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Tipps von den Profis

Den Störenfrieden keine Chance

Tipps von den Profis: So schützen Sie Ihre Pflanzen vor Ungeziefer und Austrockung.

Die beiden Spreegärtner Thomas (l.) und Marc, hier beim Bau eines Gewächshauses, helfen den Nachbarn beim Bepflanzen des Stadtgartens am Heizkraftwerk Mitte

Die beiden Spreegärtner Thomas (l.) und Marc, hier beim Bau eines Gewächshauses, helfen den Nachbarn beim Bepflanzen des Stadtgartens am Heizkraftwerk Mitte

Foto: Vattenfall

Sommerzeit, Gartenzeit. Noch befinden wir uns zwar im Frühling, doch ist es nie zu früh, Pläne für die heiße Jahreszeit zu schmieden. Und wer da nicht in die Ferien verschwindet, freut sich über ein Stück Garten. Nicht jeder Berliner hat seinen eigenen, aber jeder hat die Möglichkeit, sich an Gemeinschaftsgärten zu beteiligen, in denen Nachbarn sich Seite an Seite darum kümmern, dass das Stadtgrün wächst und gedeiht. Den Trend Urban Gardening unterstützt auch der Energieversorger Vattenfall, der Flächen für zwei Stadtgärten bereitgestellt hat. Bereits seit 2016 wächst der Stadtgarten in der Neuen Grünstraße heran. Im letzten Frühjahr wurde am Heizkraftwerk Mitte der zweite Vattenfall Garten eröffnet.

Blattläuse kann man mit Köderpflanzen bekämpfen

Auf den einst kargen Grünflächen sind mittlerweile Gemüsebeete, Hochbeete, eine Kräuterpyramide und ein kleiner Sandkasten für die Kinder aus der Nachbarschaft entstanden. Die beiden Spreegärtner Marc und Thomas unterstützen die Hobbypflanzer mit Tipps und Tricks. Wie sie den Garten anlegen und wie Heimgärtner ihren eigenen Garten aufhübschen können, erklären die beiden in Workshops vor Ort und in ihren Internet-Videos.

Eine Herausforderung, vor der jeder Hobbygärtner schon einmal stand, ist klein, schwarz und tritt gerne in großen Scharen auf: Blattläuse. Egal ob Beet, Hochbeet oder Blumenkasten – vor den unliebsamen Besuchern ist kein Grün sicher. Auch der Stadtgarten am Heizkraftwerk Mitte ist von dem Ungeziefer nicht verschont geblieben. Doch als Schutzmaßnahme haben die beiden Spreegärtner Köderpflanzen angebaut. Das sind Gewächse, die die kleinen Blattläuse besonders gerne anknabbern. Sie sammeln sich hier und man kann die Plagegeister auf diesen Pflanzen gezielt bekämpfen. Ein Klassiker unter den Köderpflanzen ist die Kapuzinerkresse mit ihren runden Blättern.

Thomas steht an einem Hochbeet und dreht ein Blatt der Kapuzinerkresse um. Dutzende Blattläuse haben es sich hier gemütlich gemacht. Mit einer Wasserspritze schießt er die Blattläuse runter vom Blatt. "Man muss natürlich aufpassen, dass sie nicht auf dem nächsten Blatt landen, sondern möglichst weit weg von den Pflanzen, die man schützen will", sagt Thomas.

Kapuzinerkresse kann man übrigens nicht nur zum Anlocken von Blattläusen nutzen. „Sie eignen sich in der Küche, zum Beispiel als Bestandteil eines gemischten Salats", sagt Thomas. Zudem ist Kapuzinerkresse ein altbewährtes Hausmittel, das bei Erkältungen hilft.

Doch zurück zu den Blattläusen: Neben der mechanischen Methode helfen auch selbstgemachte "Chemiewaffen", zum Beispiel aus Knoblauch. Dazu legt man einige zerquetschte Zehen über rund zwei Wochen in Wasser ein. Die gewonnene Flüssigkeit sprüht man dann auf die Pflanzen. Der Duft kommt bei der Blattlaus gar nicht gut an. Auch wie man alternative Kampfstoffe aus Tabak, Seifenlauge oder Brennnesseln herstellt, zeigen die beiden Spreegärtner in einem ihrer Videos auf YouTube.

Beete gegen Austrocknung schützen

Auch hohe Temperaturen setzen den Pflanzen zu. Wer seine Pflanzen vor Austrocknung schützen will und keinen Pflanzensitter bei der Hand hat, kann sich bereits jetzt vorbereiten. „Man kann zum Beispiel eine normale PET-Flasche mit Löchern perforieren und ins Beet stecken. Die gibt das Wasser dann über einen längeren Zeitraum verteilt ins Erdreich ab", erklärt Spreegärtner Marc.

Wer sich Gartentipps von den beiden Spreegärtnern persönlich abholen will, kann dies bei den Workshops tun, die sie kostenlos im Stadtgarten am Heizkraftwerk Mitte anbieten. Aktuelle Termine für die Gartensaison 2018 finden Sie in Kürze unter pflanz-was.vattenfall.de


SCHON GEWUSST?

Platz für Bienen

Bienen sind unglaublich nützlich für Mensch und Natur. Fast 80 Prozent aller Pflanzen werden von der Honigbiene bestäubt. Doch durch den Einsatz von Pestiziden, durch Krankheiten und die Verbreitung von Monokulturen, sind die fleißigen Nutztiere in Wald und Flur bedroht.

Imker haben die Situation erkannt und beginnen, Bienen in Städten anzusiedeln. Die Bedingungen sind gut: Hier gibt es genug Wasser, Kleingartenkolonien und Parkanlagen bieten Nahrung. Stadthonig hat beste Qualität. Den Trend zum Stadtimkern unterstützt Vattenfall seit 2013. Der Energieversorger stellt an den Kraftwerksstandorten Buch, Reuter, Klingenberg und Mitte Platz für Bienenvölker bereit. Die Standorte sind für die Bienenhaltung bestens geeignet, da es dort ausreichend ungenutzte Flächen gibt. Auch auf dem Dach der Hauptverwaltung in der Chausseestraße in Mitte ist ein Bienenvolk beheimatet. Bienen sammeln Pollen und Nektar in einem Radius von circa vier Kilometern.


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