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Radreisen mit Stadler

Wie das Rad am besten auf Reisen mitkommt

Viele steigen im Urlaub gerne auf den Sattel. Nur wie kommt das Fahrrad an sein Ziel? Mit diesen Tipps werden Radreisen zum Vergnügen.

Dachträger sind bei leichten Rädern eine gute Wahl

Dachträger sind bei leichten Rädern eine gute Wahl

Foto: ISTOCK/VM

Familie Wagner reist gerne, so wie die meisten Deutschen. Auf über 1,7 Milliarden Urlaubstage kommt der Bundesbürger im Jahr insgesamt. Das ist Weltrekord. Rund zwei Drittel dieser Reisen werden mit dem Auto unternommen. Doch am Urlaubsort lassen viele ihr Fahrzeug lieber stehen und steigen aufs Fahrrad, so wie Familie Wagner. Sie hat die vielen Vorzüge von Radreisen für sich entdeckt. Zusammen radeln sie zu den Sehenswürdigkeiten, entdecken Strände, Altstädte oder Wälder.

In vielen Urlaubsorten können Fahrräder geliehen werden. Aber oft sind die nicht im besten Zustand. Zuhause steht dagegen das eigene Rad ungenutzt herum, obwohl das ebenso gerne die Welt erkunden würde. Nur wie kommt es am besten in den Urlaubsort? Welche Transportmöglichkeiten habe ich mit einem Auto? Kann ich es in ein Flugzeug mitnehmen und wie umgehe ich das Fahrradverbot im ICE?

Fahrradträger für jedes Auto

Ronny Wille ist bei Zweirad Stadler in Charlottenburg für das Zubehör und damit auch für Fahrradträger zuständig. Er berät Kunden, welches System für welches Auto passt. „Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Heckklappen-, Kupplungs- und Dachträger. Alle drei Systeme, die von Thule und Uebler angeboten werden, haben ihre Vor- und Nachteile und unterscheiden sich zudem preislich“, sagt er.

„Denken Sie auch an den Kraftaufwand.“ Während sich ein Kinderfahrrad relativ leicht auf das Autodach wuchten lässt, sieht die Sache bei einem 25 Kilogramm schweren Elektrofahrrad schon anders aus. Dachträger sind zwar in der Anschaffung günstiger, aber in der Handhabung schwieriger. Im eigenen Haus steht vielleicht eine Leiter oder ein Tritt, der die Beladung vereinfacht. An dem Ort, an dem die Radtour losgehen soll, fehlt aber womöglich ein solches Hilfsmittel. „Wer groß und stark ist, kommt mit einem Dachträger gut zurecht“, sagt Herr Wille. „Doch gerade bei schweren Rädern würde ich von diesem abraten.“ In die Gesamtrechnung einbeziehen sollte der Autofahrer auch die erhöhten Benzinkosten. Der ADAC hat ausgerechnet, dass die Kosten um bis zu 40 Prozent höher liegen können.

Viele setzen für Radreisen daher auf Systeme am Heck des Autos, um ihr Fahrrad in den Urlaub mitzunehmen. „Hierbei wird der Träger entweder direkt an der Heckklappe des Autos befestigt oder auf der Anhängerkupplung“, erklärt Herr Wille. Damit reduzieren sich die Fahrtkosten um 20 Prozent im Vergleich zum Dachträger. Nach mehreren Radreisen haben sich die Mehrkosten der Anschaffung bezahlt gemacht. Hinzu kommt die erleichterte Handhabung. „Zu zweit schafft eigentlich jeder, so einen Heckträger zu beladen“, sagt Herr Wille. Sogar schwere Elektrofahrräder können Dank spezieller Trägersysteme für die Kupplung mit auf die Reise gehen. Allerdings kann sich das Fahrverhalten des Autos verändern, wenn die Räder zu schwer sind. Zu schnell sollte man aber eh nicht mit Fahrrädern am Auto fahren – egal ob sie auf oder hinter dem Fahrzeug befestigt sind.

Falträder sind perfekt für Radreisen

Eine Alternative für Urlauber kommt aus Großbritannien und findet auch hierzulande immer mehr Fans: das Faltrad von Brompton. Pendler wissen schon lange die Vorteile des zusammenklappbaren Fahrrades zu schätzen. Denn das in weniger als einer Minuten verkleinerte Rad passt selbst in ICEs und jedes öffentliche Verkehrsmittel. Es kann kostenlos mitgenommen werden. Am besten packen Sie das Rad in die passende Tasche, dann klappt es auch mit mürrischen Schaffnern“, sagt Herr Preiß. Praktisch ist das Rad auch im Auto. „Ich habe schon acht Brompton in den Kofferraum eines Kombis bekommen“, erzählt Timo Preiß. Preiß fährt selbst leidenschaftlich gerne ein Faltrad und ist der Brompton-Experte bei Stadler. Vor allem an die Ostsee nimmt er das Rad gerne mit. „Mit den 16 Zollrädern und dem ausreichenden Radstand fährt es sich wie ein herkömmliches Fahrrad“, sagt Preiß. Selbst eine 70 Kilometer Radtour sei kein Thema. Auch wegen seines hochwertigen Rahmens sei es quasi bei Radreisen unverwüstlich.

Ob Bordstein oder Wurzel, das Brompton kann fast alles wegstecken. Zudem lässt es sich je nach Bedarf erweitern, also etwa mit Packtaschen nachrüsten. Es ist also ein ebenbürtiges Reiserad auch für Mehrtagestouren. Lediglich beim Preis mag der eine oder andere ins Grübeln kommen. „Es ist kein günstiges Rad, aber von sehr hoher Qualität“, sagt der Verkaufsleiter von Stadler.

Überraschend günstig kann dagegen die Fahrradmitnahme im Flugzeug sein. Zwar hat hier jede Fluggesellschaft ihre eigenen Regeln. Wer aber das Fahrrad in ein Radkoffer packt, muss in der Regel mit keinen Extrakosten rechnen, wenn das Gesamtpaket weniger als 20 beziehungsweise bei Langstrecke 23 Kilogramm wiegt. Als gute Lösung hat sich hier der Radkoffer von Stadler erwiesen. Dank seines leichten, aber robusten Gehäuses kommt selbst das wertvollste Rad unversehrt am Urlaubsziel an. Somit kann der Reiselustige selbst ferne Länder auf dem Sattel erkunden.


Die schönsten Länder für Radfahrer

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Belgien und Niederlande

Flach, abwechslungsreich und fahrradfreundlich: Belgien und die Niederlande sind Vorreiter im Radtourismus. Knotenpunkte ermöglichen eine flexible Tourenplanung, falls der Wind mal zu arg von vorne kommt. Und bei Regen findet sich schnell ein Gasthof, der kulinarische Feinkost und gutes Bier feilbietet. Das Radwegenetz ist vorbildlich ausgebaut und auch gerade für Familien gut geeignet.

Tschechien

In Osteuropa dürfte Tschechien das fahrradfreundlichste Land sein. Über 20 000 Kilometer ausgewiesene Radwege soll es geben, wobei Tschechien dazu auch Landstraßen mit wenig Verkehr zählt. Besonders beliebt ist das Land mittlerweile bei Downhill-Mountainbike-Fans. Hier ist insbesondere das Riesengebirge hervorzuheben.

Deutschland

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah ist? Deutschland ist nicht nur Autoland, sondern auch ein Reiseland für Fahrradtouristen. Zehntausende Kilometer Radweg führen von Nord nach Süd, von West nach Ost, teilweise an Flüssen entlang, andere wieder nach touristischen Themen geplant. Viele von ihnen führen fern von viel befahrenen Straßen durch die Natur. Und sind in einem guten Zustand. Der ADFC überwacht die Qualität.

Georgien

Im Internet finden sich diverse Warnhinweise. Das heißt es, Georgien sei für Radfahrer lebensgefährlich, da Autofahrer keine Rücksicht nähmen. Und dass die Straßen in einem schlechten Zustand seien. Das stimmt auch zum Teil, aber nur für bestimmte Straßen. Unter Fernradler hat sich Georgien zu einem Geheimtipp gemausert. Denn das Land im Kaukasus bietet eine sehr abwechslungsreiche Landschaft und äußerst gastfreundliche Menschen.

Island

Die meisten bereisen Island mit dem Geländewagen. Aber echte Naturliebhaber wissen, dass man Island nur mit dem Rad wirklich erfahren kann. Allerdings gehört eine gewisse Robustheit des Fahrrades und des Fahrers dazu. Das Wetter kann auch im Sommer auf unter fünf Grad sinken und längere Trockenperioden sind auch eher selten. Aber all das wird durch eine fantastische Landschaft entschädigt, die man als Radfahrer oft für sich alleine.

Mehr zum Thema Zweirad im aktuellen Stadler-Themenspecial "Glück auf zwei Rädern".

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