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Elektrofahrrad

Eine Werkstatt für den Rückenwind

Zweirad-Center Stadler bietet einen besonderen Service an: Fahrradreparatur ohne Termin. Gerade Elektrorad-Besitzer sollten auf eine regelmäßige Inspektion achten.

Mit moderner und gut gewartetet Technik fährt ein Elektrofahrrad durchschnittlich 100 Kilometer mit einer Akkuladung – weit genug für unbeschwerte Touren durch das Berliner Umland

Mit moderner und gut gewartetet Technik fährt ein Elektrofahrrad durchschnittlich 100 Kilometer mit einer Akkuladung – weit genug für unbeschwerte Touren durch das Berliner Umland

Foto: ISTOCK/4FR

Es herrscht reges Treiben in dem weitläufigen Werkstattbereich. Zweirad-Mechatroniker schrauben an Trekkingrädern, Rennrädern und Fahrrädern mit Elektromotor. Dabei ist es Mitte März und vor dem Geschäft in Friedrichshain schneit es leicht. "Sobald die Sonne scheint, geht der Ansturm erst richtig los", sagt Jörg Plötzner. Er meistert für Zweirad Stadler das Qualitätsmanagement und ist seit 2004 im Betrieb beschäftigt. Plötzner wirkt gelassen und routiniert. Und das, obwohl der größte Fahrradhändler Deutschlands die Inspektion eines Fahrrades auch ohne Anmeldung anbietet. Selbst wenn es sich um ein Elektrofahrrad handelt. Innerhalb weniger Stunden, selbst in der Hauptsaison.

Verkehrssicherheit zählt

Und das ist wahrlich keine leichte Aufgabe. Denn gerade im April macht das Wetter, was es will. Dabei möchte jeder Radfahrer, sobald es die Temperaturen erlauben, endlich wieder aufs Fahrrad steigen. "Wir sind froh über jeden, der sein Fahrrad nach der Winterpause in die Werkstatt bringt", sagt der Fahrradfachmann und selbst leidenschaftliche Radfahrer, "denn viele steigen auf nicht mehr verkehrssichere Räder." Ob das Rad sicher ist, sei dabei nicht immer auf dem ersten Blick erkennbar. Was bei einem alten Fahrrad vom Flohmarkt noch akzeptabel sei, sollte bei einem modernen Elektrorad repariert werden.

"Durch die konstant höhere Geschwindigkeit beim Elektrofahrrad erhöht sich die Belastung des Materials um ein Vielfaches", sagt Plötzner. Gerade die Bremsen, aber auch Beleuchtung und Bereifung sollten stets in einem guten Zustand sein – zudem die Kette geölt und die Reifen aufgepumpt.

Mehr Fahrspaß durch Wartung

Denn wer einmal auf einem gut gewarteten Fahrrad gefahren ist, erlebt einen deutlichen Zugewinn an Fahrspaß. Egal ob auf einem klassischen Velo oder auf einem Elektrofahrrad. Umso erstaunlicher ist es, wie wenige Nutzer sich um ihren Drahtesel kümmern. Sie ächzen weiter mit defekten Bremsen durch die Stadt. Dabei kann im Grunde jeder ohne handwerkliches Geschick die Kette nach dem Winter reinigen und neu ölen. Ein brauchbares Fahrradöl und Reinigungsmittel gibt es beim Fahrradhändler. "Aber sie können ihr Rad auch bei uns reinigen lassen", sagt Plötzner.

Überhaupt lohnt es sich gerade bei einem Pedelec, die Inspektion vom Fachhändler übernehmen zu lassen. An der Elektronik und anderen Einstellungen sollten nur Experten etwas ändern. Viele Elektrofahrrad-Hersteller geben regelmäßig ein Update heraus, das nur über autorisierte Werkstätten aufgespielt werden kann. "Analysen können die Leistungsfähigkeit verbessern", sagt Plötzner. Zugleich können Kunden ihre eigene Elektrofahrrad-Nutzung und ihre Fahrweise auswerten lassen.

In dem Bericht stehen nicht nur die gefahrene Gesamtkilometerzahl, sondern auch die jeweiligen Unterstützungsmodi und die Anzahl der Akkuladezyklen. Dadurch wird das Elektrofahrrad immer mehr zum Smart-Bike. Durchschnittlich schafft ein heutiger Akku eine Fahrleistung von rund 50.000 Kilometer, also mindestens 500 Ladezyklen. Zum Vergleich: einmal am Äquator um die Welt sind 40.000 Kilometer.

So hält das Elektrofahrrad länger

Allerdings sollten für ein langes Leben einige Regeln beachtet werden. Lithium-Ionen-Akkus mögen weder starke Hitze noch Kälte jenseits des Gefrierpunktes. Im Winter sollte der Akku daher im Warmen gelagert und aufgeladen werden. 15-20 Grad gelten als ideale Raumtemperatur. "Dies ist auch die richtige Temperatur, um den Akku aufzuladen", sagt Plötzner. Bei Frost das Elektrofahrrad im Garten an die Steckdose anzuschließen, ist hingegen keine gute Idee. Und wer im Winter eh nicht fährt, der lagert den Akku am besten im beheizten Raum bei einem Ladezustand zwischen 30 und 60 Prozent.

„Die heutigen Akkus sind ideal für Pendler. Reichweiten von 100 Kilometern sind nahezu immer möglich. Das reicht in Berlin selbst bei einem weiten Weg zur Arbeit für den Hin- und Rückweg“, sagt Plötzner. Auch der Motor ist mittlerweile ausgereift und muss quasi nicht gewartet werden. "Die Lebensdauer des Akkus dürfte die des Fahrrades übersteigen", sagt Plötzner. Irgendwo auf freier Strecke liegenzubleiben, muss also keiner befürchten. "Die Zeiten, in denen nicht-ausgereifte Elektroräder den Markt überschwemmten, sind zum Glück vorbei", sagt Plötzner. Nach den Daten des VSF (Verbund Service und Fahrrad) geben Käufer durchschnittlich zwischen 2000 und 2500 Euro für ein Elektrofahrrad aus. Dafür bekommt man ein sehr anständiges Pedelec mit elektrischem Rückenwind.

Der Markt für Pedelecs wächst rasch

Es wundert also nicht, dass der Markt für Elektroräder immer schneller wächst. Nach Zahlen des Zweirad-Industrie-Verbands wurden 2017 deutschlandweit etwa 720.000 Pedelecs und S-Pedelecs verkauft. Das entspricht einem Plus von 19 Prozent.

Dem Elektrofahrrad, so scheint es, gehört die Zukunft. Und das alles ohne Förderung. Gerade Pendler in den Städten entdecken die Vorteile. Statt im Stau zu stehen, bewegen sie sich an der frischen Luft ohne ins Schwitzen zu kommen oder wegen einer Weichenstörung am Bahnhof zu stranden. Dafür sorgt auch das Reparaturteam bei Zweirad-Center Stadler, die Fahrräder innerhalb weniger Stunden wieder flott bekommen. Und sollte eine Reparatur doch mal länger als einen Tag dauern, weil ein Ersatzteil bestellt werden muss, erhält der Kunde ein Ersatzrad. Auf Wunsch auch ein Elektrorad.


Welches Elektrofahrrad passt zu mir?

Der Einsteiger

Sie sind seit Jahren nicht mehr Fahrrad gefahren, aber ihr Arzt rät Ihnen zu mehr Bewegung? Oder ihr Partner? Womöglich sogar Sie selbst, denn früher hat es ja durchaus Spaß gemacht? Citybikes mit Elektroantrieb sind die idealen Einstiegsräder. Man kommt mit solch einem Elektrofahrrad sicher zum nächsten Supermarkt oder auch mal an den See. Sie eignen sich zudem hervorragend für längere Radtouren mit der Familie und Freunden. Dabei sind sie komfortabel, sicher und vielseitig. Durch den tiefen Einstieg wird das Absteigen zum Kinderspiel. Beliebtes Modell: Pegasus Solero E7

Der Pendler

Mehr als zwanzig Kilometer sind es von Lichtenrade nach Mitte. Zu weit, um täglich mit dem Fahrrad zu fahren. Aber stattdessen täglich im Stau zu stehen oder wegen des Schienenersatzverkehrs zu spät zu kommen, ist auf Dauer auch keine Lösung. Sowohl das elektrische City- als auch das Trekkingbike sind die perfekten Partner für den Weg zu Arbeit. Das E-Trekking-Bike ist robust und trotzdem sportlich. Wegen der profilierten Reifen ist es auch bei unbefestigtem Untergrund gut zu fahren. Und Dank des leistungsstarken Akkus kommen Sie mit dem Elektrofahrrad problemlos ohne Aufladen hin und zurück. Beliebtes Modell: KTM Macina Style CX5

Der Sportliche

Morgens zehn Kilometer joggen, abends in Schwimmbad. Wozu da ein Elektrofahrrad, fragen Sie sich? Vielleicht, um eine weitere Sportart kennenzulernen: Mountainbiking. Denn erst mit Elektroantrieb lässt sich der Berg zu 100 Prozent erleben. Die Experten sprechen vom Uphill-Flow. Denn selbst trainierte Mountainbiker können den Berg nur gemächlich erklimmen. Mit Unterstützung hingegen geht es bergauf fast so schnell wie bergab. Und richtig cool sehen die E-MTBs ebenfalls aus. Sprich: Man macht damit auch in der Stadt eine sportliche Figur. Beliebtes Modell: Bulls Six50 Evo 1.5

Der Städtereisende

Diese Woche sind Sie in Berlin, die nächste in Frankfurt und darauf in München? Mal mit dem Auto unterwegs, dann wieder im ICE? Das E-Faltrad könnte Ihr ständiger Begleiter werden. Nur Falträder dürfen bei der Bahn ohne Zusatzticket mitfahren. Und in den meisten ICEs sind überhaupt nur die zusammenklappbaren Fahrräder erlaubt. E-Falträder bieten volle Mobilität und jede Menge Fahrspaß. Einmal zusammengeklappt passt solch ein Elektrofahrrad in jeden Kofferraum oder in den Wohnwagen. Zudem lassen sich wegen der 20-Zoll-Reifen Hindernisse leicht umkurven. Beliebtes Modell: Hercules Rob Fold

Der Familienmensch

Zwei Kinder in die Kita bringen, das geht nur mit dem Auto, dachten Sie bisher? Falsch. Das geht vor allem mit einem Lastenfahrrad. Ebenso wie den Familieneinkauf erledigen. Firmen wie Babboe haben sich auf den Transport der Kleinsten spezialisiert und bieten bequeme und sichere Lastenfahrräder. Und der Elektroantrieb bringt bei jeder Anfahrt oder Anstieg unschlagbare Vorteile. Ein modernes Elektrofahrrad schafft ein Transportgewicht von bis zu 500 Kilogramm - ohne dass Sie ins Schwitzen kommen. Beliebtes Modell derzeit: Babboe City E

Der Hipster

Elektrofahrräder sind nur was für Rentner, sagen einige Menschen, denen Design wichtig ist. Das liegt vor allem am klobigen Akku, der dem Fahrrad die optische Leichtigkeit nehmen kann. Anders als bei einem coolen Smartphone, soll der Akku leicht entnehmbar sein, um ihn getrennt vom Elektrofahrrad aufzuladen. Aber findige Tüftler und clevere Designer haben sich mit diesen Wünschen befasst und das Urban-E-Bike entworfen. Ein schickes Teil, fast ohne sichtbaren Akku. Beliebtes Modell: Bulls Sturmvogel

Der Geschwindigkeits-Junkie

25 Kilometer in der Stunde fahren Sie schon mit Ihrem Rennrad? Wozu da noch Verstärkung? Doch konstant 45 Kilometer in der Stunde zu fahren schafft selbst ein Lance Armstrong nicht auf lange Distanz. Oder anders gesagt: Kein Profi der Welt ist so stark wie der Motor eines S-Pedelecs. Wer so schnell unterwegs sein will, muss allerdings einen Helm tragen und braucht eine Versicherung samt Kennzeichen. Schließlich sind Sie mit dem Elektrofahrrad fast so schnell wie ein Auto unterwegs. Beliebtes Modell: Bulls Dail-E-Grinder

Mehr zum Thema Zweirad im aktuellen Stadler-Themenspecial "Glück auf zwei Rädern".

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