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170 Jahre GASAG

Per Bus auf den Spuren der GASAG

Eine Tour zu historischen und aktuellen Orten.

Foto: Picture Alliance

Die 170jährige Geschichte der GASAG ist auch die Geschichte Berlins. Beide sind untrennbar miteinander verbunden. Das wird auf einer Bustour durch die Stadt deutlich: Fast überall sind Spuren aus Vergangenheit und Zukunft zu finden.

Angefangen hat alles im Berlin des 19. Jahrhunderts. „Dunkel war es damals abends auf den Straßen, da wollte König Friedlich Wilhelm Abhilfe schaffen“, erzählt der Tourguide und Historiker Arne Krasting. Ein englischer Gasanbieter sollte mit Laternen für Licht sorgen. Doch man war unzufrieden mit seiner Leistung. 1844 wurde deshalb beschlossen, das erste eigene städtische Gaswerk zu bauen, am Platz des heutigen Energieforums – nahe dem Ostbahnhof am Ufer der Spree.

Die Engländer verlegten ihr Engagement nun an den Rand der Stadt, wo sie 1871 in Schöneberg, damals Vorort von Berlin, ein eigenes Gaswerk bauten. 1995 wurde dieses spätere GASAG-Werk stillgelegt und unter Denkmalschutz gestellt. Heute ist es als EUREF-Campus ein Studien- und Veranstaltungsort sowie ein Ort, an dem mit der GASAG Energiezukunft geschrieben wird. Denn das vom Unternehmen betriebene Blockheizkraftwerk zur Strom und Wärmeerzeugung ist das energetische Herzstück des EUREF-Campus.

Schon bald wurde Gas nicht nur für Laternen genutzt, sondern auch im privaten und für den gewerblichen Bereich – beispielsweise von der Heeresbäckerei an der Köpenicker Straße, der damals größten Bäckerei der Stadt. Arne Krasting untermalt die Tour durch nette Anekdoten, historische Fotos, Videos und Werbespots, die heute so manchen zum Lachen bringen.

Um die Wende zum 20. Jahrhundert waren die Städtischen Gaswerke das größte Unternehmen Europas. Ein neues Verwaltungsgebäude musste her. 1910 entstand es an der Littenstraße, zu DDR-Zeiten immer noch Hauptsitz des Gasanbieters.

Weiter geht es über den Tauentzien, wo das frühere GASAG-Kochstudio stand, in dem in den 60er-Jahren Kurse wie „Wenn Männer für Mutti kochen“ angeboten wurden; über das Shell-Haus am Reichspietschufer, das bis zum Jahr 2010 Hauptsitz der GASAG war und das Technikmuseum, das demnächst das Gaslaternenmuseum beherbergen soll. Auf der Busstrecke liegen auch die Zeugnisse des GASAG-Engagements für die Stadt: z.B. die Mercedes Benz-Arena, in der die Eisbären spielen, GASAG ist Sponsoring-Partner; Häuser, mit den 46 von der GASAG gestifteten Tafeln aus dem Gedenktafelprogramm; die Berlinische Galerie und das Tanz- und Musikprojekt „Academy“ in der Alten Feuerwache.

Fazit: eine spannende Tour zwischen damals und heute – nicht nur für Energie-Profis!

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