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Saisonstart

An die Beete – fertig – los!

Endlich ist es soweit! Der Frühling ist da und auch in den beiden Vattenfall-Stadtgärten darf wieder gepflanzt, gejätet und geerntet werden.

Winter adé! Schon bald werden die Vattenfall-Stadtgärten wieder in den schönsten Farben erstrahlen

Winter adé! Schon bald werden die Vattenfall-Stadtgärten wieder in den schönsten Farben erstrahlen

Foto: Vattenfall

Am Wochenende fiel der Startschuss für die neue Saison. Anwohner aus der Nachbarschaft und andere Gartenfreunde können jetzt wieder nach Herzenslust in der Erde wühlen. „Wir freuen uns, dass mit dem Frühling auch die Begeisterung für unsere Gärten sofort wieder da ist“, sagt Projektleiterin Alisa-Dorin Schmitz. „Zur Eröffnung haben schon wieder viele Nachbarn mitgegärtnert", berichtet Lutz Lüders. Der Gärtner unterstützt den Aufbau der Gärten auf den Vattenfall-Geländen. „Wegen des schlechten Wetters sind die Pflanzen etwas hinterher. Aber jetzt kann's losgehen", sagt Lüders lachend.

Vattenfall stellt Material und Gerätschaften

Zahlreiche Beete warten jetzt auf ihre neuen Aufgaben. Und die kommen mit den Garten-Fans. Mitmachen darf jeder, kostenlos. Und jeder darf seine Ideen und Pflanzen mitbringen. Muss er aber nicht: Die Gartenhelfer vor Ort wissen immer, was gerade zu tun ist, wie die Pflanzen gehegt und gepflegt werden wollen. Auch Material und Gerätschaften sind vorhanden. Personengebundene Beete gibt es übrigens nicht. Was in den Gärten gepflanzt wird, steht der Gemeinschaft zur Verfügung und wird auch gemeinsam geerntet, verarbeitet und verkostet.

Auch in dieser Saison wieder dabei sind die Spreegärtner Marc und Thomas, mit neuen Videos und jeder Menge Tipps – wie zum Beispiel zum Hochbeet, das nicht nur in den Vattenfall Stadtgärten eine gute Figur macht, sondern auch im eigenen Garten oder aber im Hinterhof.

Ein Hochbeet für Terrasse, Garten oder Hinterhof

Und so wird´s gemacht: Zuerst kommt die Umrandung. Natürlich gibt es Bausätze, die man nur zusammenschrauben muss. Die Alternative: Selber machen. Wichtig bei der Auswahl des Baumaterials: Ist es ganz klar unbedenklich? Schließlich möchte man gesundes Gemüse ernten.

Ein idealer Baustoff ist Holz. Es ist preisgünstig, leicht verfügbar und einfach zu verarbeiten. Ob alte Transportkisten, Europaletten oder neue Bretter aus dem Baumarkt – der direkte Kontakt mit Erde ist für jedes Holz der Härtetest. Perfekt ist deshalb stabiles Hartholz wie Lärche oder Robinie. Für einen ersten Versuch tun es aber auch günstigere Holzarten wie Fichte oder Kiefer. Unbehandelt halten sie 3-4 Jahre. Verlängert wird die Lebensdauer der Holzumrandung, wenn sie mit fester Folie ausgekleidet wird. Diese sollte frei von so genannten Weichmachern sein. Die Länge des Beetes hängt vom verfügbaren Platz ab, die Breite sollte aber maximal 1,20 m betragen. So kann man von beiden Seiten aus bis zur Mitte reichen. Die Höhe richtet sich am ehesten nach der Größe des Gärtners. Bei 70-90 cm wird Gartenarbeit rückenschonend. Will man das Beet im Sitzen bearbeiten – interessant für Senioren oder Menschen mit Behinderung – sind 50-65 cm empfehlenswert.

Jetzt geht’s ans Aufstellen. Soll das Beet auf einer Rasenfläche stehen und Anschluss an den Erdboden haben? Dann wird zunächst die Grundfläche spatentief ausgehoben. Die Rasensoden zur Seite legen – sie werden später wieder gebraucht. Damit Regenwürmer hereinkönnen und Wühlmäuse draußen bleiben, legt man engmaschiges Drahtgeflecht auf den Boden, zieht es an den Innenseiten der Umrandung noch ein Stück hoch und befestigt es dort gut.

Wenn die Wände stehen, wird befüllt. Dazu ist einiges an verrottbarem Material nötig. Mehrere Schichten werden gebildet, von grob zu fein, jeweils etwa 10-20 cm hoch je nach Gesamthöhe des Beetes: Ganz unten grobe Gartenschnittabfälle, Aststücke und Zweige, die wie eine Drainage-Schicht wirken. Als nächstes feinere Gartenschnittabfälle oder Häckselgut, dann die abgestochenen Rasensoden, mit der Grasseite nach unten, sowie je nach Verfügbarkeit Laub, Grün- und Pflanzenabfälle. Als vierte Schicht bietet sich – falls vorhanden – halbverrotteter Kompost an. Ganz oben wird eine Mischung aus fertigem Kompost und Gartenerde bis knapp unter den Rand eingefüllt, nicht zu wenig, etwa 25 cm. Wenn das Ganze mit der Zeit noch etwas zusammensackt wird Erde nachgefüllt.

Schon ist das Hochbeet fertig und mit entsprechender Abdeckung lässt es sich sogar als Frühbeet nutzen. Gleichzeitig ist man den Baum- und Strauchschnitt und andere Gartenabfälle losgeworden. Durch die Verrottungsprozesse in den unteren Schichten entsteht Wärme, die die Pflanzen prächtig gedeihen lässt. Gemüse zum Beispiel, oder Erdbeeren. Oder Blumen. Und Kräuter. Und Salat. Und ...

Stadtgarten Neue Grünstraße 13 – 14

Öffnungszeiten:

April / Mai und September / Oktober

Montag: Ruhetag, Dienstag bis Freitag: 14 – 18 Uhr, Samstag und Sonntag: 12 – 18 Uhr

Juni, Juli und August

Montag: Ruhetag, Dienstag bis Freitag: 14 – 20 Uhr, Samstag und Sonntag: 12 – 20 Uhr

Stadtgarten Köpenicker Straße 60

Öffnungszeiten:

April und Mai

Montag: Ruhetag, Dienstag bis Sonntag: 12 – 18 Uhr

Juni, Juli und August

Montag: Ruhetag, Dienstag bis Sonntag: 12 – 20 Uhr

September und Oktober

Montag: Ruhetag, Dienstag bis Sonntag: 12 – 18 Uhr

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