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Urban Gardening

Grüne Oasen mitten in Berlin

Bereits seit 2016 engagiert sich Vattenfall mit seinem Urban-Gardening-Projekt „Pflanz was!“ für mehr Grün in der Stadt.

Im Stadtgarten in der Neuen Grünstraße wird bereits seit zwei Jahren gepflanzt

Im Stadtgarten in der Neuen Grünstraße wird bereits seit zwei Jahren gepflanzt

Foto: Vattenfall

Es lebe die Stadt!

Bereits seit 2016 engagiert sich Vattenfall mit seinem Urban-Gardening-Projekt „Pflanz was!“ für mehr Grün in der Stadt. Firmeneigene Brachflächen werden dabei bepflanzt und zu offenen Gärten umgestaltet. Den Anfang machte das etwa 500 Quadratmeter große Grundstück Neue Grünstraße 13-14 nahe der Fischerinsel in Mitte. 2017 kamen dann als zweite Fläche 1.500 Quadratmeter vor dem Heizkraftwerk Mitte in der Köpenicker Str. 60 hinzu. Aus der ursprünglich tristen Rasenfläche mit kargem Boden wurde ein urbanes Gartenparadies.

Großstadtkinder erleben Natur zum Anfassen

Gärtner Lutz Lüders erklärt die Idee hinter dem Projekt: "Es geht darum, die Menschen dazu zu bewegen, ein bisschen mit zu gärtnern", sagt er. "Es wird immer mehr gebaut, Grün verschwindet, die Stadt wird immer mehr verdichtet. Vattenfall hat Flächen, die wir zum Gärtnern zur Verfügung stellen und wir wollen die Berliner dazu einladen, mitzumachen." Vor allem für Großstadtkinder sei der Nachbarschaftsgarten ein Gewinn, sagt Lutz Lüders. "Die kennen Gemüse sonst ja nur abgepackt aus dem Supermarkt. Hier stellen sie erstaunt fest, dass zum Beispiel aus den Zwiebeln oben noch was Grünes rauswächst."

Der Garten am Heizkraftwerk Mitte startet nun bereits in die zweite Saison – doch auch die Zeit vor der Eröffnung im vergangenen Jahr ist vielen noch in guter Erinnerung. Die beiden Profi-Gärtner Marc und Thomas, die sich als Duo "Die Spreegärtner" nennen und Gartentipps auf Youtube geben, waren anfangs entsetzt: Der Boden der baumbestandenen, rund 1500 Quadratmeter großen Rasenfläche an der Michaelkirchstraße Ecke Köpenicker Straße erwies sich als denkbar ungeeignet für sprießendes Gartenglück. Ein Test mit dem Spaten förderte ein in Berlin nicht unübliches Gemisch zum Vorschein: Steine, Schutt und festgetretene Erde.

Auch die sogenannten Zeigerpflanzen verhießen nichts Gutes. „Wir haben hier zum Beispiel Feldklee gefunden", sagt Spreegärtner Marc. „Wo der wächst, ist der Boden nährstoffarm, vor allem Stickstoff fehlt." Und Kollege Thomas ergänzt: „Die Fläche war lange nicht umzäunt und in der Nähe sind mehrere Clubs. Die Clubgänger haben sich hier gerne mal erleichtert und das hat seine Spuren hinterlassen."

25 Tonnen Erde haben den Garten wiederbelebt

Mittlerweile sieht es zum Glück ganz anders aus, 25 Tonnen Bodengemisch aus Kompost und Nährboden wurden allein beim Gartenaufbau 2017 angeliefert. Marc und Thomas haben damals gemeinsam mit den Gartenbesuchern damit begonnen, Hochbeete aufzubauen. „Die sind sehr praktisch, weil sie beweglich sind und vor allem eine bequeme Arbeitshöhe haben", sagt Marc. Für den Aufbau lassen sich alle im Garten anfallenden Abfälle verwenden, betont Thomas. „Äste und Laub werden zum Langzeitdünger, weil sie sich langsam zersetzen. Die guten Licht- und Temperaturverhältnisse in Hochbeeten sorgen dafür, dass die Pflanzen früher und schneller wachsen." Am Ende des Gärtnerns steht das Ernten, das die Nutzer aus der Nachbarschaft gemeinsam zelebrieren können: Alles, was in dem Garten gepflanzt wird, steht der Gemeinschaft zur Verfügung. Alle Berliner sind herzlich eingeladen, mit zu pflanzen und zu ernten.

Die Neue Grünstraße in Mitte wird noch grüner

Auch in der Neuen Grünstraße wird eifrig gepflanzt. Vattenfalls erster Nachbarschaftsgarten ist schon vor zwei Jahren eröffnet worden und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Auf rund 500 Quadratmetern sind die Nachbarn dazu eingeladen, mehr über das Thema Urban Gardening zu erfahren und kostenfrei mitzugärtnern. Jeder darf gärtnern, wo es notwendig ist, und so häufig kommen, wie er möchte.

Nicht jeder aber ist nur zum Gärtnern da, eine Studentin erzählt, was sie in den Gemeinschaftsgarten lockt: „Ich besuche in der Nähe ein Seminar. In der Mittagspause komme ich gern hierher, um in dieser Stunde das Gefühl zu haben: Ich bin im Grünen, von Blumen umgeben. So kann ich mich kurz entspannen."

ADRESSEN & INFOS


Stadtgarten Neue Grünstraße 13 – 14

Öffnungszeiten:

April / Mai und September / Oktober

Montag: Ruhetag, Dienstag bis Freitag: 14 – 18 Uhr, Samstag und Sonntag: 12 – 18 Uhr

Juni, Juli und August

Montag: Ruhetag, Dienstag bis Freitag: 14 – 20 Uhr, Samstag und Sonntag: 12 – 20 Uhr

Stadtgarten Köpenicker Straße 60

Öffnungszeiten:

April und Mai

Montag: Ruhetag, Dienstag bis Sonntag: 12 – 18 Uhr

Juni, Juli und August

Montag: Ruhetag, Dienstag bis Sonntag: 12 – 20 Uhr

September und Oktober

Montag: Ruhetag, Dienstag bis Sonntag: 12 – 18 Uhr

Das Gärtnern in beiden Gärten ist kostenlos. Weitere Infos und Garten-Tipps unter: pflanz-was.vattenfall.de

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