltung mit dem Gates-Riemenantrieb ist quasi wartungsfrei: Ihr kann weder Feuchtigkeit noch Schmutz etwas anhaben.

Selbst ein Schlammbad steckt der Antrieb folgenlos weg. Das mag zwar auf dem Berlin-Usedom-Radweg weniger ein Problem sein, doch wer häufiger Waldwege entlang fährt, wird darüber froh sein, dass nach einem Regenguss putzen nicht zwingend erforderlich ist. Und der Riemen springt auch nicht mal eben vom Ritzel, wie das bei einer Kette passieren kann. Kettenöl mitzunehmen ist zudem auch nicht immer ein Vergnügen. Denn so ein Fläschchen kann auslaufen.

Zweite Etappe light

Die zweite Etappe ist die längste. Das liegt unter anderem am Ziel, der Unterkunft in Nechlin. Ein ungewöhnlicher Ort, mitten auf dem Land. In einem kleinen Dorf betreiben Andreas und Marko Krieser in einer ehemaligen Brennerei ein hochwertiges Restaurant mit stilvollen Zimmern. Bis Nechlin sind es von Prenzlau etwa 15 Kilometer zusätzlich. Wem das zu viel ist, der kann auch im Prenzlau im Stadthotel übernachten. Damit wäre die Etappe „lediglich“ rund 75 Kilometer lang.

Wer abkürzen möchte: Einige Radführer schlagen eine direkte Route zwischen Glambeck und Steinhöfel vor. Dies spart in der Tat etliche Kilometer. Die Radfahrer müssen sich aber teilweise auf unbefestigte Waldwege einstellen. Zudem entfällt der sehenswerte, wunderbar zu fahrende Abschnitt an den Fischteichen bei Angermünde.

Weltnaturerbe am Wegesrand

Ein weiteres Highlight auf der Strecke sind die Buchenwälder bei Grumsin. Sie gehören zu den eindrucksvollsten Wäldern Europas. Dies ist nicht nur so dahingesagt. Auch die Unesco war der Ansicht und erklärte den Grumsiner Forst zum Weltnaturerbe. Damit steht er auf einer Stufe mit dem Grand Canyon oder den Victoriafällen.

Landschaftlich ändert sich die Strecke ab Angermünde. Es wird noch etwas hügeliger und damit sportlicher. Nun zeigt sich der Vorteil eines leichten Rades mit leichtem Gepäck. Von den Uckerseen aus ist bereits Prenzlau im Blick, beziehungsweise die Marienkirche, eines der bedeutendsten Zeugnisse der Backsteingotik. Ihre Türme sind kilometerweit zu sehen. Nechlin liegt in einem kleinen Tal der Ucker nördlich von Prenzlau. Wir sind im letzten Ort vor Mecklenburg-Vorpommern. Es gibt ein paar Bauernhöfe, ein Bahnhof und die alte Brennerei. Erneut ein wundervoller Ort zum Übernachten. Zufrieden genießen wir ein Bier in der Abendsonne. Herrlicher Radfahrtag!

Etappe 3 ab dem 24.05. sowie mehr zum Thema Zweirad im aktuellen Stadler-Themenspecial "Stadler Radreise".


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